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Freitag, 23. November 2007

Wunderbar - Munzi in der Synode


Der Wunsch war geblieben - da muss doch irgendwo falsch gezählt worden sein - Fragen über Fragen - jetzt ist es amtlich!

Markus Munzinger hat um 13 Stimmen die Wahl gewonnen. Das vorläufige Endergebnis findet ihr hier.
Herzlichen Glückwunsch Markus!
Wir wünschen Dir Gottes Weisheit und Segen bei deiner Arbeit.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Ich hab da mal ne Frage....

Am 11. November sind Kirchenwahlen. Auch die Vertreter der Landessynode werden neu gewählt. Jetzt ist mir das lokale Mittelungsblatt der Kirchengemeinde in die Hände gekommen, wo die Kandidaten vorgestellt werden....

Ich dachte, es ist doch bestimmt interessant, wenn die Kandidaten auch das postmoderne Medium des Blogs kennenlernen und ich ihnen in loser Folge immer wieder eine Frage stelle. Die Kommentarfunktion ist für die Antwort und für die Diskussion mit anderen Bloglesern nutzbar.

Knut (Foto: pixelio.de) ist verantwortlicher Mitarbeiter im CVJM und in der Kirchengemeinde. Seid über 20 Jahren leitet er verschiedene Kreise. Knut ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat 2 Kinder und trägt einen verantwortlichen Job in der Wirtschaft.
Bei seinen verschiedensten Aufgaben in der Gemeinde und im CVJM muss er in Andachten, Seelsorge und Begeltung sehr viel geben, deshalb sucht er einen regelmäßigen Gottesdienst, in dem er durch eine klare Predigt UND zeitgemäßem Lobpreis UND gelebter Gemeinschaft auftanken kann. Er hat im Kirchenbezirk viele Angebote besucht, leider ohne Erfolg. Um nicht auszudorren geht er regelmäßig in einen nahgelegenen freikirchlichen Gottesdienst.

Frage 1 an die Synodal-Kandidaten:
Was wollen Sie für Menschen wie Knut in den nächsten 6 Jahren tun? (Kommentarfunktion siehe unten)

P.S:
Folgende fünf Kandidaten bewerben sich für den Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen für diese Aufgabe:

Dekan Harald Klingler (57 Jahre)

Gesprächskreis: Lebendige Gemeinde



Pfarrer Matthias Krack (Jg. 1969) ,
Arbeitsgemeinschaft: Kirche für Alle
Gesprächskreis: Evangelium und Kirche



Markus Munzinger (Jg. 1970)

Gesprächskreis: Kirche für Morgen



Christoph Schüz (Jg. 1947),
Arbeitsgemeinschaft: Kirche für Alle
Gesprächskreis: Evangelium und Kirche



Cornelia Zeifang (48 Jahre)

Gesprächskreis: Lebendige Gemeinde

Donnerstag, 20. September 2007

Munzi im Fernsehen

Ich sagte ja schon, dass ich einen Synodalen persönlich kenne.
Für meinen Blog habe ich es jetzt noch nicht geschafft, mit ihm ein Interview zu führen, aber ein Kollege aus dem Kirchenfernsehen hat ihn vor die Kamera bekommen.
Viel Spass beim Ansehen.

Mittwoch, 19. September 2007

Vergreisung der Gottesdienste? Hoffnung für die Zukunft ?

Gabi war eine „Vorzeigechristin“: Sie engagierte sich fest in der Gemeinde, war bei vielen Aktivitäten dabei. Doch mit der Zeit sank ihr Bedürfnis zum Gottesdienst zu gehen und sie zog sich aus der Mitarbeiterschaft zurück, ohne genau sagen zu können, warum. „Es bringt mir alles nichts mehr!“, antworte sie Gemeindegliedern, die nach dem Grund ihres Fernbleibens fragten. Auf die Frage, ob denn in ihrer Beziehung mit Jesus alles in Ordnung sei, antwortete sie entschieden: "Ja, ich erlebe ihn tief – alleine und wenn ich mit Freunden zusammen bin und ihn anbete. Da ist alles okay..“ Alle liebevollen Appelle, ihre Treue zu Jesus doch auch durch ihren Gottesdienstbesuch und Mitarbeit in der Gemeinde zum Ausdruck zu bringen, fruchten nichts. (Soviel aus der LesBar)

Neulich war es wieder so weit. Man diskutiert über die Situation des Gottesdienstes am Sonntagmorgen.

Die Eine: "Die Jungen Leute sind halt nicht mehr da!"
Der Andere: "Auch die mittlere Generation kommt nur noch selten!"
Die Dritte wundert sich: "Aber unsere Predigt ist doch so gut!"

Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Die Gottesdienste am Sonntagmorgen "Vergreisen". Was ist zu tun?

Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn ich mag meine Kirche und den Gottesdienst, nur sehe ich die Gefahr dass wir bei unseren Diskussionen nur eine flache eindimensionale Sicht auf den Gottesdienst haben. Eine Gemeinde ist aber ein dreidimensonales Gebilde: "Ein Leib Christi". Der Gottesdienst ist nur ein wichtiger Teil davon.

Die Anglikanische Kirche hat die gleichen Diskussionen geführt, faszinierend dabei ist, dass sie aufgehört hat sich in dieser Negativspirale von "Früher war Alles besser" und "Bloss nichts verändern" zu drehen. Professor Michael Herbst (Uni Greifswald) hat in "Mission bringt Gemeinde in Form" diese positiven Entwicklungsschritte auch ins Deutsche übertragen.

Am 11. November ist Kirchenwahl, d.h. es werden Kirchengemeinderäte und Landessynodale gewählt. Mir ist es wichtig, dass hier Menschen Verantwortung übernehmen,

  • die die Realität der "Gabi-Generation" und der Postmoderne anerkennen
  • die Gemeinde als "Leib Christi" (lebendiger Organismus) und nicht als Organisation oder Politikfeld sehen
  • die Gemeinde nicht als "Kulturelement" sondern als integraler Bestandteil zur Gesellschaftstransformation verstehen
  • die im Blick auf Jesus sich dafür einsetzen, dass wir "missionale Gemeinde" sind/werden
  • deren größtes Anliegen es ist, dass Menschen aller Generationen zu einem lebendigen Glauben an Jesus gelangen und in einer echten Gemeinschaft leben
  • für die der ZeitGeist eine Herausforderung an ihren persönlichen Glauben darstellt.

Dienstag, 11. September 2007

Neu verliebt!

Habe ich dir schon erzählt, dass ich mich neu verliebt habe?
Ja du hast richtig gelesen - ich bin über beide Ohren neu verliebt. Aber keine Angst Beate soll darunter nicht leiden...

Ich habe mich neu verliebt in meine Kirche - zumindest in meine Ortsgemeinde.
Ich staune wieder (die mich kennen, die wissen, dass das nicht immer so war) über die Chancen und Möglichkeiten die wir hier am Ort als "Volkskirche" haben.
  • Es ist doch einfach genial, dass unsere Kinder mit ihren Lehrern heute geschlossen bei "Schulanfangsgottesdienst" waren. Jesus mit Liedern gefeiert haben, auf die Geschichte von Daniel gehört haben und für das Gelingen der Schule gebetet haben.
  • Es ist doch einfach wunderbar, dass meine Tochter ganz selbstverständlich im Kindergarten Geschichten aus der Bibel hört
  • Es ist doch toll, dass man als CVJM eingeladen ist, um bei den örtlichen Vereinaktivitäten Präsenz zu zeigen
  • Mich fasziniert, dass bei uns Sonntag für Sonntag an mehreren Stellen Gottesdienst angeboten wird
  • usw.
Wenn wir unser Dorf mit der restlichen Welt vergleichen, dann haben wir hier phantastische Bedingungen, um auf ganz natürliche Weise ein Zeugnis für den lebendigen Gott zu sein.

Übrigens. Ich hab die "rosarote Brille" auf!

Und deshalb stresst es mich gerade wenig, wenn das jüngste Lied im Gottesdienst aus dem 16. Jahrhundert stammt, wenn wieder die Tradionalisten ihre Wichtigkeiten verbreiten oder wenn an manchen Stellen eine offene missionarische Gemeinde- und Jugendarbeit als störend empfunden wird.

Es kommt auf das einzelne persönliche Fundament und die persönlich gelebte Glaubensbeziehung an, damit sich Gemeinde auch an die Herausforderungen der Postmoderne anpasst und dabei ihr biblische Definition als "Ein Leib mit vielen Gliedern" immer wieder neu entdeckt.

Frage:
Was kannst du dazu beitragen, dass der "Organismus Gemeinde" fit bleibt und an manchen Stellen wird?

Montag, 3. September 2007

Kirchenwahl - Beobachtung 1

Der Countdown läuft noch 69 Tage bis zur Wahl - so zeigt mir die extra erstellte Wahlseite meiner evangelischen Landeskirche an. Und dann geht es los mit dem Wahlspektakel, dass wir sonst nur von der Bundestagswahl kennen...

  • ... da gibt es auf der Seite ein "Kirchenwahl-Lied": So richtig schön mit Klaviersatz, Orgelsatz, ect.
  • ... eine Web 2.0 gemäße Gestaltung mit Blog oder Forum oder sonst einer Interaktion suche ich vergebens.
  • ... dann strahlt mich Miss Baden-Württemberg an und flüstert mir zu: "Gewählt werden oder selbst wählen, beides tut gut". Frage: Ich darf doch auch wählen, wenn ich gewählt werde, oder?
  • ... mit Mundfunk soll die frohe Kunde auch noch gesendet werden
  • ... ach ja ein bischen "Jeder darf Web" habe ich dann auch noch im "Internet-Gemeindebaukasten" gefunden. Gleich mit angeschlossenem Shop.
  • ... und dann habe ich da noch ein sexy Tattoo gefunden - das Gesicht der jungen Dame beim Gedanken an ihren Sonntagmorgengottesdienst hätte mich mehr interessiert
Eigentlich habe ich nach diesen Effekten gar nicht gesucht!
Ich wollte wissen, warum ich wählen soll. Was hat die Gesellschaft von dieser Wahl?
Oder wenigstens: Was hat die evangelische Gesellschaft in Württemberg von dieser Wahl?

Ich werde es entdecken - ganz bestimmt! Und: Ich werde es auch noch verstehen, was hinter diesen schönen Sätzen auf diesen schönen Plakaten, Internetseiten, Zeitschriften, .... steckt. Ganz bestimmt, denn ich kenn schliesslich einen Synodalen ganz persönlich!

Ich werde auch noch bei den einzelnen Parteien - sorry "Gesprächskreisen" vorbeischauen. Ganz bestimmt!

p.s. Versprochen, mein nächster Post zur Kirchenwahl wird ernsthafter und tiefgründiger, denn ich mag meine Kirche wirklich.