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Samstag, 11. Juli 2009

Beim Vater!


Vor zwei Jahren durften Beate und ich noch einen herrlichen Abend verbringen, sie hat damals aus ihrem bewegten Leben erzählt und uns beide bei einem gepflegten Glas Rotwein zu einem entschiedenen und leidenschaftlichen Leben in der Nachfolge Jesu eingeladen. Es ist für uns bis heute ein Highlight, das wir nicht vermissen wollen.
"Eigentlich wäre ich jetzt mit 81 bereit, dass ich zum Vater gehe, aber ich habe zu Ihm gesagt, dass es auch OK wäre, wenn er mich noch ein paar Dinge für straffällig gewordene Jugendliche anpacken liese.... " so sagte sie und erzählte dann von einem neuen Projekt...
Am 7. Juli nun durfte die "Mutter Theresa von Dresden" heim zu ihrem Vater. Wir freuen uns für sie und sind dankbar, dass wir diese wunderbar mit Gott in Verbindung lebende Frau persönlich kennen lernen durften. Leidenschaft für Jesus, Liebe für Menschen und ein junges Herz bis ins hohe Alter das wünschen wir jedem von uns.
Es gibt ein paar interessante Bücher zum Leben von Sabine Ball und die Homepage ihrer Arbeit in Dresden ist auch ein Besuch wert.

Interessantes Interview findet ihr auch auf beim Bundesfamilienministerium.

Sonntag, 21. Juni 2009

Ja sagen - Nein tun?

Heute erlebe ich einen genialen tiefgehenden (traditionellen) Gottesdienst, ganz ohne Lobpreis und neuen Effekten, aber mit extrem ansprechendem und herausfordertem Inhalt....

Lukas 14, 15-24 war das Thema der Predigt
Wenn du kirchlich sozialisiert bist, dann kennst du die Geschichte vom "großen Abendmahl Gottes", zu dem viele Ehrengäste eingeladen sind, aber keiner Zeit hat...

Aber ist dir schon mal aufgefallen, dass es ZWEI Einladungen gab. Die erste Einladung und die Abholung zum Fest? Was war deine erste Einladung? Wann hast du beschlossen Christ zu werden? Deine Konfirmation, eine Freizeit mit der CVJM-Jugendgruppe, ein Alph akurs? Wann hast zu einem Leben als Christ zugesagt?

...und die Zeit vergeht...

.. und plötzlich passiert es, dass du diese erste Einladung verlegt hast, dass dir das Christsein aus der Hand geglitten ist, dass du ein ganz normales Leben führst: Ja du bist kirchlich engagiert. Du bist noch CVJMer. Du hast noch deine Werte. ABER du lebst angepasst, brav und ohne wirkliche Leidenschaft für Jesus. Du hast JA zu Jesus gesagt, aber sagst NEIN, wenn es um dein alltäglichen Leben aus der Beziehung mit Jesus geht.

Gründe für dieses JA sagen -NEIN Leben sind z.B. die uneingeschränkte Fokusierung auf den Besitz, Haus und Einkommen (Acker).
Gründe für diesen JA sagen - NEIN leben sind z.B. die uneingeschränkte Fokusierung auf Erfolg, Arbeiten und Karriere (Ochsen). Was hat Priorität 1?
Gründe für dieses JA sagen - NEIN leben sind z.B. auch der Rückzug in den Kuschelraum der Beziehung und Familie (Heirat)....

Sicher gibt es noch mehr Bereiche, wo wir eigentlich JA zu einem Leben mit Jesus sagen aber mit einem NEIN im Alltag leben. Wir haben unsere Prioritäten selbst gewählt, obwohl wir eigentlich wissen, dass wir zu einem Leben in der Gegenwart und im Vertrauen zu Jesus berufen sind.

Noch ist es nicht zu spät. Wir christlich sozialiserten Menschen haben die erste Einladung noch auf dem Schreibtisch, wir können uns jetzt entscheiden, ob wir zu einem lebendigen Leben am Tisch Gottes bereit sind. Ein Leben in dessen Gegenwart macht uns wirklich lebendig....

Und ihr wisst ja:
"Frag dich nicht, was die Menschen von dir erwarten. Frage dich danach, was dich lebendig macht, denn die Welt braucht nicht mehr, als Menschen die lebendig geworden sind" (John Eldrege)

Sonntag, 10. Mai 2009

Kannst du in der Luft sitzen?

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder interessante Diskussionen über Gottesdienstformen und Frömmigkeitstile mitbekommen.... Dabei wurde oft der Glaube mit einer bestimmten Gottesdienstform oder einem bestimmten Stil des Glaubens verbunden. Etwa so: "ich bin mit dieser Form groß geworden - wenn sich hier was verändert, dann ist das schlecht für meinen Glauben"...

Was ist Glaube eigentlich?
An was glaube ich?

Wenn ihr die Überschrift verstehen wollt, dann müsst ihr den Video bis zum Schluss anschauen.

Freitag, 30. Januar 2009

Woche ohne Alk - Englische Woche Teil 2

Bezogen auf unser anspruchvolles Lernziel wirkt Alkohol - auch abends getrunken - als Lernblockade. Den schon geringe Mengen behindern die nächtliche Konsolidierung des Gelernten.
Deshalb richten Sie sich darauf ein, während der intensiven Trainingstage keinen Alkohol zu trinken.
So oder so ähnlich stand es in der Infobroschüre für den Englischkurs.
"Ist ja einfach!" dachte ich, aber dann war es schon verlockend das gemütliche Gläschen Rotwein abends an der Hotelbar zu trinken.
ABER: Ich habe durchgehalten und bin auch gewillt weiter auf Alkohol zu verzichten bzw. nur ganz gelegentlich was zu trinken.
Die Beobachtung unter den Teilnehmern war, dass es gar nicht so einfach scheint, ganz auf Alkohol zu verzichten. Zu entspannend wirkt das Bierchen am Abend oder der Rote beim Kaminfeuer. Manche haben es nicht geschafft, manche haben die Minibar im Zimmer geplündert.
Ich frag mich schon, wie viel Willensstärke ist heute noch vorhanden, in einer Zeit wo man alles haben kann. Ich finde es mutig von einem Seminarveranstalter so direkt in die Lebensgestaltung eines Menschen zu sprechen.

Ich für mich habe diesen Anstoß super gefunden und bin gespannt, wie lange ich Ohne! auskomme und dann freue ich mich wieder auf ein tolles Glas Rotwein, auf etwas Besonderes, das nichts Alltägliches, sondern ein Luxus ist, den ich mir gönne.

Der Pfad ist schmal zwischen schlechten Gewohnheiten und Sucht. Ist es Sucht, wenn ich mir abends das Bierchen verdient habe und es einfach aus Gewohnheit hole?
Frage: Wie verändert man Gewohnheiten? Wie gelingt es schlechte Gewohnheiten (z.B. Feierabendbierchen) zu reduzieren und positive Gewohnheiten (z.B. Regelmäßigen Sport) zu fördern? Über Ideen und Vorschläge würde ich mich freuen.

Samstag, 17. November 2007

Neuer Fernseher!

Was ich noch ganz vergessen habe ist die Neuigkeit, dass wir vor einer Woche den Platz an dem sonst unser Fernsehgerät stand umgestaltet haben....
Nach einem kurzen AAAhhhh-Effekt bei den Kids (und bei mir) war es eigentlich gar nicht schlimm und ich muss sagen, dass man durch diese Umgestaltung sehr viel Zeit für andere Dinge (z.B. Bloggen) gewinnt.
Allein sind wir ja in dieser Art von Wohnungsgestaltung und damit Lebensgestaltung nicht. Sogar das postmoderne Kultmagzin NEON hat diesen Trend aufgegriffen und 15 gute Gründe für diesen Schritt geliefert.

Vielleicht könnten wir ja eine gemeinsame Aktion starten: "Bis Weihnachten ohne Fernsehen!". Wer ist dabei? Bitte melden!

Ich werde mal bei Gelegenheit berichten, wie es uns mit dieser neuen Lebensart geht. Einstweilen noch ein Tipp zur Alternative (am Besten mit einem Glas Rotwein geniessen)

Sonntag, 14. Oktober 2007

Wilde Woche

Liebe Freunde,
sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber eine wilde Woche liegt hinter mir.

Montag:
Mein erster richtiger "freier Montag". Elternzeit hat begonnen. Ich bin echt dankbar, dass ich die Chance habe und auch bei einem Arbeitgeber arbeite, der Elternzeit in Teilzeit fördert. Ich bin gespannt auf die neuen Aufgaben: Frühstück richten, Kinder in die Schule/Kidi bringen, mit vielen Müttern in den Schwimmunterricht fahren, Einkaufen, Kochen.... echt hart dieser neueJob! Aber auch super spannend.

Dienstag:
Früh morgens geht es ab nach Braunschweig zum Kunden. Ein tolles Gespräch, mit interessanten Chancen. So macht Vertrieb Spass. Leider bin ich mit Fahrt 15 h unterwegs und der Abend mit der Familie ist nicht möglich.

Mittwoch:
Business as Usual - und am Abend geht es zur Berufungsanalyse bei einer Baptistengemeinde. Ich finde es ganz toll, dass ich hier als Co-Trainer Erfahrungen sammeln darf und dabei beobachte, wie Gott Menschen unterschiedlich begabt und sie in ihren Dienst in der Gemeinde beruft.

Donnerstag:
Nach langem Arbeitstag bin ich gespannt auf Dieter Braun.
Er spricht über "Liebe - Freundschaft - Sexualität" im Mitarbeitertreff des CVJM. Wer einen Bibelabend erwartet hat, der war er eher enttäuscht - hier hat er auf die Ausarbeitungen von Volker Gäckle (z.B. hier) verwiesen - aber Dieter Braun hat seinen sehr seelsorglich und persönlich geführten Ausführungen, die er entlang von Fragekärtchen aus dem Publikum beantwortete, in den Kontext der Bibel und in eine gelebte Beziehung zu Jesus Christus gestellt.

Ein Bild ist mir dabei besonders hängen geblieben:
"Beziehung ist wie das Betreten eines Hauses (Blockhaus?) . Man schaut sich um und lernt Raum für Raum kennen. Man unternimmt Dinge, hat Gespräche, gute Gemeinschaft (im Wohnzimmer?), das Essen schmeckt und irgendwann stellt man fest, dass der Raum der Ehe (Schlafzimmer? grins!) dran ist"

An dieser Stelle bewegt mich oft die Frage:
"Warum heiratet ihr dann nicht und macht es öffentlich fest, wie es Gottes Idee für uns Menschen ist?"
Häufige Antwort: "Geht nicht, weil....
Gegenfrage: Seid ihr dann wirklich schon bereit für den Raum der Ehe?

Bei vielen "Weils" muss sich aber auch die Gemeinde fragen lassen: "Was tut ihr dafür, dass diese "Weils" (kein Geld, keine Wohnung, Hochzeit zu teuer,...) überwunden werden können?

Spannend, spannend... wir alle, egal ob verheiratet, Single oder frisch verliebt müssen uns hier neu fragen lassen, an welcher Stelle wir Kompromisse mit den Trends der Gesellschaft eingehen und wo wir wirklich uns neu auf die "Idee Gottes" für unsere Beziehungen konzentrieren müssen.

Freitag:
Nach getaner Arbeit geht es wieder zum Berufungsanalyse-Seminar.
(So langsam gehen die Abendtermine der Familie auf die Nerven)

Samstag:
Letzter Tag der Berufungsanalyse - es ist einfach genial dabei zu sein, wie Menschen ihre Berufung für Gemeinde und andere Bereiche des Lebens neu entdecken. Es ist faszinierend, wie Gott sehr unterschiedliche Gaben, Fähigkeiten und Persönlichkeiten in einem Menschen vereint haben.

Sonntag:
Endlich Pause und Zeit für Familie. Wir haben den Tag auf der Alb genossen.

Mittwoch, 22. August 2007

Aufräumarbeiten

Endlich hab ich ein paar Minuten Zeit mich meinem Büro zu widmen. Eigentlich suche ich Unterlagen zur Vorbereitung meines Alphakurs Beitrags "Wer ist Jesus ?" und da stosse ich doch auf so manche Unterlagen und Bücher die mich zum Nachdenken bewegen:

  • Buch: Mutig führen (Bill Hybels) - Mensch man, was hab ich nicht alles schon für Inputs aus unzähligen WillowCreek Kongressen und Büchern mitgenommen. Ich bin dankbar für die vielen Anstöße zur Weiterentwicklung unseres CVJM und unserer Kirchengemeinde. Gerade auch die Leitungsprinzipien (z.B: Gabenorientierte Mitarbeiterschaft) von Willow sind sehr interessant. Mein momentanes Zwischenfazit: Ich hab so viel gehört - jetzt muss umgesetzt werden.
  • Buch: Emerging Church (Dann Kimball) - Eines der Standardwerke, wenn es um Gemeindeentwicklung im 21. Jahrhundert geht. Dann hat mir den Blick geöffnet für auf die Art und Weise, wie die sog. Postmoderne tickt. Ich muss feststellen, dass wir hier i n Dettingen noch nicht wirklich durchgängig PoMos sind, aber bei Kimball wird gerade auch diese Übergangsphase gut beschrieben. Todo: Nochmal herausarbeiten, was es heisst "zwischen den Zeiten" zu leben und zu dienen.
  • Blog: Tobys Blog - Ich hab Tobias Faix auf Spring 07 kennengelernt. Ein cooler Familienvater, Dozent, Mentor und Postmoderne Versteher. Er ist jemand, der in seinem Blog verschiedene Fragen an uns evangelikale Welt stellt und gesellschaftliche Entwicklungen geschickt mit dem geistlichen Auftrag zu einem missionalen Lebensstil verwebt. Eines seiner faszinierensten Labels ist: Gesellschaftstransformation, d.h. wie kann Gemeinde wieder ganzheitlich "Salz der Erde" in einer veränderten Gesellschaft sein?
  • Buch: Leben mit Vision (Rick Warren) - Ja der alte Rick mit seinem Bestseller liegt hier auch noch rum. Ich finde dieses Ansatz der "Lebensvision" nach wie vor wichtig und gut, wenn Rick auch bischen amerikanisch rüber kommt. Der Gedanke, dass sich Gott mit jedem Leben sehr viele Gedanken darüber gemacht hat, wozu diese Leben sinnvoll ist finde ich bestechend. Diese Entdeckungsreise zum Sinn meines Lebens spricht gerade den modernen Teil meiner Persönlichkeit an.
  • Buch: Kraftvolles Christsein (W. Ian Thomas) - Leider ist Ian Thomas Anfang August verstorben. Ich hätte ihn zugern mal persönlich kennengelernt. Was er wohl zu all dem "postmodernen Kram" und den ganzen emergenten Gedanken unserer Zeit gesagt hätte?
    Wahrscheinlich hätte er nur gesagt: "Es geht um CHRISTUS IN DIR!!!". Dieser Leitspruch von Ian Thomas sagt alles: Wenn der Geist Gottes in uns Raum gewinnt, dann ist unser Handeln auch vom Heiligen Geist erfüllt. Nur der Heilige Geist selbst kann ein "Persönlichkeitstransformation" bewirkten - veränderte Persönlichkeiten verändern Gemeinden und "transformieren" Gesellschaften. Der Heilige Geist bewirkt per Definition schon Emergenz.
Ja ich könnte noch viel hervorräumen. Später vielleicht mal noch mehr. Mein Alphazeugs habe ich noch nicht gefunden, aber ein paar Fragen hängen bei mir rum:
  • Was ist bei mir persönlich dran, dass ich einen missionalen Lebensstil leben kann?
  • Was muss heute getan werden, dass die Gemeinde in Dettingen und auch in Wüttemberg für die postmoderne Realität des 21. Jahrhunderts gerüstet ist?

Freitag, 6. April 2007

Downshifting - Das ursprüngliche Leben leben

Ich sitze auf der Terasse - mein Ort, wo ich in die Ferne blicken kann: In der Ausgabe des Spiegel (14/2007) vom 02.04.2007 wird darüber berichtet, dass immer mehr Manager keine Lust mehr auf einen zerstörerischen Job haben und darüber nachdenken, dass es im Leben doch noch mehr geben muss als Arbeit. Immer mehr Menschen wollen raus aus dem Hamsterrad. Bereits am 14.09.2006 schrieb Jesus.de unter dem Titel "Downshifting - wie die Briten das Leben neu entdecken" von diesem Trend.
Ich bin mir als Christ sicher, dass dies nicht nur ein Phänom bei gestessten Managern ist, sondern dass wir in einer Zeit leben, wo immer mehr Menschen wieder die Sehnsucht verspüren, das zu leben, was Gott in jede einzelne Persönlichkeit hineingelegt hat, nämlich ein ursprüngliches, "wildes", echtes und mit Gott verbundenes Leben zu führen.
Das ist mehr als einen Gang runterschalten, dass ist ein Perspektivwechsel - Ein Wechsel zu einem "Jesus zentrierten" Alltag (Buchtip: Goron McDonald - dem Leben Richtung geben). Es geht darum, dass wir unser Leben "vom Ende her denken", d.h. überlegen, was bleibt, wenn ich jetzt sterben müsste?