Montag, 31. Dezember 2007

Das war 2007

Am Ende des Jahres Rückschau zu halten ist sicher nicht schlecht. Was war nicht alles los in diesem Jahr? Was hat man nicht alles erlebt? Was hat einen begeistert? Was war ein Ärgernis?

Hier ein paar Highlights von mir:
Ein interessantes, ein herausfordertes Jahr. Viele Freunde haben uns gut und treu begleitet. Neue Freunde sind dazu gekommen. Wir sind als Familie und als Ehepaar noch ein Stückchen enger zusammengewachsen. Vieles haben wir gelernt, manchmal auch schmerzhaft, aber das passt schon. Bloggen statt Rundbrief hat sich etabliert. Leser gibt es bis nach Taiwan, Südamerika, USA und Australien.

Für uns hat sich die Jahreslosung 2007: Siehe ich will Neues schaffen - sehr es den nicht - es wächst schon auf! bestens erfüllt. Wir sind Gott für dieses Jahr sehr dankbar!

Am Schluß würde mich nur interessieren, wie eure Jahresbilanz ausschaut? Ich wünsche auf den Fall für 2008 alles Gute und Gottes reichen Segen.

Samstag, 29. Dezember 2007

Am Ende...

des Jahres hat mich mal wieder eine Krippe erwischt.
Pünktlich nach meinem Einsatz beim Lobpreis-Gottesdienst in Kohlberg hat mir eine fiese Erkältung das Leben schwer gemacht...
Noch bin ich nicht fit, aber es geht aufwärt.
Jetzt muss ich los - frische Luft schnappen - und noch etwas "Schiesszeugs" kaufen, um mit Jani die Luft zu verpesten...
Ich weiss, das ist moralisch verwerflich!
Brot statt Böller müsste unser Motto sein!
Aber geistliche Verantwortung hin oder her - ich und Jan-Lukas geniessen einfach auch die wilden Momente, wenn es knallt und raucht. Dies sollte doch ein Mal im Jahr erlaubt sein. Oder?

Ich wünsche schon mal allen ein gesegnetes neues Jahr.

Montag, 24. Dezember 2007

Wer hat heute Geburtstag?

Heute hat Jesus Geburtstag! Stimmt nicht wirklich, dass er das genau heute hatte, aber das sei mal dahingestellt...

Was ich bei dem ganzen Trubel fast vergessen habe...
Geburtstag habe ich ja heute auch noch.

Toll dass die Familie (ich wurde heute früh von allen 4en mit einem tollen Geburtstagslied geweckt) mit mir feiern und toll dass ganz viele liebe Freunde an mich und auch an uns denken...

Irgendwie haben wir das Gefühl, dass es jedes Jahr mehr werden, die so richtig mit Liebe an uns denken....

Viel schauten einfach kurz vorbei, schicken liebe Postkarten und Briefe , telefonierten, mailten oder legen Päckchen vor die Tür.

Ganz herzlichen Dank an Alle, die mich in meinem vergangenen Lebensjahr begleitet haben, vielen Dank an Alle, die für uns beten und vielen Dank, dass Ihr so tolle Freunde seid.

Jetzt geniessen wir noch den Heiligabend, wie Ihr auf dem Foto sehen könnt. (foto: pixelio.de)

Auch Euch wünschen wir Haasen aus dem Blockhaus noch frohe und gesegnete Weihnachten.


Traditionelle Weihnacht

Heute ist es nun wieder soweit. Überfüllte Kirchen, 5 Gottesdienste allein in unserer Gemeinde. Und alle sind bestens gefüllt. Heute gehen Alle in die Kirche! Es gehört einfach zur Traditon, dass man an Heiligabend zum Christvesper geht, oder mit den Kindern ein Krippenspiel besucht.... wenn das geschafft wurde, dann, ja dann kann es Weihnachten werden....

Aber sind wir doch mal ehrlich - was ist mit den Besuchern im restlichen Jahr?
Nur ein Bruchteil davon verirrt sich dann noch in unsere Gottesdienste! Veränderung - Weiterentwicklung tut Not.
Neulich lass ich von einem Gemeindeberater, der beauftragt wurde Rückgang der Gottesdienstbesucher zu analsysieren. Nach einigenen Beobachtungen und Gesprächen kam er zu folgendem Rat:
“Bauen Sie sich einen Zaun um ihr Kirche, verlangen Sie Eintrittsgeld von den Besuchern und lassen sie die Menschen sehen, wie Gottesdienste vor hundert Jahren gestaltet worden sind.”

Eine ähnliche Beobachtung machte neulich ein guter Freund von mir in einer Gemeinde in Norddeutschland. Er schreibt:
"An der Eingangstüre zur Kirche hängt ein Plakat auf dem zu lesen ist: Die
Weihnachtrunde (Konzert von Kantorei und Posaunenchor) heute Abend ist leider schon ausverkauft. Interessant, denke ich, und begebe mich ins Innere der Kirche.
Der Gottesdienst beginnt. Doch irgendwie bin ich immer noch mit meinen Gedanken
draußen bei dem Plakat an der Tür. Hier drinnen sitzen höchstens 60 Personen. Dabei würde die Kirche 700 Personen fassen.....
Frustration, Bitterkeit und Wut machen sich in mir breit! Ich würde am liebsten heulen. Warum ist das Konzert heute Abend ausverkauft und heute Morgen ist die Kirche zu nicht einmal 10% besetzt? Heute Abend bezahlen die Leute dafür und morgens könnten sie umsonst zur Kirche kommen.....
Am liebsten würde ich heute Abend folgendes mit Kreide vor die Kircheneingänge
schreiben: Warum kommen sie heute Abend zur Kirche, wo sie doch sonst nie zur Kirche gehen? Sie sollten sich irgendwann einmal entscheiden: für Gott und seine Gemeinde oder dagegen, denn in ihrem Leben treffen sie doch auch sonst klare und zielgerichtete Entscheidungen, oder nicht?

Soviel aus Christoph's Rundbrief.
Weihnachten hat die Welt verändert. Das Wunder von Weihnachten will bis heute die Welt verändern. Lassen wir und unsere Gemeinden auch verändern, dass das Licht der Welt hineinstrahlt in die Dunkelheit des 21. Jahrhunderts.

Samstag, 22. Dezember 2007

Wer erinnert sich noch?

Ich weiss nicht wer von euch sich noch daran erinnert, dass mein Bruder Thomas und ich in den 1990ern immer Sauerkirsch-Dessertwein herstellten und dann auch an gute Freunde und Kollegen weitergegeben haben....

Ich hatte diese Geschichte fast vergessen, bis mich gestern von meinem früheren Kollegen an der Fachhochschule folgende Zeilen erreichten:
"Wir [meine Bekannter von der Uni & seine Frau] finden ihn [ den Dessertwein] klasse. Er hat mich immer begleitet, und nun haben wir uns Gedanken gemacht, ob er vielleicht schon schlecht sein könnte, da er einen leichten braunen Touch bekommen hat. Irgendwie wollten wir noch nicht ran an die Flasche, aber vor ein paar Tagen kam irgendwie der Schubs und wir haben sie geöffnet. Ich weiß nicht, wie er eigentlich schmecken sollte, aber nun geht er in Richtung milder Madeira oder Portwein, nur mit weniger Zucker, nicht so kräftig im Geschmack, aber feiner und die Frucht ist auch gut erkennbar. Kurzum: Ein tolles Stück! Ich hoffe, deine Altlasten
sind auch noch gut, probiers mal. Wir haben ihn immer liegend gelagert, der Korken war in bestem Zustand."
Hey Thomas! Wenn das mal kein Lob für deine Winzerkunst ist".
Ich habe bei dieser Gelegenheit einen "verschollenen" Bekannten wieder entdeckt. Und werde jetzt gleich mal bei meinen Eltern fahnden, ob noch irgendwelche Falschen von diesem "Madeira, Portwein" im Keller liegen.

Eigentlich ist es doch auch ein Sinnbild für Weihnachten. Das Wunder von Jesus bleibt im Weinnachtstrubel oft verschollen, bis... ja bis vielleicht jemand den Anstoss gibt wieder nach diesem Geheimnis zu suchen.
Ich wünsche mir viele Christen, die so begeistert über das Geschehen an Weihnachten erzählen, wie mein Bekannter über unseren Sauerkirsch-Dessertwein.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Gigantisches Krippenspiel

Was erwartest du von einem Krippenspiel einer Grundschule? Nicht viel?
Dann solltest du mal das Krippenspiel der Uhlandschule Dettingen besuchen....

Auch dieses Jahr wieder zauberten die Kids ein Musical in die Stiftskirche, das den Massstab für christliche Kinderarbeit und für Verkündigung an Weihnachten ganz weit nach oben legt.

In dem Musical "Sonderbar" (reinhören könnt ihr hier) haben die Kinder bei mir Weihnachten werden lassen. Jedes Lied war pure Verkündigung von der Liebe Jesu und ein Zeugnis der wahren Bedeutung von Weihnachten!

Die Kinder nahmen alle Besucher mit hinein in den Weihnachtsjubel:
"Ha-la-la-le-lu-u-ja,
Jesus ist geboren,
Ha-la-la-le-lu-u-ja,
Jesus ist geboren,
Ha-la-la-le-lu-u-ja,
stimmt alle fröhlich ein.

Weihnachten ist ein Freudenfest, darum lass uns klatschen,
Jesus ist da!
Gott ist super, denn zum Frieden lädt er alle Menschen ein.
Gott ist super, denn zum Frieden lädt er alle Menschen ein.
Ha-la-la-le-lu-u-ja."


Mehrere hundert Menschen waren begeistert von der Vorstellung, aber mehrere hundert Menschen wurden auch berührt von der heiligen Botschaft Gottes: "Jesus ist ein Geschenk - Er ist der Weg zum Vater"

Mir bleibt nur der Wunsch: Weiter so liebe Lehrerinnen der Uhlandschule. Sie machen eine gigantische Arbeit!

Und nebenbei bemerkt....
... viele Krippenspiele von Kinderkirchen und viele Weihnachtsprediger können von Ihnen lernen. Das Musical UND die Message war super! DANKE.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Sonntagspredigt - 3. Advent

Eigentlich bin ich heute morgen in den Gottesdienst geschlappt, ohne dass ich größere Erwartungen gehabt hätte. Kaum bin ich gesessen und schon wurde ich mit Pauken und Trompeten empfangen, denn schliesslich war heute "Bläsergottesdient". Und wenn unser Posaunenchor in voller Wucht loslegt... Das erzeugt schon Gänsehaut-Feeling, auch wenn man sonst eher auf Lobpreis steht....

Aber ich wollte ja eigentlich über die Predigt berichten (Offenbarung 3,4-6). Nicht gerade ein Text für einen Festgottesdienst. Steile Worte die man da so liest:
... Man sagt von euch, daß ihr eine lebendige Gemeinde seid. Aber in Wirklichkeit seid ihr tot....
Ich bin froh darüber, dass bei der Predigt die Spannung ausgehalten wurde zwischen lebendigem Festgottesdienst mit tollem musikalischem Rahmen und dem vorgegebenen "Gerichtstext". Ich bin froh, dass die Pfarrerin den Mut hatte auch ganz offen uns als Gemeinde und als CVJM zu fragen, wo unser Ruf sehr lebendig ist, aber die innere Wirklichkeit etwas anders aussieht.

Folgende Punkte sind mir besonders hängen geblieben:
  • Hast du denn ganz vergessen, wie du Gottes Wort gehört und aufgenommen hast? (V3) Wie war? Wie leicht vergesse ich es, wie Gott wirklich in mein Leben getreten ist. Wie schnell sehe ich auf Andere und beurteile deren Glaubensleben. Hast DU! ist die Frage. Es geht um "Back to the roots" wieder an die Quelle gehen, ... meine Bibel fällt mir ein, die manchmal mich ganz schon einsam anschaut, wenn ich nur noch schnell zur Losung greife... Lieber eine CD reinschieben, als den Gottesdienst besuchen, weil da ja die Lieder so "altbacken" sind. Jesus sagt "zurück zu DEINEN Anfängen im Glauben!" Es gibt nicht um Mainstream, sondern um eine persönliche Beziehung zu einem persönlichen Gott. Es ist nicht zu spät damit zu beginnen.
  • In Vers 4 wird davon gesprochen was uns Christen bedroht: Es ist der Schmutz dieser Welt.Ich will mich neu fragen lassen, wo meine "Schmutzfecken" sind. Die Stellen der Überheblichkeit, der Selbstlüge, der faulen Kompromisse und der Sünde.... Einigen wird dieser Schmutz nichts anhaben können. Mit der Kraft Gottes will ich hier wachsen und weiterkommen.
  • Wer durchhält und das Böse besiegt, der wird solch ein weißes Kleid tragen. Ich werde seinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens streichen, sondern mich vor meinem Vater und seinen Engeln zu ihm bekennen. (Vers 5). Es geht um's Durchhalten, es geht um Ausdauer und um Hingabe.... Wenn wir dies aus eigener Kraft versuchen, dann schliesst sich der Kreis zum ersten Vers, viele werden zwar glauben, dass wir lebendig sind, aber in Gottes Augen sind wir tot. Wenn wir aber mit Jesus unser Leben gestalten, oder besser gesagt von Jesus gestalten lassen, dann wird es möglich und man wird dies an uns Christen erkennen können. Und auch eine Gemeinde und auch ein CVJM wird dies ganz neu aufstrahlen lassen.
Ich wünsche mir, ich wünsche dir, dass gerade dieser Brief an Sardes zu einem Anstoss wird, der wieder neu Licht bringt in unser Leben. Ein Licht, das weit über Weihnachten hinaus sichtbar ist.

Freitag, 14. Dezember 2007

Genialer Türke

Ich muss feststellen, dass man, je älter man wird immer mutiger wird. Das gilt auch für meine Haarpracht. Bis vor wenigen Jahren war ich Kunde beim besten Friseur am Ort. Desingermöbel, "Mögen sie Cafe oder Espresso?", tolle Friseurinnen und das Beste: Kopfhautmassage von so einem jungen Ding...GENIAL" Das ganze dann für 22 Euro. Das leiste ich mir.

Aber irgendwann kam ich zu Erkenntnis, dass dies wohl doch nicht mehr ganz zu mir und meiner Lebenseinstellung passt. UND seither gehe ich zu einem "Rein-Runter-Raus"-Haarschneider. Sehe ich deshalb schlechter aus? Nur die Kopfhautmassage muss ich mir jetzt halt bei Beate holen (wir stehen hier noch in Verhandlungen).

Mein Favorit ist seit ein paar Haarschnitten ein Salon in Metzingen (gegenüber der Post am Bahnhof). Metzingen deshalb, da sieht mich keiner und ich kann ganz ungestört für 10 Euro mir meine Matte schneiden lassen.

Ja, am Donnerstag war ich wieder dort. Normalerweise hat mich seither immer ein nettes Mädel bedient, aber heute hatte der Meister persönlich Zeit - Schade dachte ich eigentlich, aber schon legte er los: Rasierapperat, Schere, Kamm, Sprühflasche zum Anfeuchten.... Alles wirbelte er flink durch einander - im Nu war ich mit einem tollen Haarschnitt ausgestattet, für den mich viele schon gelobt haben (ehrlich - Sogar unsere Familienfreundin S. fand ihn gut - und die ist eher kritisch).
Der Meister war fertig, aber halt STOP: Bevor ich fliehen konnte nahm er ein überdimmensionales Wattestäbchen aus dem Regal und besprühte es mit einer Flüssigkeit... Oh doch das nicht! dachte ich... der türkische Meister wird mir doch nicht noch die Ohren putzen.... Sodann entzündete er das Riesending.... Hilfe!!! Aber für eine Flucht war es zu spät. Mit geübter Hand prutzelte er mir den Haarflaum an meinen Ohren weg. Tat gar nicht weh, war einfach ungewohnt.

Und seither habe ich "Ohren wie Mattis Po" (O-Ton Beate) UND ich habe wieder etwas mehr multikulti dazu gelernt. Ein echt genialen Meister seines Handwerks habe mit eine tolle Frisur und ein geiles Ohr verpasst.
UND - ich geht wieder dort hin, denn so schöne Ohren hat sonst niemand in meinem ganzen Bekanntenkreis. Wie das so geht (auch bei Frauen) zeigt nachfolgendes Video.


türkischer friseur - MyVideo

Samstag, 8. Dezember 2007

Stürmische Nacht

Ja, draußen hat es gestern Nacht auch gestürmt, aber das meine ich nicht. Ich bin spät von einer Sitzung heimgekommen und das Haus war noch erleuchtet und erfüllt mit Baby-Weinen. Herzzerreißend hat Mattis gewimmert sobald man ihn hinlegen wollte. Nichts hat geholfen, selbst Paracetamol blieb praktisch wirkungslos. Es half nur rumtragen und im Arm wiegen...

Ich war heute morgen total fertig! Nicht wegen der schlaflosen Nacht, sondern wegen dem Schmerz den ich mitfühlte, und der Hilflosigkeit, und der Angst, die mich beschlich... Es war wie eine Nacht im Sturm auf dem Meer.

Just heute Morgen stand in der Bibellese von Beate: "Seid getrost, ich bin's. Fürchtet euch nicht." (Mat. 14, 22-27). Wie befreiend und ermutigend ist diese Botschaft von Jesus. Warum vergesse ich das nur immer wieder.
Egal was kommt: Wir können als Christen getrost und furchtlos durchs Leben gehen. Wollen wir das endlich oder ganz neu HEUTE anpacken? Ich wünsche mir und dir den Mut eines Petrus!

P.S. Mattis hat eine starke Ohrenentzündung - Gott wird durch Medikamente helfen. DANKE.

(Foto: Pixelio.de)

Mittwoch, 5. Dezember 2007

"Oskar" für Dettinger Jugendliche im Fernsehen

Von unseren "Rumänienhelden" gibt es ein Video. Ich bin begeistert wie die Hochdeutsch reden können. Frisch auf Youtube erschienen:

Sonntag, 2. Dezember 2007

Ein besonderer Sonntag

Kurz nach 9 Uhr machen wir uns auf den Weg.... nein nicht in den Gottesdienst (bevor ihr jetzt schimpft bitte ich bis zum Ende zu lesen). Freunde haben uns zum Frühstück eingeladen. Eine richtig gemütliche Atmosphäre hat uns da empfangen. Danke liebe Familie K. !
Eines der Kinder liest eine Andacht vor: "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen,..." und dann geht die Schlacht um Nutella, Brötchen, O-Saft,Kaffee (Foto pixelio.de)... los.
Alle sind glücklich, es schmeckt vorzüglich, die Kinder ziehen sich irgendwann zum Spielen zurück und wir Erwachsenen haben herrlich Zeit tiefe Gespräche über Glauben, Alltag, Gemeinde, Arbeit usw. zu führen. Bis um 12:30 Uhr haben wir gequatscht... Herrlich!
Nach einem kurzen Stop auf dem Weihnachtsmarkt zum Mittagessen ging eine tolle gemeinsame Familienzeit zu Ende. Aber das Highlight wartete noch.

Um 17:30 Uhr war Knospe-Gottesdienst: "Atempause im Advent". Luftholen und Gott begegnen im Trubel der Weihnachtszeit. Ein toller Gottesdienst, mit vielen neuen (Weihnachts)Lieder hat dem Tag den Höhepunkt gegeben.

Ich wünsche mir öfters solche spontanen Sonntage, ohne den traditionellen Stress der Sonntagmorgengottesdienst-Hektik. Wer sagt eigentlich dass der Gottesdienst am Sonntag morgen sein muss? Wann haben wir den Mut hier weiter zu denken?

Für uns war dieser 1. Advent auf jeden Fall ein Sonntag zum "Atem holen", zur Begegnung mit Gott und zur Gemeinschaft mit lieben Geschwistern. Ich wünsche mir und unseren Gemeinden noch viele solcher Sonntage, die vom Herrn gesegnet sind und dem "Atem holen" dienen.

Samstag, 1. Dezember 2007

Rückbesinnung auf alte Werte

Es gibt wohl doch die Tendenz, dass sich das GlobalBusiness wieder auf echte Werte besinnt, Daimler hat seinen Ausflug nach Amerika beendet und stellt wieder um auf die Erfolgssprache des Automobils: Schwäbisch!

Aus einer Workinstruction ("Zädal auf dem mo druf schdod wia mas macha soll") gibt es folgende Hinweise zur Rückübersetzung (Arme Engländer, schon wieder eine Niederlage):

Commitments - hemmer ausgmacht
workflow - so wurds gmacht
business - s gschäfd
leadership - dia wo sagen wies gmacht wird
Meeting - zamma hocka
Cluster - a Päckle macha
clustern - Päckla macha
feedback - saga was bassiert isch
Fuel economy - Sprit spara
livecycle - so alt wies wurd
lobbying - romkriega
senior manager - Scheff
chairman - Scheff
Chief Engineer - Scheff
Manager - Scheffle
Teamleiter -Scheffle
Executive Committee - elle graoße Scheff
aging workforce - alde Kollega
handout - ebbas zom mitgeba
Onepager - uf-f oem Blatt
Features - Lombakruscht
after sales - Kondadienscht
Benchmark - gugga was/wies de andere dend
brief(en) - eilerna/saga was goht
Cup holder - Tassahalter
Keyless go - ohne Schlissel fahra
Air scarf - warms Gnick
Airbag - Luftgugg
tire fit - Flickzeug
corporate - mitnander
Research - probiera/bästla
Development - bästla/probiera

Wenn ich das jetzt auf meine Berufsbezeichnung anwende, dann bin ich "A Scheffle mo am Gschäfd ommr bästlad"

Viel Spass beim Raten, was ich wirklich bin!

Montag, 26. November 2007

Arme Engländer

Die Auslosung zur Qalifikation der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ist vorbei und Deutschland hat es wieder "geschafft" eine leichte Gruppe (Russland, Finnland, Wales, Aserbaidschan und Liechtenstein müssten zu packen sein) zu erwischen.
Anders die Engländer, wieder geht es gegen Kroation (wir erinnern uns gerne an das 2:3 neulich in Wembley), auch die Ukraine und Weissrussland sind nicht ganz einfach. Naja, wir gönnen den Engländern diese spannenden Spiele.

Die haben sich jetzt auf Jogi Low eingeschossen. (Aber Jogi! So etwas tut man auch nicht, aber dafür bist du ein guter Trainer)

Sonntag, 25. November 2007

Kirche am Totensonntag überfüllt !!!!

So etwas hat es noch nie gegeben!

An einem Totensonntag, wo normalerweise der Gottesdienstbesuch mager bis sehr wenig ist platzte die Kirche in Kappishäusern aus allen Nähten.

Alle Kirchenbänke waren belegt,
alle verfügbaren Stühle besetzt,
Jugendliche drängten sich auf der Orgelbank und im Eingangsbereich und auf der Empore standen Leute, um den Gottesdienst zu verfolgen. (Der Kirchenraum war voller als bei der Einweihung, die auf dem Bild dargestellt ist, da im Mittelgang noch Stühle standen)

Was war der Grund?
Ganz einfach: Der Gottesdienst begann um 11 Uhr, es gab moderne Lieder und Kirchenlieder gesungen mit Beamer und es waren verschiedene Gemeindeglieder an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt. Die Kinder waren in ihrem eigenen spannenden Kinderprogramm im Gemeindehaus untergebracht.

Das Fazit eines neben mir stehenden Besuchers:
So muß Gottesdienst sein, dass er ankommt!
Und weiter fragt er sich, wann er einen solchen Gottesdienst auch in der Dettinger Stiftskirche erleben darf?

Ein anderes Fazit ist natürlich auch, dass eine Kirche wie die in Kappis

Samstag, 24. November 2007

Rumänien ganz nah!

Es ist kaum zu glauben, was diese jungen und jung gebliebenen Frauen und Männer in ein paar Wochen leisten können.
Ich habe heute abend Bauklötze gestaunt, als ich gehört habe, wie viel die Mädels und Jungs auch in diesem Jahr wieder an "ihrem" Projekt "Wasserkraft für Rumänien" geleistet haben.
Was mich auch erfreut hat, wie viele gerade junge Leute sich für diese Arbeit interessieren. Über 100 Menschen ließen sich von praktischer Missionsarbeit faszinieren.

Man kann allen Beteiligten zur ihrem Engagement nur gratulieren (so wie es auch schon die Frau des Bundespräsidenten getan hat) und Danke sagen. Ich bin dankbar, dass praktische CVJM Jugendarbeit auch heute noch junge Menschen motiviert sich für andere einzusetzen und dass dabei junge Leute in ihrem Glauben wachsen.
Für alle (man muss nicht jung sein) gibt es 2008 wieder die Möglichkeit für dieses Erlebnis. Am besten einfach eine Email an Friedemann (er berichtet direkt von vor Ort).

Freitag, 23. November 2007

Nachtrag: Welle der Hilfsbereitschaft - Starke Mutter

Mein letzter Post hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.
Die Leser des Blogs waren unglaublich - man merkt eindrücklich, dass viele Menschen ihr Herz am Herzschlag Jesu haben.

Nach nur wenigen Stunden des Blogeintrags war schon eine Flut an Hilfsbereitschaft da:
- Mehrere Hundert Euro Spendenzusage
- Kleider, Spielsachen, Baby-Fläschchen, Essen, Klamotten für die Mutter....

Und es hört nicht auf. Immer wieder meldet sich jemand und bittet Hilfe an....

Trotzdem muss ich jetzt hier kurz auf die PAUSE-Taste drücken.

Beate hat ein sehr intensives Gespräch mit der Frau geführt:
  • Und ist dabei auf eine gigantisch starke und irgendwie auch wilde Mutter getroffen.
  • Eine Mutter für die ihre Kinder alles bedeuten.
  • Eine Mutter die nicht jammert oder klagt.
  • Eine Mutter die trotz der schwierigen Lage die Hoffnung nicht aufgibt.

Kurz eine wahre Kämpferin.

Beate hat ihr von der Welle an Hilfsbereitschaft berichtet. Sie war total gerührt, und hat hier ganz deutlich die Liebe von Christen wahrgenommen.

Und trotzdem will sie im Moment keine direkte finanzielle oder sachliche Hilfe annehmen, denn sie zieht im Moment alle Kraft für ihre nicht gerade rosige Situation aus der Tatsache, dass sie selber dafür kämpfen kann.

Sie sagt: "Hilfe annehmen wäre momentan ganz bequem und gut, aber dann würde in ihr der Kämpferwille erlöschen und sie würde aufgeben, für ihre Familie zu ringen".

Ich denke das muss man respektieren.

Was heisst das jetzt?
Erstmal hat diese spontane Aktion gezeigt, dass es genügend wilde Menschen gibt, die ein Herz für Andere haben.
Beate ist weiter mit der Frau in sehr intensivem Kontakt. Und vielleicht ergibt sich da ja auch noch die Möglichkeit, dass es auch ein Form von Stärke ist, wenn man Hilfe annehmen kann. Wir werden auf jedenfall auf euch wieder zukommen und eure Angebote "abrufen" sobald es gebraucht wird.

Einen Traum hätte die Frau:

Ihr großer Traum wäre, wenn ihr Mann (spricht gebrochen Deutsch) eine dauerhafte Arbeit finden würde. Er hat leider keine Ausbildung, aber hat schon bei verschiedenen Firmen als Produktionshelfer gearbeitet...

Was es sonst noch für Ansatzpunkte für Hilfe und Begleitung gibt, wird die Beleitung der Familie durch Beate (vielleicht macht ja noch jemand anders mit) zeigen.

So viel ganz kurz.
Ich halte euch weiter im Blog auf dem Laufenden. Bei weiteren Fragen und Ideen einfach mailen oder anrufen.

Wunderbar - Munzi in der Synode


Der Wunsch war geblieben - da muss doch irgendwo falsch gezählt worden sein - Fragen über Fragen - jetzt ist es amtlich!

Markus Munzinger hat um 13 Stimmen die Wahl gewonnen. Das vorläufige Endergebnis findet ihr hier.
Herzlichen Glückwunsch Markus!
Wir wünschen Dir Gottes Weisheit und Segen bei deiner Arbeit.

Montag, 19. November 2007

1200 Euro - 3 Kinder - Na und?

Liebe Freunde,
wenn ich diese Zeilen schreibe, dann habe ich Tränen in den Augen, denn gerade hat mich die "Soziale Kälte" erreicht.

Da gibt es doch tatsächlich (nicht nur im Fernsehen) direkt bei uns in unserer wohlsituierten Nachbarschaft eine Familie mit 3 Kinder (3 Jahre bis 3 Monate) und die müssen mit etwa 1200 Euro pro Monat auskommen!

Die Mutter müsste dringend eine Röntgen-Untersuchung machen, aber das geht nicht, denn sie muss unbedingt stillen, denn die Babynahrung wäre unbezahlbar im Moment.
Die Mutter geht nachts um 1 Uhr aus dem Haus (zuvor stillt sie nochmal) und trägt bis 6 Uhr Zeitungen aus, um dann wieder zum nächsten Stillen da zu sein.

Der Vater arbeitslos und ohne Deutschkenntnisse.

Schicksal könnte man sagen, aber dieses Schicksal ist doch nur 150 Meter entfernt von mir!
Schicksal könnte man sagen, aber diese Menschen sind ein Teil unserer Gemeinde (und wollen demnächst ihr Kind taufen lassen)!

Wie geht es dir damit? Klickst du einfach weiter? Oder hast du eine Idee, wie wir hier ganz konkret als Kirchengemeinde und CVJM helfen können?

"Wer hat einen Job für den Vater?
Wer hat Klamotten für die Kids?
Wer hat vielleicht sogar Zeit für die Familie und hilft praktisch mit?
Wer ? Wenn nicht wir? " (würde wahrscheinlich Jesus fragen)

Wenn du mithelfen kannst, dann melde dich bei mir!

Sonntag, 18. November 2007

Ein anderer Gottesdienst

Viele die ich kenne diskutieren gerade mit, wenn es um die Frage geht, wie sich der Sonntag morgen Gottesdienst weiterentwicklen könnte, dass auch junge Menschen sich wieder hingezogen fühlen.

Bei der letzten Kirchenwahl hat sich dieses Thema fast jeder Kandidat auf die Fahnen geschrieben... Jetzt geht es ans Handeln, denn zu viel Zeit bleibt nicht mehr...

Einen faszinierenden Ansatz fährt dabei der CVJM Esslingen in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Kirchengemeinde. EIN anderer Gottesdienst!

Was mich an dem Esslinger Konzept fasziniert ist dass es nicht um Professionalität oder eine bestimmte Art von Liturgie geht, sondern es geht darum, dass ein weiterentwicklter landeskirchlicher Gottesdienst wieder attraktiv für Junge und Alte ist. Ganz interessant finde ich auch die zu diesem Gottesdienst gemachten Umfrage.

Unserer ganzen Familie hat es gefallen. Die Kinder fühlten sich im Kinderprogramm wohl und wir Erwachsene waren von Predigt, Lobpreis und Begebung berührt. Es hat uns wieder mal gezeigt, dass Vieles möglich ist, wenn nur der Wille da ist. Der Geist Gottes verbindet ganz unterschiedliche Menschen.

Samstag, 17. November 2007

Neuer Fernseher!

Was ich noch ganz vergessen habe ist die Neuigkeit, dass wir vor einer Woche den Platz an dem sonst unser Fernsehgerät stand umgestaltet haben....
Nach einem kurzen AAAhhhh-Effekt bei den Kids (und bei mir) war es eigentlich gar nicht schlimm und ich muss sagen, dass man durch diese Umgestaltung sehr viel Zeit für andere Dinge (z.B. Bloggen) gewinnt.
Allein sind wir ja in dieser Art von Wohnungsgestaltung und damit Lebensgestaltung nicht. Sogar das postmoderne Kultmagzin NEON hat diesen Trend aufgegriffen und 15 gute Gründe für diesen Schritt geliefert.

Vielleicht könnten wir ja eine gemeinsame Aktion starten: "Bis Weihnachten ohne Fernsehen!". Wer ist dabei? Bitte melden!

Ich werde mal bei Gelegenheit berichten, wie es uns mit dieser neuen Lebensart geht. Einstweilen noch ein Tipp zur Alternative (am Besten mit einem Glas Rotwein geniessen)

40.000 Verwundete und Tote am 24. Juni

Gestern war ich beim 100 jährigen Jubiläum unseres örtlichen DRK. Ein Festabend wie so Festabende halt sind, Grußworte, Essen & Trinken, Rückblicke...

Ein Video über die Geschichte des Roten Kreuzes und seinen vielseitigen Einsatz hat mich besonders beeindruckt. Es war der 25. Juni 1859. Ein gewisser Herny Dunants war geschäftlich in Oberitalien unterwegs und stieß besagten Samstag (ein Tag nach der Schlacht) auf das Dörfchen Solferino. Eine der schrecklichsten Schlachten war zu Ende gegangen . 40.000 Menschen tot oder verwundet.

Dieses schreckliche Leiden rührte Dunants so sehr, dass er später schrieb:

„[...] Die Sonne des 25. Juni beleuchtet eines der schrecklichsten Schauspiele, das sich erdenken läßt. Das Schlachtfeld ist allerorten bedeckt mit Leichen von Menschen und Pferden. In den Straßen, Gräben, Bächen, Gebüschen und Wiesen, überall liegen Tote, und die Umgebung von Solferino ist im wahren Sinne des Wortes mit Leichen übersät. Getreide und Mais sind niedergetreten, die Hecken zerstört, die Zäune niedergerissen, weithin trifft man überall auf Blutlachen. [...]“
(Henry Dunant: Eine Erinnerung an Solferino.)
Es war für Henry Dunant die Motivation dass er spontan vor Ort Hilfe organisierte und jedem (egal welcher Nationalität) half so gut es eben ging. Dieser schreckliche Eindruck von Solferino war die entscheidende Motivation für Dunant 1853 das Rote Kreuz zu gründen.

Jetzt könnte ich schnell zu den allgemeinen Jubiäumfeierlichkeiten zurrückkehren, wenn ich nicht wüsste, dass genau dieser Dunant nicht auch 1855 mit dabei war den weltweiten CVJM in Paris zu gründen.

Dunant war überzeugter Christ, der CVJM war für in Sinnbild für eine "weltweite geistliche Familie". Dabei hatte Dunant aber nicht nur den Blick auf das "Familienleben" innerhalb des CVJM in Genf oder weltweit, sondern sein Engagement für Menschen in Not (egal wie fromm) war Leitmotiv für sein Leben und Handeln als Christ.

Ich wünsche mir, dass wir als weltweite CVJM-Bewegung, aber auch ganz besonders wir CVJMs in Deutschland diese "Außensicht" auf die Nöte der Menschen neu lernen und einfach handeln!

Donnerstag, 15. November 2007

Franz Müntefering begeistert mich

Als ich die Nachricht vom Rücktritt Münteferings im Radio gehört habe, dachte ich "Na der hat halt keine Lust mehr, sich mit Beck und Co. rumzuärgern". Ein Rücktritt mit toller Pension - wie schon so Viele!

Als ich dann heute von der Krebserkrankung seiner Frau gehört habe, habe ich tiefen Respekt für seine Entscheidung empfunden. Um so mehr wundert es mich, dass "Münte" dabei ausdrücklich betonen musste, dass es "ausschliesslich private Gründe gebe" für den Rücktritt. Warum muss er das? Warum darf er nicht einfach sagen, dass es Wichtiges und Wichtigeres gibt?

Es scheint so, dass man sich in Deutschland dafür entschuldigen muss, dass Menschlichkeit, Ehe, Familie und andere nicht beruflichen Wichtigkeiten eine höhere Priorität haben als der berufliche Erfolg.

Aber das kennen wir ja auch in anderen Bereichen: Wie viele Frauen (und Männer) müssen sich dafür rechtfertigen, wenn sie statt Karriere sich zuerst um die kleinen Kinder kümmern, und dabei sogar noch Spass und Erfüllung empfinden. Die Diskussion, angestossen von Eva Herman, hat dies ja eindrucksvoll gezeigt.
Wie viele Menschen haben sich für die Karriere entschieden und sehen ihre Kinder nur noch wenn diese Schlafen oder am Wochenende? Jeder muss diese Entscheidungen selber treffen, aber was wir dringend in unserere so scheinbar toleranten Gesellschaft brauchen ist eine neue Toleranz für Lebenmodelle die dem Leben entsprechen, wie Gott es sich ausgedacht hat.

Ich wünsche Frau Müntefering und Herrn Müntefering ganz viel Kraft und Gottes Segen. Ich wünsche mir, dass es noch mehr Menschen gibt die für solche Prioritätsverteilung offen sind. (Foto: www.bundestag.de)

Polen, Polen,...

Heute möchte ich mich kurz aus Krakau, Polen melden.
Ist ein total interessantes Land, leider haben wir kaum Zeit die Gegend anzuschauen.
Was mir besonders auffällt ist die Geschäftigkeit und der Trend zum Konsum. Alle Menschen (fasst alle) sind super modisch gekleidet und an allen Ecken und Enden ist Werbung in großen Tafeln zu sehen. Die Preise dieser Dinge liegen etwa so wie bei uns, aber das Problem ist, dass die Leute deutlich weniger verdienen wie wir. Wie funktioniert das?

Ich beobachte so ganz oberflächlich eine Mischung aus katholisch geprägter Sittsamkeit (Sauna im Hotel wird stundenweise an Männer und dann wieder an Frauen vergeben) und kirchlicher Tradition (Menschen gehen an einem Wochentag in die Kirche) auf der anderen Seite jede Menge Werbung, die nach dem Motto funktioniert "Sex sells" bis hin zu Restaurantketten, die auf dieser Ebene um Kunden werben.

Was ich mich frage ist, wo bleiben hier die Christen?
Ein Land mit riesiger christlicher Tradition (und einem eigenen Papst) entwickelt einen Kapitalismus,der viel extremer scheint, als bei uns. Ich sehe nicht, dass christliche Werte, wie sie die alte Kirche vertritt, auf Dauer noch Gehör finden.
Mit ist jetzt hier in den drei Tagen Kraukau wieder klar
geworden, dass es notwendig ist, dass Christen "in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt" ihren Glauben leben. Durch ihre Präsenz im Alltag die Hoffung von Jesus Christus in die Welt tragen. Tradition wird nichts bewirken, aber ein mitleben und ein sich kümmern um z.B. den Obdachlosen, der durch die Innenstadt von Krakau irrt und um Essen bettelt. Oder dass es Christen gibt, die faszinierende Restaurants eröffnen, in denen Kunden erleben, dass von Gott begeisterte Menschen begeistert auf die Gäste wirken.

Sonntag, 11. November 2007

14 Stimmen zu wenig!

Liebe Freunde,
die Wahlnacht der Kirchenwahl geht zu Ende. Die Entscheidung im Wahlkreis 24 liegt als erst in ganz Wüttemberg vor und nur 14 Stimmen haben gefehlt, dass auch weitere 6 Jahre in der Synode für eine Kirche gerungen wird, die für Aufbruch und Erneuerung steht.
7 Leute haben gefehlt, dass Markus Munzinger seine hervorragende Arbeit für eine Kirche nach biblischem Vorbild fortsetzen kann.
7 Leute haben gefehlt, dass auch der Bezirk Bad Urach seinen Beitrag leistet zu einem Aufbruch in unserer Württembergischen Landeskirche.
7 Leute haben sich für die Pflege von alten Traditionen und das uneingeschränkte festhalten an überkommenen Strukturen entschieden, anstatt einer generationsübergreifenden Gemeindeentwicklung Raum zu geben.

Für uns in Dettingen mag es aus eigenem Blickwinkel den Vorteil haben, dass Markus nicht auch noch Zeit und Energie für ein Kirchenparlament "verschwendet", in dem viele Synodale den Fragen und Themen der jetzt lebenden Menschen um Jahre hinterher hinken.
Wir können froh sein, dass 6 andere Synodale von "Kirche für Morgen" hier zitronenfrischen Wind reinbringen werden.

Herrn Schüz und Frau Zeifang kann man nur viel Weisheit und Gottes Segen für ihre Aufgabe wünschen.

Lieber Markus!
Schade, dass 14 von 42385 Stimmen fehlten. Der Herr weiss warum das so ist. Ich wünsch dir für die vielen Aufgaben weiterhin so viel Hingabe und Freude. Der Herr segne dich.

Samstag, 10. November 2007

Willow auf dem Weg zur Postmoderne?

Gerade ist der letzte Willow Creek Kongress in Wetzlar zu Ende gegangen.
Alle die dort waren berichten von einer sehr gesegneten und ermutigenden Veranstaltung.
Ich war leider nicht dort, aber ich freu mich mit den Geschwistern, dass sie ermutigt zurück kommmen und dass gerade auch die Frauen ganz neu für ihr Engagement in der Gemeinde ermutigt wurden.

Ich selber häng noch immer in meinen Überlegungen zum Stichwort "christliche Subkultur" herum. Ich hab ja neulich auch über meine Gedanken zum Worship berichtet.
Interessant finde ich, dass ich jetzt auf den Blog von Nancy Beach gestoßen. Auch sie macht sich ähnliche Gedanken zum Thema Worship als Subkultur. Sie schreibt über die Zukunft des Worship:

"... she (Sally Morgenthaler) believes the worship subculture is in a major decline, and that we need to have the guts to start over and re-invent together what our gatherings should be going forward. I share her concerns that much of the Christian worship music all sounds alike, and is easily distinguishable from where secular music has gone. I also believe that our gatherings have become far too predictable, dependent almost exclusively on music and teaching while abandoning many other art forms and communication tools. A worship subculture exists, and in most of our churches, we cannot point to huge gains in reaching those outside the church with our weekly worship gatherings. So what does all this mean?"
Dass ihr mich richtig versteht. Ich geniesse die Art von Lobpreismusik, wie sie Willow praktiziert, aber ich finde es wichtig, dass wir dabei den Blick nicht ausschliesslich auf uns selbst und unsere Befindlichkeit richten, sondern auch hier darauf achten, dass wir "in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt" unser Christsein leben.

Ich finde es klasse, dass Nancy (und Willow) den Mut hat, auch über ihre momentan gelebte Kultur nachzudenken. Manchmal meine ich zu erkennen, dass die Zeichen der Postmoderne bei Willow erkannt wurden und sie unter ihrem neuen Leiter Gene Appel sich auch auf machen zu einer Gemeinde, die auch nichtmodern empfindende Menschen erreichen will.

So schreibt Gene Appel in der WillowNews vom Juni 2007:

"Ohne Veränderung sterben unsere Gemeinden. Wir haben darum gar keine Wahl, wenn es um Veränderung geht! Wenn wir als Gemeinde Jesu bestehen wollen, dann müssen wir uns verändern - immer wieder! Dabei ist es nicht die Botschaft, die sich verändert! Das Evangelium ist ewig! Gottes gute Botschaft verändert sich nicht. Was sich ändert, sind die Formen, in denen wir das Evangelium zu den Menschen tragen. Die Strukturen, in denen Gemeindeleben geschieht. All das ist zeitlich und muss immer wieder angepaßt werden, um die Menschen zu jeder Zeit zu erreichen.
Wer Veränderungsprozesses anstößt, muss aber deutlich erklären, warum die Veränderung nötig ist! Häufig machen wir den Fehler, dass wir 10 Prozent unserer Kraft dafür aufwenden, das Problem zu benennen und 90 Prozent, um die Lösung zu erklären. Wenn aber die Menschen das Problem noch gar nicht verstanden haben, werden sie sich der Lösung verschließen und die Veränderung blockieren. Wer dauerhaft Veränderung gestalten will, muss dafür Sorge tragen, dass die Menschen die Notwendigkeit der Veränderung wirklich verstanden haben!"

Wenn ich hier Appel richtig verstehe, dann bereitet er Willow gerade auf eine Veränderung der Formen vor. Wie wird hier wohl der Worship ausschauen? Was wird im Zentrum stehen? Ist zukünftig noch der "Gottesdienst für Suchende" im Mittelpunkt?

Fragen über Fragen.
Die nicht weniger werden, wenn ich auf Revael stoße. Dies ist eine Zusammenfassung von Ergebnissen einer Studie zur Effektivität von Willow im Bereich Jüngerschaft, also geistlicher Reife und Wachstum. Darin erforschten sie die Effektivität der verschiedenen Programme bei Nichtchristen und Christen verschiedener Reifegrade. Die Ergebnisse könnt ihr unter Reveal und in einem Buch nachlesen. Bill Hybels kommenentierte die Ergebnisse in einem Video mit "“We’ve made a mistake!”
Hybels stellt darin fest, dass Willow scheinbar super darin ist, dass "entkirchlichte Menschen" errecht werden, aber recht uneffizent darin, dass Menschen zu "total hingegebenen Nachfolgern Jesu Christi" werden.

Für mich stellt sich die Situation bei Willow gerade so dar (ich würde gern mal mit Bill darüber diskutieren), dass der Fokus auf "Seeker Service" sehr stark ergänzt werden muss um einen Fokus auf geistliches Wachstum, dass nicht "vorgekaut" wird von der Gemeinde... "To become Self-feeder" im Bereich persönliches geistliches Wachstum. Christen müssen lernen selbst sich um die geistliche Nahrungszufuhr zu kümmern, anstatt nur zu konsumieren.

Was hat das mit Postmoderne zu tun?

Ich glaube, dass wir als deutsche Gemeinden, die so langsam die Ziele von Willow Creek kapiert haben, gut beraten sind, die Suche der Menschen nach Spiritualität nicht ausschliesslich mit "wohlgeformten" Gottesdiensten mit tollem Lobpreis zu begegnen. Wir müssen darüber hinaus unsere lutherische Tradition wieder entdecken und soli scriptura und solus Christus unserer Gemeinde stellen. Die Generationen der Postmoderne, wollen nicht nur perfekte Gottesdienste, sondern sie sind fasziniert vom Geheimnis der göttlichen Offenbarung in der Heiligen Schrift. Die Menschen des 21. Jahrhunderst brauchen neben wohlgeformten programm-orientierten Gottesdiensten wieder Räume in denen sie ganzheitlich Gott begegnen können.
Ich stimme mit Willow nicht (mehr) überein, dass es darum geht ein neues "Jüngerschaftprogramm" (Reveal) aufzulegen, sondern dass es wichtig ist, dass wir Menschen dazu befähigen, dass "Christus in Ihnen" (siehe besondes Ian Thomas) zur Entfaltung gelangt.




Sonntag, 4. November 2007

Kulturen - wo gehöre ich hin?

Lobpreisnacht - meine Erste (Subkultur 1)

...und ich bin gerne hin gegangen, obwohl ich sack müde war (von der Montage des Haller-Systems). Und ich muss sagen, dass es mir echt gut getan hat. Viele bekannte Lieder zusammen mit vielen anderen Gleichgesinnten... Gott wirklich erleben!

Gott wirklich erleben?
Im ersten Teil ging es mir wie Toby: Es ist mir heute einfach bei vielen Texten viel zu schwer gefallen aus richtig tiefer innerer Überzeugung zu singen. Bei vielen Lieder fühlte ich mich viel zu weit weg von Gott, dass ich das jetzt so sagen konnte/könnte/durfte...

Ein zweiter ruhiger Teil schloss sich an: Hier wurde durch die einzelnen Lieder und Gebete zum Ausdruck gebracht, was Gott für mich getan hat, welche tiefe Liebe er für mich als Sünder empfindet und was für ein Fels der Hoffnung und der Zuversicht er für meinen chaotischen Alltag ist. Das hat mich angesprochen... Da wurde ich von Gott neu berührt....

Was ich hier gebraucht hätte, wären Momente der Stille (auch soundtechnisch), Möglichkeiten des persönlichen Gebets, vielleicht ein paar Kerzen, das Angebot einer Segnung,... (auf jeden Fall etwas das mich neben dem Singen auf einem anderen Kanal angesprochen hätte)

Der Abend ging rockig und fetzig seinem Ende entgegen: "Dancing generation" haben dann Alle mit gesungen (oder besser gegröhlt?)... Mit einem ruhigen Segenslied wurden wir in die "Wirklichkeit" entlassen.....

McDonald (Subkultur 2)
Weil es wohl so "Tradition" ist, und weil wir Hunger hatten sind wir noch in den "Mäc" gefahren. Was waren wir erstaunt über die vieeeeeeeeeeellllllllllllll Leute dort (nachts um 23:45 Uhr). Die waren viel jünger als dort beim Worship, die hatten ganz andere Klamotten (das knappe T-Shirt eines Mädchen trug vorne z.B. die Aufschrift "take that - never forget") an und die hatten ganz andere Themen und Ziele. ABER ich glaube die hatten ein gleiches Anliegen: Sie wollten wie wir einen geilen Abend verbringen. Abdancen, Auftanken, Spass haben und was erleben....

Mich bewegt auf der ganzen Fahrt dieser Subkultur-Gedanke: Sind wir "Frommen" nicht oft in unserer heilen Welt, die wir sicher manchmal brauen um Aufzutanken, gefangen?
Ist es nicht genauso komisch ca. 60 min zu einem Worship zu fahren, als dass man um 23:45 Uhr sich noch beim "Mäc" was reinzieht, um wieder fit für die Piste zu sein?

Fragen über Fragen, aber dunkel erinnere ich mich an das Zeitgeist Buch, dass da das Thema "Subkultur" auch behandelt wird. Ich such es bei Gelegenheit raus! (wollte eh noch darüber bloggen)

P.S: Liebe Freunde vom weissen Sharan:
Ich fahr mit euch gerne mal wieder zur Lobpreisnacht. Es war echt toll, auch wenn ich gerade nachdenklich bin.

Samstag, 3. November 2007

Ich bin Papa...

... das wisst ihr ja schon, aber jetzt habe ich www.ichbinpapa.de entdeckt und einfach gedacht, dass ich hiervon euch berichten sollte. Das Ziel dieser Website ist es, dass auch Väter die Möglichkeit haben sich zu vernetzen und sich über ihre Vaterrolle auszutauschen. Es gibt verschiede Foren, Info-Ecken und eine Übersicht über Väterorte....

Donnerstag, 1. November 2007

Aldi - ich hab es getan!

Endlich schreibe ich mal wieder... leider ist im moment viel los und da bin ich ein Bischen ins Hintertreffen gekommen....

Aber gestern habe ich mir bei Aldi ein neues Notebook geholt.... Jetzt muss ich nicht immer im Büro verschwinden, wenn ich bloggen will, sondern kann das gemütlich bei den Anderen im Wohnzimmer machen - Vielleicht bringt es was, denn Gedanken habe ich immer noch viele im Kopf....

Sonntag, 21. Oktober 2007

"Hurra es schneit!!!!!!!!!!!!"

Wie wild geworden stürmen heute früh Punkt 8:15 Jan-Lukas und Naomi zu uns ins Schlafzimmer und teilen uns die für sie so freudige Neuigkeit mit... Schnell wird der Rollladen hochgemacht und auch wir müssen mit unseren verschlafenen Augen in die weiße Landschaft blicken....

Riesige Freude bei den Kindern - sie rufen gleich auch noch der Oma an - Die frohe Botschaft muss in die Welt hinaus!

Gelangweilte Gesichter bei uns Erwachsenen - Kälte, Winterreifenmontage, nasse Klamotten, ect. bestimmen die Gedanken.

Mir fällt Jesus ein: "Seid wie die Kinder...." Ob er das so gemeint hat????

Sonntag, 14. Oktober 2007

Wilde Woche

Liebe Freunde,
sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber eine wilde Woche liegt hinter mir.

Montag:
Mein erster richtiger "freier Montag". Elternzeit hat begonnen. Ich bin echt dankbar, dass ich die Chance habe und auch bei einem Arbeitgeber arbeite, der Elternzeit in Teilzeit fördert. Ich bin gespannt auf die neuen Aufgaben: Frühstück richten, Kinder in die Schule/Kidi bringen, mit vielen Müttern in den Schwimmunterricht fahren, Einkaufen, Kochen.... echt hart dieser neueJob! Aber auch super spannend.

Dienstag:
Früh morgens geht es ab nach Braunschweig zum Kunden. Ein tolles Gespräch, mit interessanten Chancen. So macht Vertrieb Spass. Leider bin ich mit Fahrt 15 h unterwegs und der Abend mit der Familie ist nicht möglich.

Mittwoch:
Business as Usual - und am Abend geht es zur Berufungsanalyse bei einer Baptistengemeinde. Ich finde es ganz toll, dass ich hier als Co-Trainer Erfahrungen sammeln darf und dabei beobachte, wie Gott Menschen unterschiedlich begabt und sie in ihren Dienst in der Gemeinde beruft.

Donnerstag:
Nach langem Arbeitstag bin ich gespannt auf Dieter Braun.
Er spricht über "Liebe - Freundschaft - Sexualität" im Mitarbeitertreff des CVJM. Wer einen Bibelabend erwartet hat, der war er eher enttäuscht - hier hat er auf die Ausarbeitungen von Volker Gäckle (z.B. hier) verwiesen - aber Dieter Braun hat seinen sehr seelsorglich und persönlich geführten Ausführungen, die er entlang von Fragekärtchen aus dem Publikum beantwortete, in den Kontext der Bibel und in eine gelebte Beziehung zu Jesus Christus gestellt.

Ein Bild ist mir dabei besonders hängen geblieben:
"Beziehung ist wie das Betreten eines Hauses (Blockhaus?) . Man schaut sich um und lernt Raum für Raum kennen. Man unternimmt Dinge, hat Gespräche, gute Gemeinschaft (im Wohnzimmer?), das Essen schmeckt und irgendwann stellt man fest, dass der Raum der Ehe (Schlafzimmer? grins!) dran ist"

An dieser Stelle bewegt mich oft die Frage:
"Warum heiratet ihr dann nicht und macht es öffentlich fest, wie es Gottes Idee für uns Menschen ist?"
Häufige Antwort: "Geht nicht, weil....
Gegenfrage: Seid ihr dann wirklich schon bereit für den Raum der Ehe?

Bei vielen "Weils" muss sich aber auch die Gemeinde fragen lassen: "Was tut ihr dafür, dass diese "Weils" (kein Geld, keine Wohnung, Hochzeit zu teuer,...) überwunden werden können?

Spannend, spannend... wir alle, egal ob verheiratet, Single oder frisch verliebt müssen uns hier neu fragen lassen, an welcher Stelle wir Kompromisse mit den Trends der Gesellschaft eingehen und wo wir wirklich uns neu auf die "Idee Gottes" für unsere Beziehungen konzentrieren müssen.

Freitag:
Nach getaner Arbeit geht es wieder zum Berufungsanalyse-Seminar.
(So langsam gehen die Abendtermine der Familie auf die Nerven)

Samstag:
Letzter Tag der Berufungsanalyse - es ist einfach genial dabei zu sein, wie Menschen ihre Berufung für Gemeinde und andere Bereiche des Lebens neu entdecken. Es ist faszinierend, wie Gott sehr unterschiedliche Gaben, Fähigkeiten und Persönlichkeiten in einem Menschen vereint haben.

Sonntag:
Endlich Pause und Zeit für Familie. Wir haben den Tag auf der Alb genossen.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Wächter & Rüstung

Heute ist unser Tag so gar nicht nach dem Motto des Nationalfeiertags "Einigkeit und Recht und Freiheit" verlaufen. Irgendwie waren alle etwas motzig und es gab so manchen Streit. Besonders Jan-Lukas und Naomi schwanken sehr stark zwischen Einigkeit und Streit.

Beim Zubettgehen haben wir nochmal darüber gesprochen. Und da stellt Jani (8) ganz einfach fest, dass das wohl heute oft nicht so war, wie Jesus das machen würden (Anmerkung: Er hat neulich in der Kinderkirche ein WWJD Bändchen bekommen). Im tat es plötzlich Leid, wie er zu seiner Schwester war, er will das nicht, er will ja schliesslich als Freund von Jesus leben.

Im Abendgebet bittet er das Gott "Wächter" schickt, die unser Blockhaus bewachen und uns eine "Rüstung" anzieht, dass der Teufel nicht weiter unser Herz beeinflussen kann, um zu streiten.

Beate und ich fanden dieses Blick genial. Jan-Lukas geht von der Realität der beschützenden Engel, von der Realität der Gegenwart Gottes in einer kindlichen Selbstverständlichkeit aus. Er glaubt an den wirksamen Schutz Gottes, ohne das Wirken des Heiligen Geistes theologisch erfasst zu haben. Jani vertraut auf die Waffenrüstung Gottes, ohne je den Epheserbrief gelesen zu haben.

Ich will ermutigt sein - und euch ermutigen, wieder den kindlichen Glauben anzunehmen und auf die "Engel Gottes" und auf seine "Waffenrüstung" zu vertrauen.
Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufel bestehen könnt." (Eph. 6,11)

Dienstag, 2. Oktober 2007

Ernte Dank

Wir haben neulich Tomaten geerntet und Beate hat daraus köstliche Vorräte für den Winter gezaubert. Findet ihr nicht auch?
Heute habe ich ein neues Stichwort aufgeschnappt: "Geistliche Ernte feiern!"
Diesen Impuls fand ich nachdenkenswert....
An vielen Stellen sind wir als Gemeinde am Säen und machen und tun.
Und dann fällt mir das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld ein. Und dann entdecke ich schnell nur die harten Felsen, die Dornen und Distel und sonstigen Unwegbarkeiten der Gemeindearbeit. ABER es gibt ja auch noch den Bereich mit dem guten Boden, wo vieles wächst.

Ich habe den Eindruck, es ist gut hin und wieder Pause zu machen, um auf Jesus zu hören, wenn er sagt:
"Macht doch eure Augen auf und seht euch um! Die Felder können abgeerntet werden" (Joh. 4,35)

Erntedank! Für welche "geistliche Ernten" können wir in unseren Gemeinden von Herzen dankbar sein! Wie feiern wir in unseren Gemeinden und CVJMs Gottes reiche Gaben, oder hat uns der deutscher Pessimisus und die schwäbische Schaffenskraft bereits den Blick verstellt auf das Gewachsene, das wir ernten durften/dürfen.

Wie könnte es ganz praktisch aussehen, wenn eine Gemeinde sich über Gottes Gaben freut?

Erntedank! Ein weiterer Gedanke drängt sich auf. Pfingsten. Gaben des Heiligen Geistes. Klaus Teschner hat mal gesagt: "Jeder Christ ist ein Charismatiker, weil er von Gott begabt wurde"....
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus staune ich, was für ein Schwung durch Gmeinden geht, wenn sie die vielfältigen Gaben ihrer Mitarbeiter entdecken, feiern, einsetzen UND dafür danken. Ich freu mich schon, an einem solchen Prozess demnächst wieder dabei zu sein!



Ich hab da mal ne Frage....

Am 11. November sind Kirchenwahlen. Auch die Vertreter der Landessynode werden neu gewählt. Jetzt ist mir das lokale Mittelungsblatt der Kirchengemeinde in die Hände gekommen, wo die Kandidaten vorgestellt werden....

Ich dachte, es ist doch bestimmt interessant, wenn die Kandidaten auch das postmoderne Medium des Blogs kennenlernen und ich ihnen in loser Folge immer wieder eine Frage stelle. Die Kommentarfunktion ist für die Antwort und für die Diskussion mit anderen Bloglesern nutzbar.

Knut (Foto: pixelio.de) ist verantwortlicher Mitarbeiter im CVJM und in der Kirchengemeinde. Seid über 20 Jahren leitet er verschiedene Kreise. Knut ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat 2 Kinder und trägt einen verantwortlichen Job in der Wirtschaft.
Bei seinen verschiedensten Aufgaben in der Gemeinde und im CVJM muss er in Andachten, Seelsorge und Begeltung sehr viel geben, deshalb sucht er einen regelmäßigen Gottesdienst, in dem er durch eine klare Predigt UND zeitgemäßem Lobpreis UND gelebter Gemeinschaft auftanken kann. Er hat im Kirchenbezirk viele Angebote besucht, leider ohne Erfolg. Um nicht auszudorren geht er regelmäßig in einen nahgelegenen freikirchlichen Gottesdienst.

Frage 1 an die Synodal-Kandidaten:
Was wollen Sie für Menschen wie Knut in den nächsten 6 Jahren tun? (Kommentarfunktion siehe unten)

P.S:
Folgende fünf Kandidaten bewerben sich für den Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen für diese Aufgabe:

Dekan Harald Klingler (57 Jahre)

Gesprächskreis: Lebendige Gemeinde



Pfarrer Matthias Krack (Jg. 1969) ,
Arbeitsgemeinschaft: Kirche für Alle
Gesprächskreis: Evangelium und Kirche



Markus Munzinger (Jg. 1970)

Gesprächskreis: Kirche für Morgen



Christoph Schüz (Jg. 1947),
Arbeitsgemeinschaft: Kirche für Alle
Gesprächskreis: Evangelium und Kirche



Cornelia Zeifang (48 Jahre)

Gesprächskreis: Lebendige Gemeinde

Sonntag, 30. September 2007

Toller Empfang!

„Hi Hurensohn, geh heim und fick deine Mutter!“...so wurde ich noch nie empfangen, wenn ich irgendwo "im Auftrag des Herrn" unterwegs war.
Letzte Woche hatte ich z.B. ein Referat im Alphakurs: "Wer ist Jesus" war das Thema. Alle hörten brav zu und lachten über meine eingestreuten Jokes und wurden ganz aufmerksam, als ich von meinen Erlebnissen mit Jesus erzählt habe...

Ich finde es toll, dass wir gerade Alphakurs haben, und ich findes es toll, dass wir dadurch es wirklich wagen und erleben Menschen zu erreichen, die bisher Jesus noch nicht kennen....

ABER:
Ich frag mich, wann die Zeit kommen wird, dass wir als CVJM und als Gemeinde auch Menschen begegnen können, die so gar nicht auf unserer Wellenlänge liegen. Toby in Marburg hat das erlebt. Marburg ist nicht Dettingen, aber ich bin davon überzeugt, dass es Bereiche in unserem Ort gibt, die wir noch gar nicht kennen und wahrhaben wollen.

Mein Traum ist, dass wir die Zeit nutzen, um uns vorzubereiten (im Gebet) auf Begegnungen mit der Begrüßung: „Hi Hurensohn, geh heim und fick deine Mutter!“. Ich wünsch mir, dass der Heilige Geist uns reif macht und solche Menschen zu lieben. Ich bin gespannt, was Gott hier mit unserer Jugendarbeit vor hat.

Das Erlebnis von Toby macht Mut, dass wir uns auf unseren Gott verlassen können. Ich freu mich auf eine spannende Zeit!

Montag, 24. September 2007

Cleanpark - Erlebnis

Zugegeben, meine landwirtschaftliche Maschine war extrem dreckig, als ich am Samstag im Cleanpark vorgefahren bin. Der ganze Schmutz von 2 Stunden Arbeit klebte unter dem Mulchgerät (überdimensionaler Rasenmäher).

Deshalb habe ich für 4 Euro die ganze Maschine gereinigt. Gerade als ich wegfahre, kommt der Angestellte um die Ecke und gibt mir unmissverständlich zu verstehen, dass es eine Unverschämtheit wäre so einen Dreck zu hinterlassen...

Ich bin später nochmal an der Anlage vorbei gefahren. Es gibt dort kein Schild, dass nur saubere Fahrzeuge gereinigt werden dürfen. Noch nicht!?

Mir sind unsere Gemeindehäuser und Kirchen dabei eingefallen, auch hier habe ich manchmal den Eindruck, dass "schmutzige" Menschen nicht so gern gesehen sind. Aber Jesus hat doch gesagt: "Kommt her zu mir alle die ihr mühselig und (mit Schmutz) beladen seid..."

Dazu passt auch das Kommentar von Knuddel: "Darf man bei uns noch zum Glauben kommen?"

Sonntag, 23. September 2007

Warum blogst du?


So fragen mich Viele, wenn sie über meinen Blog erfahren.
Einige finden es interessant, geniessen es die letzte Sonntagspredigt nachzulesn.
Einige finden es interessant interessante Themen zu Kirchenwahl und Gemeinde, Jugendarbeit und Mission zu entdecken.
Bei den privaten Einträgen hört bei vielen der Spass auf. Wie kannst du so offen über dein Christsein reden, schliesslich kann die ganze Welt dadruch deine Einstellung "ergooglen"? ist nur eine der (harmloseren) Fragen, die mir gestellt werden? Viel drastischer fällt die Rückmeldung aus, wenn ich aus der Familie und aus meinem Alltag berichte...

Warum blogst du?
Ganz einfach, weil es Spass macht. Weil ich mit meinen Einstellungen mich nicht verstecken will und weil ich es interessant finde, was für Reaktionen es auslöst.

Zugegeben, viele Kommentare bekomme ich nicht, aber was mir die Freunde so im Gespräch spiegeln zeigt schon, dass die Inhalte des Blog Anstoss geben können....

Warum blogst du? - Weil ich es spannend finde.
Ich freu mich auf deine Kommetare.

Donnerstag, 20. September 2007

Munzi im Fernsehen

Ich sagte ja schon, dass ich einen Synodalen persönlich kenne.
Für meinen Blog habe ich es jetzt noch nicht geschafft, mit ihm ein Interview zu führen, aber ein Kollege aus dem Kirchenfernsehen hat ihn vor die Kamera bekommen.
Viel Spass beim Ansehen.

Mittwoch, 19. September 2007

Vergreisung der Gottesdienste? Hoffnung für die Zukunft ?

Gabi war eine „Vorzeigechristin“: Sie engagierte sich fest in der Gemeinde, war bei vielen Aktivitäten dabei. Doch mit der Zeit sank ihr Bedürfnis zum Gottesdienst zu gehen und sie zog sich aus der Mitarbeiterschaft zurück, ohne genau sagen zu können, warum. „Es bringt mir alles nichts mehr!“, antworte sie Gemeindegliedern, die nach dem Grund ihres Fernbleibens fragten. Auf die Frage, ob denn in ihrer Beziehung mit Jesus alles in Ordnung sei, antwortete sie entschieden: "Ja, ich erlebe ihn tief – alleine und wenn ich mit Freunden zusammen bin und ihn anbete. Da ist alles okay..“ Alle liebevollen Appelle, ihre Treue zu Jesus doch auch durch ihren Gottesdienstbesuch und Mitarbeit in der Gemeinde zum Ausdruck zu bringen, fruchten nichts. (Soviel aus der LesBar)

Neulich war es wieder so weit. Man diskutiert über die Situation des Gottesdienstes am Sonntagmorgen.

Die Eine: "Die Jungen Leute sind halt nicht mehr da!"
Der Andere: "Auch die mittlere Generation kommt nur noch selten!"
Die Dritte wundert sich: "Aber unsere Predigt ist doch so gut!"

Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Die Gottesdienste am Sonntagmorgen "Vergreisen". Was ist zu tun?

Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn ich mag meine Kirche und den Gottesdienst, nur sehe ich die Gefahr dass wir bei unseren Diskussionen nur eine flache eindimensionale Sicht auf den Gottesdienst haben. Eine Gemeinde ist aber ein dreidimensonales Gebilde: "Ein Leib Christi". Der Gottesdienst ist nur ein wichtiger Teil davon.

Die Anglikanische Kirche hat die gleichen Diskussionen geführt, faszinierend dabei ist, dass sie aufgehört hat sich in dieser Negativspirale von "Früher war Alles besser" und "Bloss nichts verändern" zu drehen. Professor Michael Herbst (Uni Greifswald) hat in "Mission bringt Gemeinde in Form" diese positiven Entwicklungsschritte auch ins Deutsche übertragen.

Am 11. November ist Kirchenwahl, d.h. es werden Kirchengemeinderäte und Landessynodale gewählt. Mir ist es wichtig, dass hier Menschen Verantwortung übernehmen,

  • die die Realität der "Gabi-Generation" und der Postmoderne anerkennen
  • die Gemeinde als "Leib Christi" (lebendiger Organismus) und nicht als Organisation oder Politikfeld sehen
  • die Gemeinde nicht als "Kulturelement" sondern als integraler Bestandteil zur Gesellschaftstransformation verstehen
  • die im Blick auf Jesus sich dafür einsetzen, dass wir "missionale Gemeinde" sind/werden
  • deren größtes Anliegen es ist, dass Menschen aller Generationen zu einem lebendigen Glauben an Jesus gelangen und in einer echten Gemeinschaft leben
  • für die der ZeitGeist eine Herausforderung an ihren persönlichen Glauben darstellt.

Montag, 17. September 2007

Sonntagspredigt - Löwenzahnglaube

Ich wünschte mir so sehr, dass mein Glaube stark und mächtig wär...

So oder so ähnlich reimen wahrscheinlich viele von uns.
Am Sonntag wurde mir im Gottesdienst eine etwas andere Art des Glaubens vorgestellt.

Der Löwenzahnglaube (von mir frei nach Luk. 17, 5+6):
Unweigerlich ist mir bei der Predigt über das Senfkorn die Sendung "Löwenzahn" eingefallen. Der Vorspann zeigt in gewaltiger Weise, was Jesus meinte als er sagte "Hättet ihr nur den Glauben eines Senfkorns"

Ganze Städte werden verändert. Menschen und Situationen, die scheinbar unumstößlich fest verwurzelt sind in festgefahrene, haßerfüllte und zerstörende Bedingungen können durch die explosive Kraft des Evangeliums und der Hingabe an Jesus verändert werden.

Die Jünger fragen bei Jesus nach einem "Doping-Mittel des Glauben" (schneller Power, tolle Events und viel Glaubenskraft auf Vorrat tanken), Jesus gab ihnen den Weg des fortwährenden Bleibens an seiner Quelle.

Stell dir vor, was passiert, wenn wir den Glauben eines Löwenzahn-Samens hätten. Wie würde sich deine Stadt wohl verändern ?

Sonntag, 16. September 2007

CVJMer in Berlin

Zur Zeit wird viel über neue Wege der Jugendarbeit diskutiert... das Beste ist, dass viele Junge Leute sich nicht an dieser Diskussion von Funktionären, Kirchenleuten, Politikern, ect. beteiligen sondern einfach ganz natürlich "von unten" etwas durchziehen...

Bestes Beispiel: "Jugend hilft!" wo sich wieder über 18 000 Jugendliche und Kinder beteiligt haben. Genial dabei ist, dass 3 der 10 Siegerteams aus dem Ermstal stammen. Das Genialste ist, dass ein Siegerteam vom CVJM Dettingen ist.

Es war gigantisch für die Jungs, was sie in Berlin erlebt haben. Mehr dazu gibt es hier...
Wenn du mich fragst, was ein Modell der Jugendarbeit für die Zukunft sein könnte, dann würde ich sofort sagen: "Wasserkraft für Rumänien". Warum?

Weil intellektuelles planerisches Arbeiten mit handwerklichem Arbeiten zusammen kommt, Projektmangement und andere für die Industrie notwendige Fähigkeiten werden eingeübt. Das Ganze findet eingebettet in einem vom Glauben geprägten Umfeld statt, so erleben die Jugendlichen gerade bei der Arbeit in Rumänien was es heißt Nächstenliebe zu praktizieren. Durch entsprechende Bibelarbeiten und erlebnispädagogischen Schulungen wächst jeder Teilnehmer auch individuell in seinem Glauben an Jesus Christus.

Weitere Bilder und Infos:

Frau Köhler mit "unseren Jungs" im Hintergrund. Mehr gibt es hier...

(Foto: www.bundespraesident.de)

Freitag, 14. September 2007

Geweint vor Glück

Freitag abend! Ich zappen noch ein Bischen rum... und bleibe komischerweise auf SpiegelTV hängen:

Willkommen im Leben!
heißt die Doku. Es wird einfach nur über verschiedene Geburten und die Erlebnisse der Kinder, Eltern und des Klinikpersonals berichtet.

Ich weiss nicht warum, aber plötzlich haben mich die Szenen so gefesselt, erst vier Wochen ist es her, dass Mattis nun bei uns ist. Ein tolles Geschenk und ein wunderbares Erlebnis wurde wieder präsent!

Ich kann es nur mit Pur sagen, was dann passiert ist...

Donnerstag, 13. September 2007

Dettinger CVJMer im Schloss Bellevue

Liebe Rumänien-Jungs,
tolle News habe ich im Presseportal.de über euch gelesen.

Macht weiter so!"
Eva Luise Köhler empfängt Preisträger des JUGEND HILFT! Wettbewerbs

13.09.2007 Berlin (ots) - Eva Luise Köhler, die Frau des amtierenden Bundespräsidenten, empfing heute die Preisträger des diesjährigen
JUGEND HILFT! Wettbewerbs in Schloss Bellevue. In persönlichen Gesprächen diskutierten die zehn Gewinnerteams mit der Schirmherrin des Wettbewerbs über soziales Engagement von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und stellten ihre eigenen Projekte vor. Die offizielle Preisverleihung findet am Freitag, den 14. September 2007, im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Woche des Bürgerschaftlichen Engagements im TIPI Zelt am Bundeskanzleramt statt. Prominente Laudatoren wie Florian Henckel von Donnersmarck und Jan Josef Liefers zeichnen dabei die Jugendlichen für ihr soziales Engagement aus.

Nach aktuellen Studien engagieren sich rund 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen regelmäßig in Deutschland in ihrer Freizeit in sozialen Projekten, Schulen und Vereinen. Unter dem Motto "Der Hilfe auf die Sprünge helfen" fördert die Initiative JUGEND HILFT! dieses Engagement. Die zehn Gewinnerteams des diesjährigen Wettbewerbs wurden heute von Köhler zu einem persönlichen Gespräch in Schloss Bellevue eingeladen. Gemeinsam diskutierten sie mit Köhler über gesellschaftliche Herausforderungen, soziales Engagement von Kindern und Jugendlichen und stellten ihre eigenen Projekte vor.

JUGEND HILFT! Schirmherrin Köhler hob in ihrer Begrüßungsrede besonders die Eigeninitiative und das Problembewusstsein der Jugendlichen hervor: " Mit Phantasie und Tatkraft greift ihr die Probleme aus eurem Umfeld auf und löst diese unbürokratisch und schnell. Ihr zeigt, dass die Jugend in Deutschland bereit und in der Lage ist, Verantwortung für sich selbst und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Macht weiter so!"

Im Anschluss an die Veranstaltung betonte Florian Langenscheidt, Initiator von JUGEND HILFT!, das Einzigartige der Siegerprojekte: "Das Besondere und Bewundernswerte an unseren Preisträgern ist, dass sie mit Herz und Hirn helfen! Dabei wollen wir sie unterstützen und mit dem JUGEND HILFT! Fonds finanziell unterstützen."

Die Siegerteams werden am Freitag, den 14. September, im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Woche des Bürgerschaftlichen Engagements im TIPI Zelt am Bundeskanzleramt in Berlin für ihr soziales Engagement geehrt. Die Preisverleihung übernehmen prominente Laudatoren wie der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck, die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, der Schauspieler Jan Josef Liefers, die Comedians Stefan und Erkan, Culcha Candela, der Verleger Florian Langenscheidt und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur "Die Zeit".

Die zehn Gewinnerprojekte 2007 sind: "Wasserkraft aus Rumänien" des CVJM Dettingen, "Begegnung der Generationen" des Hermann-Staudinger-Gymnasiums aus Erlenbach, das "Projekt Schulgestaltung" des Gymnasiums Neckartenzlingen, die Brasilien AG des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Metzingen, "Schüler für Schüler"
aus Grassau, das kriminal-pädagogische Projekt "Kehrtwende" aus Kehl, eine Sammelaktion für Not leidende Familien in Würzburg, die Freiberger Schülerfirma sowie die Projekte "Freudentanz" aus München und "Sch'ool" aus Weil am Rhein.

Seit 1999 fördert JUGEND HILFT! soziales Engagement von Kindern und Jugendlichen. Der Wettbewerb zeichnet unter Schirmherrschaft von Eva Luise Köhler jährlich zehn heraus-ragende Projekte aus. Durch den JUGEND HILFT! Fonds können soziale Projekte von Kindern und Jugendlichen finanzielle Unterstützung von bis zu 2.500 Euro jährlich beantragen.

Organisiert und veranstaltet wird JUGEND HILFT! von der Kinderhilfsorganisation Children for a better World e.V. Diese wurde 1994 von Verleger Florian Langenscheidt gemeinsam mit 31 Gründungsmitgliedern aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Medien ins Leben gerufen. Seit zwölf Jahren setzen sie sich zusammen mit Kindern für Kinder in Not ein. Gefördert wird JUGEND HILFT! durch den Red Nose Day und die IKEA Stiftung.

Mittwoch, 12. September 2007

Alles eine Frage der Perspektive!

Ein junges Mädchen schreibt an ihre Eltern:

Liebe Mama, lieber Papa!

Ich habe Euch so viel zu erzählen. Nach dem verheerenden Brand im Internat mußte ich wegen Schädigungen an der Lunge einige Tage ins Krankenhaus. Hier habe ich mich in einen der Pfleger verliebt und nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sind wir zusammengezogen.

Als ich herausfand, dass ich schwanger bin, habe ich die Schule beendet und er hat leider seinen Job verloren - wegen der Trinkerei! Wir werden demnächst nach Bayern ziehen und wenn das Kind geboren ist, wohl auch heiraten!

Eure Euch liebende Tochter!

PS: Nichts von dem gerade Geschriebenen ist wirklich passiert! Aber ich bin in Chemie durchgefallen und wollte, dass Ihr die Sache aus der richtigen Perspektive betrachtet!


(aus WillowNews 07-2007)

Dienstag, 11. September 2007

Neu verliebt!

Habe ich dir schon erzählt, dass ich mich neu verliebt habe?
Ja du hast richtig gelesen - ich bin über beide Ohren neu verliebt. Aber keine Angst Beate soll darunter nicht leiden...

Ich habe mich neu verliebt in meine Kirche - zumindest in meine Ortsgemeinde.
Ich staune wieder (die mich kennen, die wissen, dass das nicht immer so war) über die Chancen und Möglichkeiten die wir hier am Ort als "Volkskirche" haben.
  • Es ist doch einfach genial, dass unsere Kinder mit ihren Lehrern heute geschlossen bei "Schulanfangsgottesdienst" waren. Jesus mit Liedern gefeiert haben, auf die Geschichte von Daniel gehört haben und für das Gelingen der Schule gebetet haben.
  • Es ist doch einfach wunderbar, dass meine Tochter ganz selbstverständlich im Kindergarten Geschichten aus der Bibel hört
  • Es ist doch toll, dass man als CVJM eingeladen ist, um bei den örtlichen Vereinaktivitäten Präsenz zu zeigen
  • Mich fasziniert, dass bei uns Sonntag für Sonntag an mehreren Stellen Gottesdienst angeboten wird
  • usw.
Wenn wir unser Dorf mit der restlichen Welt vergleichen, dann haben wir hier phantastische Bedingungen, um auf ganz natürliche Weise ein Zeugnis für den lebendigen Gott zu sein.

Übrigens. Ich hab die "rosarote Brille" auf!

Und deshalb stresst es mich gerade wenig, wenn das jüngste Lied im Gottesdienst aus dem 16. Jahrhundert stammt, wenn wieder die Tradionalisten ihre Wichtigkeiten verbreiten oder wenn an manchen Stellen eine offene missionarische Gemeinde- und Jugendarbeit als störend empfunden wird.

Es kommt auf das einzelne persönliche Fundament und die persönlich gelebte Glaubensbeziehung an, damit sich Gemeinde auch an die Herausforderungen der Postmoderne anpasst und dabei ihr biblische Definition als "Ein Leib mit vielen Gliedern" immer wieder neu entdeckt.

Frage:
Was kannst du dazu beitragen, dass der "Organismus Gemeinde" fit bleibt und an manchen Stellen wird?

Montag, 10. September 2007

Jakob neu entdeckt - Sonntagspredigt

Sonntag Morgen! 9:30 Uhr! Gottesdienst! Alte Gesangbuchlieder! Müdigkeit! ....

Doch plötzlich bei der Predigt (Danke Esther) habe ich einen Mann entdeckt:
  • ein Gesegneter
  • ein Schitzohr
  • ein Macher
  • ein Betrüber
  • ein Betrogener
  • ein Entdecker
  • ein Sieger
  • ein Kämpfer
  • ein "wilder Mann"
Ich will hier im 1. Buch Mose nochmal die Fährte von Jakob aufnehmen, denn ich glaube er erlebte Dinge, die auch viele von uns Männern des 21. Jahrhundert bestens bekannt sind.

Ich will euch an meinen Entdeckungen teilhaben lassen - schaut einfach wieder rein.

Freitag, 7. September 2007

Ruhe?!

Sodele! (wie der Schwabe sagt)
Jetzt ist die Ferienzeit (fast) vorbei und ich habe nun 2 Wochen Urlaub. Erholungsurlaub wird das mit Sicherheit nicht. Eher ein Aktiv- und Erlebnisurlaub, oder einfach eine Einstimmung auf meine Elternzeit, die ab Oktober beginnt.
Aber einen guten Espresso
werde ich mir schon immer
wieder gegönnen (Foto: Pixelio.de)


Das Thema Spiritualität ist finde ich gerade extrem spannend. Wie findet man Ruhe und Zeit zur Gottesbegegnung im normalen und gut gefüllten Alltag? Ich habe heute bei der Zugfahrt ein paar gute Zeilen bei Ian Thomas entdeckt:

"Nimm einmal an, du gräbst ein Loch und ich sage, ich werde dir eine Pause verschaffen. Wie würde ich das anstellen? ...

Hier folgen jetzt viele gut gemeinte Ratschläge...

Es gibt offensichtlich nur einen Weg: Du musst herauskommen und mich hineinlassen. Du musst den Spaten fallen lassen un in mir überlassen. Du musst dieses Loch im Boden räumen, damit ich es besetzen kann.
Auf diese Weise will der Herr Jesus dir und mir Ruhe schenken. "Kommt alle her zu mir", sagt er, "die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken (Matthäus 11,28). Das ist sein Angebot. Er sagt uns damit: "Komm heraus und lass mich hinein.
....

Das geschieht, wenn du Christus beim Wort nimmst, wenn du zu ihm kommst und sagst: "Herr Jesus, ich will die Art Ruhe, die nur du mir geben kannst". Du verabschiedest dich von dir selbst und heist ihn willkommen.
...

Was geschieht als Nächstes? Wenn du den Ort räumst, besetzt ihn der Herr tatsächlich, so unglaublich daas auch klingt. Er überrascht dich bis über deine kühnsten Träume hinaus. Dein Herz wird mit Freude erfüllt...

... Ian Thomas berichtet dann von verschiedenen Prüfungen, Aufgaben und Situationen ...

Zu deinem Erstaunen regelt er die Situation auf seine Weise und nach seinem Zeitplan hervorragend. Du hast gelernt im Glauben zu leben. Jede neue Erfahrung, dass er genügt, stärkt dein Vertrauen, während du mehr und mehr von seiner Gnade empfängst."
Ich will die nächsten zwei Wochen gespannt sein und mich auf das Experiment "Ruhe?!" von Ian Thomas einlassen. ...

Auch ihr könnt ja mitmachen und dann können wir in den Kommentaren berichten, was wir so erleben.