Montag, 4. August 2008

Mach mal wieder Sonntag!

Neulich habe ich einen ganz spannenden Rundbrief von einem Freund erhalten, der zur Zeit mit einem riesigen Containerschiff über die Ozeane schippert....

Er schreibt:
Etwas, was mir in der Zeit an Bord ganz neu bewusst geworden ist, ist die Einhaltung des Sonntags als Ruhetag. An Bord kann man ohne weiteres 7 Tage die Woche arbeiten, denn irgendwo gibt es immer etwas zu tun! Am eigenen Leib habe ich erfahren, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann! All zu oft meinen wir, dass wir es besser wissen als Gott und alles im Griff haben, auch unsere Zeit, Energie usw., doch am Ende müssen wir einsehen, dass Gott es richtig gemacht hat und genau weiß was wir brauchen, auch den siebten Tag als Ruhetag!
Ich möchte jedem einzelnen von euch ganz neu Mut dazu machen, am Sonntag die Arbeit für die Firma, den Garten oder das Haus ruhen zu lassen, denn Gott hat diesen Tag besonders gesegnet (1.Mose 2, 3).
Probier es aus und du wirst sicherlich etwas Erstaunliches feststellen! Was, das finde selber heraus!
Wenn wir doch ehrlich sind, dann sind wir doch auch immer auf Achse, unsere "Lebensschiff" hält auch immer Arbeit bereit.

Wie wäre es, wenn wir den Rat von Christoph ernst nehmen und mal jetzt in diesen Ferienwochen ganz neu lernen einen Tag GANZ ohne Geschäftigkeiten zu verbringen?

Ich wünsch euch gesegnete Ferien- und Sonntage!!!

Donnerstag, 24. Juli 2008

Ehrenamt - blödes Wort

Die, die mich kennen, die wissen, dass wir gerade auf der Suche nach verschiedenen neuen MitarbeiterInnen in mehr oder weniger verantwortlicher Position sind.

Das besondere an unserer Arbeit ist, dass das Allermeiste auf unbezahlter Basis gemacht wird. Ehrenamtliche Jugendarbeit nennt sich das.

Aber sind wir doch mal ehrlich.
Macht man Jugendarbeit, vor allem christliche Jugendarbeit der Ehre wegen?
Und was ist hier schon eine Ehre? Seine knapp bemessene Zeit für die Kinder anderer Eltern zu investieren?

Je länger ich darüber nachdenke komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass der Begriff "Ehrenamt" untauglich ist.

Frage jetzt an Euch: Was für bessere Begriffe fallen euch ein, für diesen sperrigen, alten, nach Vereinsmeierei riechenden Begriff?

Ich freu mich auf eure Kommentare.

Dienstag, 22. Juli 2008

Geniales Tool

Gerade bin ich auf Moreganize (natürlich aus der Schweiz) gestoßen. Einfach genial für die einfach Organisation von bis heute fast unlösbar scheinenden Aufgaben. Wie:
  • Ein einsamer Blogger will herausfinden, wie seine Freunde den Blog finden
  • Zwei Kumpels planen ein Grillfest im Wald, zu dem jeder etwas erledigen und besorgen soll
  • Drei Familien wollen einen Termin für einen gemeinsame Wanderung finden
  • Vier Vereinsfunktionäre müssen entscheiden welche Variante eines Fußballs angeschafft wird, sie haben aber keine Zeit sich im Sportheim zu treffen
Ich finde es super. Wie findet ihr es? Abstimmung hier.

Samstag, 19. Juli 2008

Weltjugendtag - Clemen's Fragen an Bene!

Der katholische Weltjugendtag in Sydney (auch auf deutsch gibt es einen tolle Seite) ist im vollen Gange. Geniale Stimmung in DownUnder. Jede Menge junge Christen feiern begeistert und werden für ihren Glauben gestärkt. Wenn man katholisch wäre und dann noch jung, dann wäre das sicher eine Reise wert....

Aber darüber müssen wir von "den anderen Gemeinschaften" uns gar keine Gedanken machen, denn dem Papst ist es wichtig, dass es hier eine klare Trennung zwischen katholisch und anders gibt.

Clemens Bittlinger ist das auch aufgefallen. Und hat jetzt ein intressantes Lied mit vielen Fragen an "Bene" auf Youtube gestellt. In einem Interview geht er noch mehr drauf ein....

Viel Spass beim Schauen und Lesen und nachdenken.

Blog-Pause vorbei!

Wahrscheinlich waren die meisten von euch froh nicht ständig mit irgend welchen Blogbeiträgen von mir belästigt zu werden..... aber vielleicht gab es auch ein paar Leute, die einzelne Beiträge interessant fanden....

Nun ich hab jetzt seit 2 Monaten keinen Eintrag mehr hinbekommen. Der Grund war einfach, dass ich ziemlich überlastet war und dann einfach die Zeit/ Lust am Bloggen verloren hatte. Vielleicht waren mir auch die Ideen ausgegangen, oder war es mir einfach nicht mehr wichtig....

Aber jetzt soll will ich euch wieder an meinen Enddeckungen im Leben, im Internet, im Alltag, im Glauben und sonst wo teilhaben lassen. Vielleicht nicht mehr so häufig wie früher, aber doch immer wieder....

Vielen Dank an alle, die hin und wieder trotzdem vorbei geschaut haben und die sich jetzt freuen, dass es wieder was Neues gibt....

Samstag, 3. Mai 2008

1. Vatertag(e)

Pünktlich zu Himmelfahrt geht es los... Hamburg war unsere Ziel. Endlich mal Zeit haben mit Papi und was erleben, ganz ohne Mama. Kaum waren wir losgefahren, kam aber auch schon die Idee auf, dass wir mal bei Mama anrufen sollten, wie es ihr geht.... naja das haben wir überlebt. Die lange Zugfahrt war dann schon etwas anstrengender.... Gut gewohnt haben wir. Viel gesehen. Das Beste war wohl das MiniaturWunderland (wo wir prompt auch noch einen Arbeitskollegen von mir getroffen haben). Hafenrundfahrt. Essen gehen. Stadt besichtigen. Schwimmen im Pool des Hotels (keine Angst es war trotzdem nur ***).... Ganz schon anstrengend für die Beine und die Dorfnerven...
1. Vatertag(e) sind beendet. Gut war es. Die Tradition ist eröffnet: Immer über den Brückentag an Himmelfahrt habe ich mir vorgenommen, dass ich ein paar Tage mit den Kids (die, die schon mit können) verbringe... Interessante, spannende und herausfordernde Tage liegen hinter meinen zwei Großen und mir....
Das Fazit: Müssen wir wieder machen, aber vielleicht das nächste Mal nicht in eine Großstadt, denn wahrscheinlich sind wir doch eher Naturburschen & Mädles.... Schau mr mal. Aber nachmachen lohnt sich.

Samstag, 26. April 2008

Wir brauchen mehr Swissness!

Neulich war ich beruflich in der Schweiz (Luzern). Und ich muss wieder sagen: Die Schweizer sind schon ein besonderes Volk. Sie sprechen vier verschiedene Sprachen und sind durch viele Berge von einander getrennt. Erst seit etwas 200 Jahren gehören sie richtig zusammen und trotzdem stahlt dieses Land eine Einheit, eine innere Verbundenheit aus, die mich faszinieren.

Was mich an den Schweizern fasziniert ist diese gelebte "swissness". Der Sinn für Lebensqualität, Tradition, Präzision, herrliche Landschaften, Kreativität und Sinnlichkeit.

Das Gute sehen und für seine persönlichen Werte und Besonderheiten einzustehen, auch wenn man mal von den Anderen verlacht wird (wie etwas die langsamen Berner).

Bei uns (gerade auch in unseren christlichen Gemeinden) beherrscht dagegen oft die Frage nach der "Correctness" das Denken. Alles muss politisch korrekt sein und sich an den (vermuteten) Empfindungen Anderer orientieren. Da werden Worte auf die Goldwaage gelegt und Zus
ammensetzungen von Gesprächskreisen abgewogen. Da wird immer viel Rücksicht auf die mögliche Reaktion der Anderen gelegt.

Mein Appell: Lass uns mehr Schweizer sein. Standhaft in unseren Besonderheiten und uns gegenseitig annehmen in unserer Unterschiedlichkeit.
Das Verbindende der Schweizer ist das Kreuz in der Flagge. Wie viel mehr sollte uns Christen das Kreuz verbinden, trotz aller persönlichen Besonderheiten.

Mehr Swissness - mehr Christness


P.S: Liebe Grüße auch an meine lieben Berner. Ich werde die Schweiz bei der EM von ganzem Herzen anfeuern. Ich bräuchte dazu noch ein Trikot (L oder XL) und einen Schaal

Montag, 21. April 2008

Drachen sollen fliegen...

so hat es am Sonntag auf jeden Fall in mir gesummt, als wir auf dem Drachentag in Grabenstetten waren. Eine geniale Sache, um einfach Familie zu geniessen, Kind sein und miteinander unterwegs sein... Herzlichen Dank an die Organisatoren von der Fliegergruppe Grabenstetten.
Aber da war mehr, alte Erinnerungen ans eigene Drachensteigen, eigene Erinnerungen an früher, eigene Erinnerungen an .... ja dann auch an PUR.



Vielleicht fragt ihr euch jetzt, warum bloggt er jetzt gerade über einen so alltäglichen Familienkram und Wochenendsausflug?
Genau deshalb, weil ich in den letzten Wochen neu erkannt habe, dass das unbeschwerte Fliegen einfach zum guten Leben dazu hört. Zeit haben für sich, für die Familie und fürs Geniessen.
Und da Zeit rar ist, hat eben das Bloggen etwas gelitten. Schau mer mal wie es sich entwickelt, ich bin gerade am Überlegen, ob es nicht Sinn macht meinen Blog ein bestimmtest Thema zu geben. Vielleicht irgendwie in eine Richtung die Tipps und Erfahrungen weitergibt, die helfen entspannter und leichter "durchs Leben zu fliegen" und dabei nicht die Nabelschnur zu Gott zu kappen, sondern dass diese dabei fester und direkter wird...

Freitag, 4. April 2008

Spring - Lebendigen Menschen Teil 1

Ja Spring bietet die unglaubliche Möglichkeit über den Tellerrand hinaus zu schauen.
So habe ich es auch dieses Jahr wieder erlebt. Dabei habe ich einen getroffen, der von sich sagt: "In meinem Blut pulsieren dreieckige Blutkörperchen". Er will damit sagen, dass er seine ersten Glaubensschritte im CVJM gemacht hat. Später hat er ein technisches Studium angeschlossen und promoviert und so richtig auf Karriere gemacht... Was dann Paul Nogossek passierte erzählt er hier. Heute ist es Pastor in der Begegnungskirche-Berlin. Mich hat dieser Mann beeindruckt, wie er sein Leben von Gott lenken läßt und heute in Berlin u.a. eine Arbeit unter Obdachlosen macht.
Auf Spring hat er übrigens über Thess. 5, 16-18. Auch über diese Bibelarbeit wäre es wert hier zu bloggen.
RDE- Dictionar EN-RO - cuvinte
Thess.
Thessalonians > (bibl.) (Epistola catre) Tesalonicieni

Samstag, 29. März 2008

Spring - Genial


Gerade kommen wir zurück aus Ruhpolding (was auch der Grund war, dass so lange nichts auf dem Blog passierte). Wir waren auf Spring! Ein absolut geniale Mischung aus Urlaub-Kongress, Urlaub-Gottesdienst, Urlaub-Familie, Urlaub-Kinderprogramm, Urlaub-Gottes Begegnung und......

Wenn jemand von euch im nächsten Jahr die Woche nach Ostern mit irgend etwas anderem verplant als mit Spring (z.B. die dritte Woche Skifahren gehen), ist er selber schuld!

Ich werde hier noch ein paar Eindrücke von Spring 2008 bloggen, aber jetzt bin ich zuerst mal müde....

Freitag, 21. März 2008

Zieht euch warm an!

Liebe Christival-Fahrer,
ich finde es toll, dass sich wieder so viele auf den Weg machen, um aufzutanken und Impulse für das Leben in der Nachfolge von Jesus zu bekommen. Mir hat damals Dresden sehr sehr viel gebracht.
Gleichzeitig möchte ich euch aber auch bischen warnen. In Bremen (ich war schon zweimal dort) ist es immer sehr windig. Neuer Gegenwind wird euch aber auch von ganz anderer Seite entgegegenschlagen.Ein Begrüßungsteam ganz besonderer Art wird euch empfangen. Aber noch gibt es Aussicht auf Schutz.
Ich hab mehr und mehr den Eindruck dass dieses Christival ein ganz besonderes Übungs- und Trainingfeld für uns Christen ist. Eine Trainingseinheit über Standhaftigkeit, unerschrockenem Bekennen und gelebter Jesus Nachfolge. Ein Training für eine Zeit in der es nur noch laue christliche Religosität einfach haben wird. Alle Anderen, die die Bibel als Gotteswort Ernst nehmen werden zunehmend ausgegrenzt, angezeigt von selbsternannten Toleranzwächtern, bedemonstriert und bedroht von Interessenverbänden.

In diesem Sinne wünsche ich viel Kraft, Gottes Weisheit, Liebe und Segen für alle, die nach Bremen fahren. Und, nehmt eine Jacke mit, es zieht wirklich.

Montag, 10. März 2008

Verstehen Sie Haas?

So lautet eine Kolummne von meinem Namensvetter Daniel Haas auf Spiegel Online. Dann gibt ja auch noch meinen Bruder Thomas. Haasen überall. Aber ist doch klar, es geht auch auf Ostern zu. Wer Lust hat noch mehr Haasen zu entdecken, der solle mal unter Verwandt.de nachschauen....

Familienstammbaum anlegen bei verwandt.de
Karte zum Namen Haas
Verteilung des Nachnamens Haas

Die Herkunft deines Namens?

Gräte im Hals

Wahrscheinlich fragt sich jeder, warum blogt der Rabbit nichts mehr? Der Grund ist einfach: Es liegen ein paar super anstrengende, aber auch voll geniale Wochen hinter mir. Ich werde von diesen Erlebnissen noch berichten - versprochen!

Momentan habe ich ein anderes Problem: Heute war bei uns der Auftakt einer "Fischwoche" im Firmenrestaurant. Und just beim ersten Bissen habe ich eine Gräte übersehen, die mir seither irgendwie hinten quer im Hals steckt.
Der normale Hausarzt konnte mir nicht helfen, deshalb eine Bitte an euch: Wer hat eine Lösung, dass dieser "Stachel im Fleisch" wieder verschwindet?

Vielen Dank für eure Mithilfe!

Donnerstag, 21. Februar 2008

Emgering Landeskirche?

Bei Simon auf www.vries-land.de läuft gerade eine interessante Diskussion bzgl. "Emerging Landeskirche". Es ist total spannend zu entdecken, welche Potentiale in unserer Kirche im Blick auf emerging church zu finden sind.
In der Diskussion über 9 Thesen von Simon wird vorhandenes emergentes Potential näher beleuchtet und mit dem gelebten Inhalt in Beziehung gesetzt.

Einfach empfehlenswert!

Montag, 18. Februar 2008

„Steht auf, wenn ihr Christen seid!“

so schreibt Ulrich Parzany in seinem Kommentar in den Katholischen Nachrichten zu der gegenwärtigen Kritik der Grünen am Christival in Bremen. Ein geniales Kommentar!

Parzany sagt:
Es geht nicht nur um das begrenzte Thema, wie einzelne Menschen Homosexualität ethisch beurteilen... [sondern, die Reaktion der Grünen] zeigt, dass es hier um Grundfragen unseres Freiheitsverständnisses geht.
Auch Ulrich Parzany sieht es so, wie auch hier im Blog schon bewertet, dass hier mit sehr unterschiedlichem Maß an Toleranz das Grundrecht der Meinungs- und Religionsfreiheit ausgelegt wird.

Die Tonart in der angeblich so toleranten postmodernen Gesellschaft wird rauher. Toleranz gilt offensichtlich nur für die, die das Grunddogma „Alles ist gleich gültig, nichts ist verbindlich wahr für alle“ glauben.
Was heißt das für uns als Christen?
Ist es bald gefährlich über solche Themen zu bloggen?
Das Internet vergisst ja nichts - das heißt auch in 10 Jahren (vielleicht haben da ja die Volker Becks & Co das sagen) ist noch zu lesen, was mein Verständnis von Christsein ist. Vielleicht werde ich dann vor das "Toleranzgericht" gezerrt, oder mir passiert Schlimmeres...

Ulrich Parzany bringt die Situation auf den Punkt:
.... Allerdings muss man realistisch sein. Jesus hat seinen Leuten nicht versprochen, dass sie ihren Glauben unbekümmert in Freiheit leben und äußern können. Nur eins muss klar sein: Auch wenn uns diese Freiheit nicht zugestanden wird, werden wir Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Es ist wirklich spannend, wie es hier in unserer Demokratie weitergeht. Ich bin mir auf jeden Fall ziemlich sicher, dass es so einfach zukünftig nicht mehr sein wird eine eigene Meinung zu vertreten, die nicht zum gesellschaftlichen Mainstream gehört. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Entwicklung zu einer "Volker Beck' schenToleranzgesellschaft" Auswirkungen haben wird auf das Leben als Christen und als Gemeinde und Jugendorganisationen.

Die Lehre vom Christival 2008 muss schon sein, dass ein Nachgeben kein Mittel zu mehr Toleranz bei den selbsternannten Tolernazpolizisten ist, sondern nur ermutigt weiter zu machen bei der Umgestaltung uns freiheitlichen Grundordung.

Als Fazit bleibt nur eine Reaktion "Steht auf, wenn ihr Christen seid!"

P.S:
CVJM und EC haben es mittlerweile kapiert und haben sich eindeutig hinter das Christival gestellt.

Sonntag, 17. Februar 2008

Die globale Klimaerwärmung...


...machte es möglich, dass wir heute am 17.02. die diesjährige Grillsaison eröffnen konnten. Bei frühsommlichen Temperaturen konnten wir ein Feuer im Garten machen.
Das mit der richtigen Temperatur muss ich noch justieren, aber an sonsten hat es riesig Spass gemacht.
Habt ihr dieses Jahr auch schon gegrillt?

Samstag, 9. Februar 2008

Darf es ein bischen Mehr sein?

Vor ein paar Wochen hatte ich ein intensives Gespräch mit einem Pensionär, der sich intensiv mit geistlichen Fragen auseinander setzt. Es war interessant dem alten Herrn zuzuhören. Besonders seine Ausführungen über den Glauben und das Leben von Dietrich Bonhoeffer hat mich neu inspiriert. Mein Ruheständler bezeichnet sich als "Liberaler" wenn es um die Theologie geht, hat aber dann auch wieder an manchen Stellen Grundsätze, die jedem Evangelikalen gut zu Gesicht gestanden hätte. Folgende Sätze haben mich nachdenklich gemacht, als er sagte: "... nicht alles in eurem CVJM finde ich gut, das mit dem amerikanischen WillowCreck und der oberflächlichen Lobpreismusik..."
Nun über der Willow-Kritik stehe ich mittlerweile, dafür habe ich bei Willow schon zu viel gelernt, aber das mit der "Oberflächlichkeit der heutigen Lieder" hat mich schon gefuxt. Ich wollte ihm noch immer mal eine Gegenüberstellung machen, die das Gegenteil beweist. (Hat jemand sowas??)
Jetzt stößt aber Michael Herbst im letzten WillowCreek Kongress in das gleiche Horn:
"...Nach seiner Überzeugung müssen Gemeinden mehr darauf achten, dass ihre Leitung auch lehrt. „Wir müssen von der ‚Milchfläschchen-Kita’ zur ‚Schwarzbrot-Schule’ kommen.“ Glaube und Predigt müssten wieder mehr an Tiefe gewinnen – „es geht nicht nur darum, dass wir unterhalten und von der Liebe Gottes getröstet werden.“ Das betrifft nach seiner Einschätzung auch neue Gemeinde-Lieder, die mitunter nicht die Tiefe eines Liederdichters Paul Gerhardt hätten."
Wow!
Dazu passt die Aufforderung eines erfahrenen Geistlichen, mit dem ich letztens ein sehr intensives Gespräch führen durfte. Er sagte: "Ihr im CVJM habt die Unabhängigkeit eines freien Werkes... nutzt diese Freiheit von volkskirchlichen Randbedingungen... macht die Bibel unter jungen Menschen wieder neu bekannt. Setzt euch ein für ein vom Geist Gottes geleitetes Bibelverständnis...."
Er hat die CVJMs, egal wo sie gerade ihre Arbeitsschwerpunkte haben, dazu eingeladen, ein Alternativangebot zu bieten zu den allgegenwärtigen historisch kritischen Bibelauslegungen in Schule, Gesellschaft und leider auch vielen Kanzeln. Es dürfte spannend sein, was passieren würde, wenn sich alle CVJMs in Deutschland dieser Herausfordung wieder neu stellen würden. Jugendarbeit im Kontext der Postmoderne, mit Tiefgang und Klarheit und in staunender Erwartung... (und vielleicht wird darin auch ein Paul Gerhard wieder einen angemessenen Platz mit seinen Liedern finden)

Montag, 4. Februar 2008

Buchsuchaufgabe

Ich habe gerade bei Simon entdeckt, dass er mich meint, wenn er von Daniel schreibt....

Die Aufgabe liegt jetzt bei mir, dass ich nämlich Folgendes tue:

1. Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
2. Schlage Seite 123 auf.
3. Suche den fünften Satz auf der Seite.
4. Poste die nächsten drei Sätze.
5. Wirf an fünf Blogger weiter

Tolles Spiel, das hier durch die Blogs geht finde ich... auch wenn ich mit Simons Griechisch nicht viel anfangen konnte.

Aber ich will das Stöckchen aufgreifen und folgenden Text posten:

Der jeweils erreichbare Nächste ist nur darum das Transzendente, weil Christus die Kraft seines Reiches in diese Welt hinengegeben hat: Einen festen Halt habe ich weder bei Menschen noch an Dingen. Als der Gast bin ich den Gesetzen meiner Herberge unterworfen..." Diese Sätze schrieb Bonhoeffer zu Beginn des Krieges....
Dies ist ein super spannendes Buch (leider vergriffen) über Dietrich Bonhoeffer: "Der andere Bonhoeffer - Die Herausforderung des Modernismus"...
Ich lese dieses Buch gerade im Blick auf die Herausforderungen der Postmoderne....
U.a. schreibt Autor Georg Huntemann im Vorwort: "Er (Bonhoeffer) wird ihr Kirchenvater der Zukunft sein - oder die Evangelikalen werden keine Zukunft haben"

Soviel zu dem Buch - ich blogge bestimmt mal drüber, aber es kann sein, dass ich es zweimal lesen muss bis ich es verstanden haben....

Ja an wen werfe ich jetzt das Stöckchen weiter?
Vielleicht einfach mal an Martin und an Goof und an Artur und dann noch an zwei Blogleserinnen (wie wäre es Bettina und Beate in Taiwan??) die keinen eigenen Blog haben (Ihr könnt einfach eurer Wunschbuch hier als Kommentar vorstellen).

Samstag, 2. Februar 2008

Die Kirche verliert ihre Kinder...


Das nebenstehende Bild aus einer Präsentation von Michael Herbst vom Institut für Gemeindeentwicklung hat mir gefallen. Es trifft die Situation in vielen christlichen Gemeinden auf den Kopf. Das Problem ist dabei, dass die Wenigsten je aus ihrem Eimer heraustreten und die Innenansicht verlassen. Die Folge: Sie erkennen nicht, was an der Basis (Boden des Eimers) passiert.
Erst wenn irgendwo ein anderer Eimer (z.B. Freikirche) entsteht, oder wenn plötzlich Mitarbeiter fehlen, dann wir mit Erschrecken festgestellt, dass da ja ein Loch sein muss... Aber wie wird dann häufig reagiert? Genau! Die "Abtropfenden" sind Schuld am Loch!

Dass dieser Mechanismus und diese Entwicklung auch gestoppt und umgekehrt werden kann, das zeigen Beispiele von der Anglikanischen Kirche in England.

Das Amt für missionarische Dienste hat hier einige Infos zusammengestellt. Viel Spass beim Lesen und Handeln!

Donnerstag, 31. Januar 2008

Was ist Toleranz?

(Dieser Beitrag ist ein Kommentar (im Sinne des journalismus) und stellt ausschliesslich meine eigene Meinung dar*)

Was ist Toleranz?
Toleranz (auch: Duldsamkeit; Gegenteil: Intoleranz) kommt vom lateinischen Verb tolerare), das „ertragen“, „durchstehen“, „aushalten“ oder „erdulden“, aber auch „zulassen“ bedeutet. Quelle: www.wikipedia.de

So weit so gut. Wenn man heute politisch korrekt sein will, dann muss man diesen Begriff geradezu verinnerlicht haben. Toleranz gegen alles und jeden das ist heute das Markenzeichen einer gebildeten und intellekuellen Gesesellschaft.

Dass Toleranz relativ schnell ihre Grenzen hat, das erlebt gerade das Christival.
Kaum war das Programmheft verbreitet, hat es schon Bündnis 90/Die Grünen auf den Plan gerufen. Es gabdie Ankündigung eines Seminars über die "Heilbarkeit von Homosexualität". Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, forderte Familienministerin von der Leyen auf die Schirmherrschaft über das Christival abzulegen oder aber auf den Veranstalter Einfluss zu nehmen...
Um es vorweg zu nehmen, die Folge: Die Verantwortlichen des Christivals sagten die Veranstaltung ab!

Was ich wieder gelernt habe: Sobald es Denkmodelle gibt, die nicht einer bestimmten Lebenwirklichkeit und eines Erfahrungshorizont entsprechen, scheint es zu einer "Toleranzblockade" zu kommen...

Über was ich mich auch wundere ist, dass die Verantwortlichen des Christivals mit der Absetzung des Seminars wirklich geglaubt haben dann Ruhe von den selbsternannten "Toleranzpolizisten" zu haben.

Wenig später war es wieder so weit:
Die TAZ schreibt in ihrer Bremer Mittwochsausgabe: "Abtreibung wird weiter verdammt".
In dem Artikel kritisiert "Pro Famila" Seminare zu Themen wie dem Schutz ungeborenen Lebens und dem Verzicht auf Sex vor der Ehe.

Ich frage mich auch hier:
Warum kann ein Seminar, das eine andere Konfiktlösung vorschlägt als die Abtreibung, nicht von der selbsternannten "Toleranzpolizei" toleriert werden?
Warum ist es scheinbar verwerflich einen mittlerweile scheinbar intoleranten Lebensentwurf (die Ehe) vorzuschlagen?

Wird auch hier das Christival reagieren? Wird Frau von der Leyen reagieren?

Die Toleranz geht weiter. Eine Kleine Anfrage im Bundestag stellt Roland Werner (Vorsitzender des Christivals) in Frage.

Was kommt als Nächstes?
Die angebotenen Seminare des Christivals dürften auf jeden Fall noch einige weitere Ansatzpunkte für die "Toleranzpolizei" liefern (Mission, Christen in der Schule, Christsein in der Gesellschaft, Islam,...).

Ich habe den Eindruck, der Wind (nicht nur in Bremen) wird rauer, immer mehr zeigt sich die Intoleranz im Deckmantel der Toleranz.
Es geht um mehr als nur um Seminare, es geht um Standing. Vielleicht könnte hierzu Seminar 628 ein paar wertvolle Tipps liefern.


Ende des Kommentars.


* Ich schreib das mal lieber hin, nicht dass irgend jemand meinen Blog sonst als "intolerant" schliessen lässt...

Mittwoch, 30. Januar 2008

Ein wunderbares Gebet

Jesus take the wheel
Take it from my hands
Cause I can't do this on my own
I'm letting go
So give me one more chance
To save me from this road I'm on
Jesus take the wheel

geschrieben hat es Carrie Underwood.
Drauf gebracht hat mich Goof in Rumänien. Goof zeigt auch ein wunderbares Video von Carrie.
Wer den ganzen Text mal auf Deutsch lesen will, der kann bei bei SWR 3 Lyrix reinschauen.

Samstag, 26. Januar 2008

Projekt Nordstern

Gerade habe ich hier ein Projekt entdeckt, das in gewisser Weise das weiterführt, was ich heute früh gebloggt habe. Das Ziel von Projekt Nordstern:
Wir wollten nicht nur in Tipps und Techniken ertrinken, sondern den Alltag meistern und dabei Jesus integrieren.

Ein interessantes Zitat habe ich darin gefunden:
Dabei scheitern wir nicht an unseren Idealen (z.B. schöne Familie haben, andere evangelisieren), sondern an den praktischen Dingen des Alltags.

LifeLeadership1: Einfach wie früher!

Wer mich kennt, der weiß dass ich immer für den neusten elektronischen Schnickschnack zu haben bin... Zeitplanbuch (Tempus) habe ich schon vor Jahren abgeschafft, alles in Outlook und im Handy, alles im Notebook und digital....

Aber, ihr werdet es kaum glauben - ich bin damit zunehmend unglücklich, denn ich vertraue meinen elektronischen Helfern nicht (mehr). Zu oft bin ich unsicher, ob ich alles notiert habe, ws wichtig ist, zu oft denke ich doch noch an Aufgaben, weil sie nicht in der To-Do-Liste gespreichert wurde....

Seit längerem beschäftigt mich GTD. Aber was mich an dieser Selbstmanagement Methode immer gestört hat war das stupide abarbeiten von Aufgaben und das förmliche Listenführen...

Über den Jahreswechsels habe ich ZTD entdeckt (Um es gleich zu sagen mit ZEN habe ich es nicht, aber die Vorschläge und Methoden von Leo Babauta sind einfach sehr gut anwendbar und hilfreich). Wer diesen Organisiationsvorschlag auf deutsch lesen will sollte mal hier stöbern...

Zusammengefasst habe ich:
  • Meine elektronischen Helfer auf Outlook und mein Handy reduziert: Alle Termine sind hier immer drin und privat und Firma sind abgeglichen.
Absonsten arbeite ich nur noch mit folgenden Tools:

  • Große DIN A4 Notizbücher, für jeden abgrenzbaren Bereich wo viele Notizen anfallen (z.B: Firma, CVJM,...) ein eigenes.
  • Kleines "IMMER-DABEI-Notizbuch" (DIN A6) für die Wochen- und Tagesplanung. Es dient auch für alle Notizen im (privaten) Alltag und enthält auch alle To-Do-ListenTo-Do-Listen als kleine Einsteckkärten in kleine Immer-dabei-Notizbuch, die meine offenen Aufgaben nach Bereichen (z.B. Firma, Privat, Besorgen, CVJM, ect.) einteilen.
Tools alleine reichen natürlich nicht, deshalb habe ich auch meine Arbeitweise verändert. Hier bei sind mir folgende Prinzipien wichtig geworden:
  • Einfache Informationseingangspfade (ich hab in der Firma einen Papier-Eingangskorb und das Email-Postfach)
  • Alle Aufgaben und andere "Dran-Denk-Sachen" müssen auf die To-Do-Listen, dass der Kopf frei wird
  • Auch der Schreibtisch muss frei werden
  • Einfaches Ablagesystem
  • Regelmäßige (routinierte) von Zielen und Werten gesteuerte Jahres-, Wochen- und Tagesplanung
  • So oft wie nur irgend möglich sich an die Gegenwart Jesu erinnern
Ich werde die einzelnen Punkte Schritt für Schritt hier bloggen.
Ich bin gespannt auf Eure Rückmeldung.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Grüße aus Taiwan


Bestimmt fragt ihr euch auch, ob mein Blog überhaupt gelesen wird....
Ich kann euch versichern, dass nicht Wenige sich immer wieder hier umschauen. Ich werde auf Geburtstagsfeiern angesprochen, neulich hat mich einer auf dem Bahnhof angehauen.
Treue Leser gibt es aber auch in Südamerika, Afrika und eine ganz liebe und treue Leserin sitzt in Taiwan.

Als kleinen Gruß haben mich neulich Bilder des Feuerwerks in Taipei erreicht....


Liebe und herzliche Grüße nach Taiwan! Ich wünsch dir eine gesegnete Arbeit.

Samstag, 5. Januar 2008

How great is our God - Welch ein Freund ist unser Jesus

Mich gewegt seit einigen Wochen immer wieder die Frage, wie eine Gemeinde gemeinsam Gottesdienst feiern kann, die von ihren Stilrichtungen und Prägungen sehr unterschiedlich ist.
Wie passt die "Worship-Generation" und die 50plus-Generation zusammen?
Geht das überhaupt?

Dass zwei Generationen von Anbetungsmusik (oder wie die Alten sagen: "Jesuslieder") zusammen kommen können habe ich im folgenden Video entdeckt (Achtung bis zum Ende hören!)


"How great is our God" - Chris Tomlin von HillSongs United und dann
"Welch ein Freund ist unser Jesus" (What a friend we have in Jesus?) - Joseph Scriven (1819-1886, eine extreme Biographie) verbunden zum Lob Gottes...
... Das ist sicher ein Idealfall-Video, aber könnte das nicht eine Vision sein, für einen gemeinsamen Gottesdienst in unserer Gemeinde?

Freitag, 4. Januar 2008

Unpassende Weihnachtsgeschenke....

Was macht ihr mit Weihnachtsgeschenken, die nicht passen oder ihr schon habt.....
Ich hab dieses Jahr lauter Dinge geschenkt bekommen, die ich brauchen kann, aber immer mehr Menschen aus meiner Umgebung outen sich, als Ebay-Saler... Besonders Frauen scheinen hier besonders aktiv zu sein, wie ich neulich von Frau U. und Frau S. erfahren habe. Aber auch Männer sind natürlich durchaus als Shopbetreiber aktiv.

Dabei sollte man nur darauf achten, dass nicht auch noch Bruce als Kunde vorbei kommt. Dies ist neulich Herrn J. passiert....

Mittwoch, 2. Januar 2008

Mein Motto für 2008

Frage dich nicht was die Welt braucht!
Frage dich lieber was dich lebendig macht und dann geh hin und tu das Entsprechende,
denn die Welt braucht nichts so sehr, wie Menschen die lebendig geworden sind.


Mit diesem Zitat von Harold Whitman (oder doch John Eldredge), das mir ein guter Freund mit zum Neuen Jahr geschenkt hat möchte ich leben.

Lebendiger leben! - Bin gespannt wo es gelingt!