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Freitag, 18. September 2009

Sack oder Kopf?

Gerade ist mir wieder so richtig klar geworden, wie kopflos wir Erwachsene durch die Welt laufen. Ganz anders sind da Kinder unterwegs: Die hinterfragen noch, was uns als Erwachsene gar nicht mehr auffällt....

Ein ca. 10 Jahriger fragt mich: "Ist Stuttgart ein Sack- oder Kopfbahnhof?"
Ich: "Keine Ahnung!" und will weiter zu meinem Zug, der gerade im besagten Sack- oder Kopf feststeckt.
10 Jähriger: "Aber das müssen sie doch wissen!"
Ich: "Nun... ich denke es heißt Kopfbahnhof!" und hoffe dass ich dann fertig bin.
Er: "Aber es heißt doch auch nicht Kopfgasse, sonder Sackgasse"
Ich (mit Runzeln auf der Stirn): "Stimmt, man kann beides sagen" und als Ausweg fällt mir ein: "Fragt den Schaffner!"
Er: "Ok... Ein Moment ich frage..."

Hier mal die Wikipedia-Lösung.
Ganz neu ist mir aber auch wieder aufgefallen: "Werdet wie die Kinder!"
Und wenn auch aus einer ganz anderen Sicht fällt mir der Blog von Leo Babauta
ein.

Montag, 4. August 2008

Mach mal wieder Sonntag!

Neulich habe ich einen ganz spannenden Rundbrief von einem Freund erhalten, der zur Zeit mit einem riesigen Containerschiff über die Ozeane schippert....

Er schreibt:
Etwas, was mir in der Zeit an Bord ganz neu bewusst geworden ist, ist die Einhaltung des Sonntags als Ruhetag. An Bord kann man ohne weiteres 7 Tage die Woche arbeiten, denn irgendwo gibt es immer etwas zu tun! Am eigenen Leib habe ich erfahren, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann! All zu oft meinen wir, dass wir es besser wissen als Gott und alles im Griff haben, auch unsere Zeit, Energie usw., doch am Ende müssen wir einsehen, dass Gott es richtig gemacht hat und genau weiß was wir brauchen, auch den siebten Tag als Ruhetag!
Ich möchte jedem einzelnen von euch ganz neu Mut dazu machen, am Sonntag die Arbeit für die Firma, den Garten oder das Haus ruhen zu lassen, denn Gott hat diesen Tag besonders gesegnet (1.Mose 2, 3).
Probier es aus und du wirst sicherlich etwas Erstaunliches feststellen! Was, das finde selber heraus!
Wenn wir doch ehrlich sind, dann sind wir doch auch immer auf Achse, unsere "Lebensschiff" hält auch immer Arbeit bereit.

Wie wäre es, wenn wir den Rat von Christoph ernst nehmen und mal jetzt in diesen Ferienwochen ganz neu lernen einen Tag GANZ ohne Geschäftigkeiten zu verbringen?

Ich wünsch euch gesegnete Ferien- und Sonntage!!!

Mittwoch, 2. Januar 2008

Mein Motto für 2008

Frage dich nicht was die Welt braucht!
Frage dich lieber was dich lebendig macht und dann geh hin und tu das Entsprechende,
denn die Welt braucht nichts so sehr, wie Menschen die lebendig geworden sind.


Mit diesem Zitat von Harold Whitman (oder doch John Eldredge), das mir ein guter Freund mit zum Neuen Jahr geschenkt hat möchte ich leben.

Lebendiger leben! - Bin gespannt wo es gelingt!

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Wächter & Rüstung

Heute ist unser Tag so gar nicht nach dem Motto des Nationalfeiertags "Einigkeit und Recht und Freiheit" verlaufen. Irgendwie waren alle etwas motzig und es gab so manchen Streit. Besonders Jan-Lukas und Naomi schwanken sehr stark zwischen Einigkeit und Streit.

Beim Zubettgehen haben wir nochmal darüber gesprochen. Und da stellt Jani (8) ganz einfach fest, dass das wohl heute oft nicht so war, wie Jesus das machen würden (Anmerkung: Er hat neulich in der Kinderkirche ein WWJD Bändchen bekommen). Im tat es plötzlich Leid, wie er zu seiner Schwester war, er will das nicht, er will ja schliesslich als Freund von Jesus leben.

Im Abendgebet bittet er das Gott "Wächter" schickt, die unser Blockhaus bewachen und uns eine "Rüstung" anzieht, dass der Teufel nicht weiter unser Herz beeinflussen kann, um zu streiten.

Beate und ich fanden dieses Blick genial. Jan-Lukas geht von der Realität der beschützenden Engel, von der Realität der Gegenwart Gottes in einer kindlichen Selbstverständlichkeit aus. Er glaubt an den wirksamen Schutz Gottes, ohne das Wirken des Heiligen Geistes theologisch erfasst zu haben. Jani vertraut auf die Waffenrüstung Gottes, ohne je den Epheserbrief gelesen zu haben.

Ich will ermutigt sein - und euch ermutigen, wieder den kindlichen Glauben anzunehmen und auf die "Engel Gottes" und auf seine "Waffenrüstung" zu vertrauen.
Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufel bestehen könnt." (Eph. 6,11)

Mittwoch, 12. September 2007

Alles eine Frage der Perspektive!

Ein junges Mädchen schreibt an ihre Eltern:

Liebe Mama, lieber Papa!

Ich habe Euch so viel zu erzählen. Nach dem verheerenden Brand im Internat mußte ich wegen Schädigungen an der Lunge einige Tage ins Krankenhaus. Hier habe ich mich in einen der Pfleger verliebt und nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sind wir zusammengezogen.

Als ich herausfand, dass ich schwanger bin, habe ich die Schule beendet und er hat leider seinen Job verloren - wegen der Trinkerei! Wir werden demnächst nach Bayern ziehen und wenn das Kind geboren ist, wohl auch heiraten!

Eure Euch liebende Tochter!

PS: Nichts von dem gerade Geschriebenen ist wirklich passiert! Aber ich bin in Chemie durchgefallen und wollte, dass Ihr die Sache aus der richtigen Perspektive betrachtet!


(aus WillowNews 07-2007)

Mittwoch, 29. August 2007

Einer von Vielen?

Nun ist Mattis schon 2 Wochen auf der Welt. Wir staunen noch jeden Tag über dieses Wunder...

Stunden könnte man damit verbringen nur zu beobachten und über Grimassen zu lachen und auf Laute zu hören. Besonders Jan-Lukas ist hin und weg - ganz gerührt blickt er in den Stubenwagen. Für Naomi ist Mattis dagegen eine ganz praktische Sache wie sie ihre Zuneigung ausdrücken kann: Sie will versorgen und mithelfen, trösten und tragen, wickeln und anziehen....

Neulich bin ich auf eine besondere Weltuhr gestoßen. Unglaublich, was alles im Moment auf dieser Erde passiert. Viele (wahrscheinlich auch der Autor dieser Weltuhr-Seite) ordnen dies evolutionären Zufällen zu.

Einen Schritt weiter geht dann ein Angebot in der Schweiz. Hier hat man die Möglichkeit, dass man von sich verschiedene Merkmale in ein Programm eingibt und man dann einen unverwechselbaren Barcode (wie im Supermarkt) bekommt.
Ein Mensch wird reduziert auf einen Aufkleber von einem Quadratzentimeter.

Ich bin beim Anblick von Mattis ganz sicher, dass es keine Zufälle gibt. Nur Gott ist es möglich, dass ein solches Wunder entsteht. Die erwähnte Weltuhr zeugt von vielen solcher Wunder (leider auch von vielen Schicksalen unserer gefallenen Welt).

Das Beste daran ist, dass wir auch nach unserer Geburt nicht zu einer unpersönlichen ID gewandelt werden, sondern dass wir ein Kind Gottes sind. Ein Kind des Schöpfers ist eine Persönlichkeit mit individuellem Namen in der Gegenwart Gottes und nicht nur eine Barcode-ID.

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat,...: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1)


Diese Tatsache ist einfach genial, denn sie befreit von den unwichtigen vermeintlichen Wichtigkeiten unser modernen Gesellschaft. Wir brauchen nicht wie neulich in Australien geschehen bereit ein Internet-Profil (Facebook) für ein Baby anlegen, das erst in ein paar Monaten auf die Welt kommt. Ich brauche nicht dafür sorgen, dass bereits jetzt unser Mattis gute Kontakte knüpft und ein FaceBook besitzt, denn er ist bereits jetzt eine absoluter VIP bei seinem Vater im Himmel.

„Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Leben war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann.“ (Psalm 139,16)


Was hier für so kleine Kinder oft leicht mit einem Kopfnicken bestätigen wird gilt übrigens auch für uns Erwachene. Es ist an der Zeit, dass diese Tatsache neu entdecken und leben.