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Samstag, 11. Juli 2009

Beim Vater!


Vor zwei Jahren durften Beate und ich noch einen herrlichen Abend verbringen, sie hat damals aus ihrem bewegten Leben erzählt und uns beide bei einem gepflegten Glas Rotwein zu einem entschiedenen und leidenschaftlichen Leben in der Nachfolge Jesu eingeladen. Es ist für uns bis heute ein Highlight, das wir nicht vermissen wollen.
"Eigentlich wäre ich jetzt mit 81 bereit, dass ich zum Vater gehe, aber ich habe zu Ihm gesagt, dass es auch OK wäre, wenn er mich noch ein paar Dinge für straffällig gewordene Jugendliche anpacken liese.... " so sagte sie und erzählte dann von einem neuen Projekt...
Am 7. Juli nun durfte die "Mutter Theresa von Dresden" heim zu ihrem Vater. Wir freuen uns für sie und sind dankbar, dass wir diese wunderbar mit Gott in Verbindung lebende Frau persönlich kennen lernen durften. Leidenschaft für Jesus, Liebe für Menschen und ein junges Herz bis ins hohe Alter das wünschen wir jedem von uns.
Es gibt ein paar interessante Bücher zum Leben von Sabine Ball und die Homepage ihrer Arbeit in Dresden ist auch ein Besuch wert.

Interessantes Interview findet ihr auch auf beim Bundesfamilienministerium.

Freitag, 23. November 2007

Nachtrag: Welle der Hilfsbereitschaft - Starke Mutter

Mein letzter Post hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.
Die Leser des Blogs waren unglaublich - man merkt eindrücklich, dass viele Menschen ihr Herz am Herzschlag Jesu haben.

Nach nur wenigen Stunden des Blogeintrags war schon eine Flut an Hilfsbereitschaft da:
- Mehrere Hundert Euro Spendenzusage
- Kleider, Spielsachen, Baby-Fläschchen, Essen, Klamotten für die Mutter....

Und es hört nicht auf. Immer wieder meldet sich jemand und bittet Hilfe an....

Trotzdem muss ich jetzt hier kurz auf die PAUSE-Taste drücken.

Beate hat ein sehr intensives Gespräch mit der Frau geführt:
  • Und ist dabei auf eine gigantisch starke und irgendwie auch wilde Mutter getroffen.
  • Eine Mutter für die ihre Kinder alles bedeuten.
  • Eine Mutter die nicht jammert oder klagt.
  • Eine Mutter die trotz der schwierigen Lage die Hoffnung nicht aufgibt.

Kurz eine wahre Kämpferin.

Beate hat ihr von der Welle an Hilfsbereitschaft berichtet. Sie war total gerührt, und hat hier ganz deutlich die Liebe von Christen wahrgenommen.

Und trotzdem will sie im Moment keine direkte finanzielle oder sachliche Hilfe annehmen, denn sie zieht im Moment alle Kraft für ihre nicht gerade rosige Situation aus der Tatsache, dass sie selber dafür kämpfen kann.

Sie sagt: "Hilfe annehmen wäre momentan ganz bequem und gut, aber dann würde in ihr der Kämpferwille erlöschen und sie würde aufgeben, für ihre Familie zu ringen".

Ich denke das muss man respektieren.

Was heisst das jetzt?
Erstmal hat diese spontane Aktion gezeigt, dass es genügend wilde Menschen gibt, die ein Herz für Andere haben.
Beate ist weiter mit der Frau in sehr intensivem Kontakt. Und vielleicht ergibt sich da ja auch noch die Möglichkeit, dass es auch ein Form von Stärke ist, wenn man Hilfe annehmen kann. Wir werden auf jedenfall auf euch wieder zukommen und eure Angebote "abrufen" sobald es gebraucht wird.

Einen Traum hätte die Frau:

Ihr großer Traum wäre, wenn ihr Mann (spricht gebrochen Deutsch) eine dauerhafte Arbeit finden würde. Er hat leider keine Ausbildung, aber hat schon bei verschiedenen Firmen als Produktionshelfer gearbeitet...

Was es sonst noch für Ansatzpunkte für Hilfe und Begleitung gibt, wird die Beleitung der Familie durch Beate (vielleicht macht ja noch jemand anders mit) zeigen.

So viel ganz kurz.
Ich halte euch weiter im Blog auf dem Laufenden. Bei weiteren Fragen und Ideen einfach mailen oder anrufen.

Montag, 19. November 2007

1200 Euro - 3 Kinder - Na und?

Liebe Freunde,
wenn ich diese Zeilen schreibe, dann habe ich Tränen in den Augen, denn gerade hat mich die "Soziale Kälte" erreicht.

Da gibt es doch tatsächlich (nicht nur im Fernsehen) direkt bei uns in unserer wohlsituierten Nachbarschaft eine Familie mit 3 Kinder (3 Jahre bis 3 Monate) und die müssen mit etwa 1200 Euro pro Monat auskommen!

Die Mutter müsste dringend eine Röntgen-Untersuchung machen, aber das geht nicht, denn sie muss unbedingt stillen, denn die Babynahrung wäre unbezahlbar im Moment.
Die Mutter geht nachts um 1 Uhr aus dem Haus (zuvor stillt sie nochmal) und trägt bis 6 Uhr Zeitungen aus, um dann wieder zum nächsten Stillen da zu sein.

Der Vater arbeitslos und ohne Deutschkenntnisse.

Schicksal könnte man sagen, aber dieses Schicksal ist doch nur 150 Meter entfernt von mir!
Schicksal könnte man sagen, aber diese Menschen sind ein Teil unserer Gemeinde (und wollen demnächst ihr Kind taufen lassen)!

Wie geht es dir damit? Klickst du einfach weiter? Oder hast du eine Idee, wie wir hier ganz konkret als Kirchengemeinde und CVJM helfen können?

"Wer hat einen Job für den Vater?
Wer hat Klamotten für die Kids?
Wer hat vielleicht sogar Zeit für die Familie und hilft praktisch mit?
Wer ? Wenn nicht wir? " (würde wahrscheinlich Jesus fragen)

Wenn du mithelfen kannst, dann melde dich bei mir!