Habe ich dir schon erzählt, dass ich mich neu verliebt habe?
Ja du hast richtig gelesen - ich bin über beide Ohren neu verliebt. Aber keine Angst Beate soll darunter nicht leiden...
Ich habe mich neu verliebt in meine Kirche - zumindest in meine Ortsgemeinde.
Ich staune wieder (die mich kennen, die wissen, dass das nicht immer so war) über die Chancen und Möglichkeiten die wir hier am Ort als "Volkskirche" haben.
- Es ist doch einfach genial, dass unsere Kinder mit ihren Lehrern heute geschlossen bei "Schulanfangsgottesdienst" waren. Jesus mit Liedern gefeiert haben, auf die Geschichte von Daniel gehört haben und für das Gelingen der Schule gebetet haben.
- Es ist doch einfach wunderbar, dass meine Tochter ganz selbstverständlich im Kindergarten Geschichten aus der Bibel hört
- Es ist doch toll, dass man als CVJM eingeladen ist, um bei den örtlichen Vereinaktivitäten Präsenz zu zeigen
- Mich fasziniert, dass bei uns Sonntag für Sonntag an mehreren Stellen Gottesdienst angeboten wird
- usw.
Wenn wir unser Dorf mit der restlichen Welt vergleichen, dann haben wir hier phantastische Bedingungen, um auf ganz natürliche Weise ein Zeugnis für den lebendigen Gott zu sein.
Übrigens. Ich hab die "rosarote Brille" auf!
Und deshalb stresst es mich gerade wenig, wenn das jüngste Lied im Gottesdienst aus dem 16. Jahrhundert stammt, wenn wieder die Tradionalisten ihre Wichtigkeiten verbreiten oder wenn an manchen Stellen eine offene missionarische Gemeinde- und Jugendarbeit als störend empfunden wird.
Es kommt auf das einzelne persönliche Fundament und die persönlich gelebte Glaubensbeziehung an, damit sich Gemeinde auch an die Herausforderungen der Postmoderne anpasst und dabei ihr biblische Definition als "Ein Leib mit vielen Gliedern" immer wieder neu entdeckt.
Frage:
Was kannst du dazu beitragen, dass der "Organismus Gemeinde" fit bleibt und an manchen Stellen wird?