Montag, 26. November 2007

Arme Engländer

Die Auslosung zur Qalifikation der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ist vorbei und Deutschland hat es wieder "geschafft" eine leichte Gruppe (Russland, Finnland, Wales, Aserbaidschan und Liechtenstein müssten zu packen sein) zu erwischen.
Anders die Engländer, wieder geht es gegen Kroation (wir erinnern uns gerne an das 2:3 neulich in Wembley), auch die Ukraine und Weissrussland sind nicht ganz einfach. Naja, wir gönnen den Engländern diese spannenden Spiele.

Die haben sich jetzt auf Jogi Low eingeschossen. (Aber Jogi! So etwas tut man auch nicht, aber dafür bist du ein guter Trainer)

Sonntag, 25. November 2007

Kirche am Totensonntag überfüllt !!!!

So etwas hat es noch nie gegeben!

An einem Totensonntag, wo normalerweise der Gottesdienstbesuch mager bis sehr wenig ist platzte die Kirche in Kappishäusern aus allen Nähten.

Alle Kirchenbänke waren belegt,
alle verfügbaren Stühle besetzt,
Jugendliche drängten sich auf der Orgelbank und im Eingangsbereich und auf der Empore standen Leute, um den Gottesdienst zu verfolgen. (Der Kirchenraum war voller als bei der Einweihung, die auf dem Bild dargestellt ist, da im Mittelgang noch Stühle standen)

Was war der Grund?
Ganz einfach: Der Gottesdienst begann um 11 Uhr, es gab moderne Lieder und Kirchenlieder gesungen mit Beamer und es waren verschiedene Gemeindeglieder an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt. Die Kinder waren in ihrem eigenen spannenden Kinderprogramm im Gemeindehaus untergebracht.

Das Fazit eines neben mir stehenden Besuchers:
So muß Gottesdienst sein, dass er ankommt!
Und weiter fragt er sich, wann er einen solchen Gottesdienst auch in der Dettinger Stiftskirche erleben darf?

Ein anderes Fazit ist natürlich auch, dass eine Kirche wie die in Kappis

Samstag, 24. November 2007

Rumänien ganz nah!

Es ist kaum zu glauben, was diese jungen und jung gebliebenen Frauen und Männer in ein paar Wochen leisten können.
Ich habe heute abend Bauklötze gestaunt, als ich gehört habe, wie viel die Mädels und Jungs auch in diesem Jahr wieder an "ihrem" Projekt "Wasserkraft für Rumänien" geleistet haben.
Was mich auch erfreut hat, wie viele gerade junge Leute sich für diese Arbeit interessieren. Über 100 Menschen ließen sich von praktischer Missionsarbeit faszinieren.

Man kann allen Beteiligten zur ihrem Engagement nur gratulieren (so wie es auch schon die Frau des Bundespräsidenten getan hat) und Danke sagen. Ich bin dankbar, dass praktische CVJM Jugendarbeit auch heute noch junge Menschen motiviert sich für andere einzusetzen und dass dabei junge Leute in ihrem Glauben wachsen.
Für alle (man muss nicht jung sein) gibt es 2008 wieder die Möglichkeit für dieses Erlebnis. Am besten einfach eine Email an Friedemann (er berichtet direkt von vor Ort).

Freitag, 23. November 2007

Nachtrag: Welle der Hilfsbereitschaft - Starke Mutter

Mein letzter Post hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.
Die Leser des Blogs waren unglaublich - man merkt eindrücklich, dass viele Menschen ihr Herz am Herzschlag Jesu haben.

Nach nur wenigen Stunden des Blogeintrags war schon eine Flut an Hilfsbereitschaft da:
- Mehrere Hundert Euro Spendenzusage
- Kleider, Spielsachen, Baby-Fläschchen, Essen, Klamotten für die Mutter....

Und es hört nicht auf. Immer wieder meldet sich jemand und bittet Hilfe an....

Trotzdem muss ich jetzt hier kurz auf die PAUSE-Taste drücken.

Beate hat ein sehr intensives Gespräch mit der Frau geführt:
  • Und ist dabei auf eine gigantisch starke und irgendwie auch wilde Mutter getroffen.
  • Eine Mutter für die ihre Kinder alles bedeuten.
  • Eine Mutter die nicht jammert oder klagt.
  • Eine Mutter die trotz der schwierigen Lage die Hoffnung nicht aufgibt.

Kurz eine wahre Kämpferin.

Beate hat ihr von der Welle an Hilfsbereitschaft berichtet. Sie war total gerührt, und hat hier ganz deutlich die Liebe von Christen wahrgenommen.

Und trotzdem will sie im Moment keine direkte finanzielle oder sachliche Hilfe annehmen, denn sie zieht im Moment alle Kraft für ihre nicht gerade rosige Situation aus der Tatsache, dass sie selber dafür kämpfen kann.

Sie sagt: "Hilfe annehmen wäre momentan ganz bequem und gut, aber dann würde in ihr der Kämpferwille erlöschen und sie würde aufgeben, für ihre Familie zu ringen".

Ich denke das muss man respektieren.

Was heisst das jetzt?
Erstmal hat diese spontane Aktion gezeigt, dass es genügend wilde Menschen gibt, die ein Herz für Andere haben.
Beate ist weiter mit der Frau in sehr intensivem Kontakt. Und vielleicht ergibt sich da ja auch noch die Möglichkeit, dass es auch ein Form von Stärke ist, wenn man Hilfe annehmen kann. Wir werden auf jedenfall auf euch wieder zukommen und eure Angebote "abrufen" sobald es gebraucht wird.

Einen Traum hätte die Frau:

Ihr großer Traum wäre, wenn ihr Mann (spricht gebrochen Deutsch) eine dauerhafte Arbeit finden würde. Er hat leider keine Ausbildung, aber hat schon bei verschiedenen Firmen als Produktionshelfer gearbeitet...

Was es sonst noch für Ansatzpunkte für Hilfe und Begleitung gibt, wird die Beleitung der Familie durch Beate (vielleicht macht ja noch jemand anders mit) zeigen.

So viel ganz kurz.
Ich halte euch weiter im Blog auf dem Laufenden. Bei weiteren Fragen und Ideen einfach mailen oder anrufen.

Wunderbar - Munzi in der Synode


Der Wunsch war geblieben - da muss doch irgendwo falsch gezählt worden sein - Fragen über Fragen - jetzt ist es amtlich!

Markus Munzinger hat um 13 Stimmen die Wahl gewonnen. Das vorläufige Endergebnis findet ihr hier.
Herzlichen Glückwunsch Markus!
Wir wünschen Dir Gottes Weisheit und Segen bei deiner Arbeit.

Montag, 19. November 2007

1200 Euro - 3 Kinder - Na und?

Liebe Freunde,
wenn ich diese Zeilen schreibe, dann habe ich Tränen in den Augen, denn gerade hat mich die "Soziale Kälte" erreicht.

Da gibt es doch tatsächlich (nicht nur im Fernsehen) direkt bei uns in unserer wohlsituierten Nachbarschaft eine Familie mit 3 Kinder (3 Jahre bis 3 Monate) und die müssen mit etwa 1200 Euro pro Monat auskommen!

Die Mutter müsste dringend eine Röntgen-Untersuchung machen, aber das geht nicht, denn sie muss unbedingt stillen, denn die Babynahrung wäre unbezahlbar im Moment.
Die Mutter geht nachts um 1 Uhr aus dem Haus (zuvor stillt sie nochmal) und trägt bis 6 Uhr Zeitungen aus, um dann wieder zum nächsten Stillen da zu sein.

Der Vater arbeitslos und ohne Deutschkenntnisse.

Schicksal könnte man sagen, aber dieses Schicksal ist doch nur 150 Meter entfernt von mir!
Schicksal könnte man sagen, aber diese Menschen sind ein Teil unserer Gemeinde (und wollen demnächst ihr Kind taufen lassen)!

Wie geht es dir damit? Klickst du einfach weiter? Oder hast du eine Idee, wie wir hier ganz konkret als Kirchengemeinde und CVJM helfen können?

"Wer hat einen Job für den Vater?
Wer hat Klamotten für die Kids?
Wer hat vielleicht sogar Zeit für die Familie und hilft praktisch mit?
Wer ? Wenn nicht wir? " (würde wahrscheinlich Jesus fragen)

Wenn du mithelfen kannst, dann melde dich bei mir!

Sonntag, 18. November 2007

Ein anderer Gottesdienst

Viele die ich kenne diskutieren gerade mit, wenn es um die Frage geht, wie sich der Sonntag morgen Gottesdienst weiterentwicklen könnte, dass auch junge Menschen sich wieder hingezogen fühlen.

Bei der letzten Kirchenwahl hat sich dieses Thema fast jeder Kandidat auf die Fahnen geschrieben... Jetzt geht es ans Handeln, denn zu viel Zeit bleibt nicht mehr...

Einen faszinierenden Ansatz fährt dabei der CVJM Esslingen in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Kirchengemeinde. EIN anderer Gottesdienst!

Was mich an dem Esslinger Konzept fasziniert ist dass es nicht um Professionalität oder eine bestimmte Art von Liturgie geht, sondern es geht darum, dass ein weiterentwicklter landeskirchlicher Gottesdienst wieder attraktiv für Junge und Alte ist. Ganz interessant finde ich auch die zu diesem Gottesdienst gemachten Umfrage.

Unserer ganzen Familie hat es gefallen. Die Kinder fühlten sich im Kinderprogramm wohl und wir Erwachsene waren von Predigt, Lobpreis und Begebung berührt. Es hat uns wieder mal gezeigt, dass Vieles möglich ist, wenn nur der Wille da ist. Der Geist Gottes verbindet ganz unterschiedliche Menschen.

Samstag, 17. November 2007

Neuer Fernseher!

Was ich noch ganz vergessen habe ist die Neuigkeit, dass wir vor einer Woche den Platz an dem sonst unser Fernsehgerät stand umgestaltet haben....
Nach einem kurzen AAAhhhh-Effekt bei den Kids (und bei mir) war es eigentlich gar nicht schlimm und ich muss sagen, dass man durch diese Umgestaltung sehr viel Zeit für andere Dinge (z.B. Bloggen) gewinnt.
Allein sind wir ja in dieser Art von Wohnungsgestaltung und damit Lebensgestaltung nicht. Sogar das postmoderne Kultmagzin NEON hat diesen Trend aufgegriffen und 15 gute Gründe für diesen Schritt geliefert.

Vielleicht könnten wir ja eine gemeinsame Aktion starten: "Bis Weihnachten ohne Fernsehen!". Wer ist dabei? Bitte melden!

Ich werde mal bei Gelegenheit berichten, wie es uns mit dieser neuen Lebensart geht. Einstweilen noch ein Tipp zur Alternative (am Besten mit einem Glas Rotwein geniessen)

40.000 Verwundete und Tote am 24. Juni

Gestern war ich beim 100 jährigen Jubiläum unseres örtlichen DRK. Ein Festabend wie so Festabende halt sind, Grußworte, Essen & Trinken, Rückblicke...

Ein Video über die Geschichte des Roten Kreuzes und seinen vielseitigen Einsatz hat mich besonders beeindruckt. Es war der 25. Juni 1859. Ein gewisser Herny Dunants war geschäftlich in Oberitalien unterwegs und stieß besagten Samstag (ein Tag nach der Schlacht) auf das Dörfchen Solferino. Eine der schrecklichsten Schlachten war zu Ende gegangen . 40.000 Menschen tot oder verwundet.

Dieses schreckliche Leiden rührte Dunants so sehr, dass er später schrieb:

„[...] Die Sonne des 25. Juni beleuchtet eines der schrecklichsten Schauspiele, das sich erdenken läßt. Das Schlachtfeld ist allerorten bedeckt mit Leichen von Menschen und Pferden. In den Straßen, Gräben, Bächen, Gebüschen und Wiesen, überall liegen Tote, und die Umgebung von Solferino ist im wahren Sinne des Wortes mit Leichen übersät. Getreide und Mais sind niedergetreten, die Hecken zerstört, die Zäune niedergerissen, weithin trifft man überall auf Blutlachen. [...]“
(Henry Dunant: Eine Erinnerung an Solferino.)
Es war für Henry Dunant die Motivation dass er spontan vor Ort Hilfe organisierte und jedem (egal welcher Nationalität) half so gut es eben ging. Dieser schreckliche Eindruck von Solferino war die entscheidende Motivation für Dunant 1853 das Rote Kreuz zu gründen.

Jetzt könnte ich schnell zu den allgemeinen Jubiäumfeierlichkeiten zurrückkehren, wenn ich nicht wüsste, dass genau dieser Dunant nicht auch 1855 mit dabei war den weltweiten CVJM in Paris zu gründen.

Dunant war überzeugter Christ, der CVJM war für in Sinnbild für eine "weltweite geistliche Familie". Dabei hatte Dunant aber nicht nur den Blick auf das "Familienleben" innerhalb des CVJM in Genf oder weltweit, sondern sein Engagement für Menschen in Not (egal wie fromm) war Leitmotiv für sein Leben und Handeln als Christ.

Ich wünsche mir, dass wir als weltweite CVJM-Bewegung, aber auch ganz besonders wir CVJMs in Deutschland diese "Außensicht" auf die Nöte der Menschen neu lernen und einfach handeln!

Donnerstag, 15. November 2007

Franz Müntefering begeistert mich

Als ich die Nachricht vom Rücktritt Münteferings im Radio gehört habe, dachte ich "Na der hat halt keine Lust mehr, sich mit Beck und Co. rumzuärgern". Ein Rücktritt mit toller Pension - wie schon so Viele!

Als ich dann heute von der Krebserkrankung seiner Frau gehört habe, habe ich tiefen Respekt für seine Entscheidung empfunden. Um so mehr wundert es mich, dass "Münte" dabei ausdrücklich betonen musste, dass es "ausschliesslich private Gründe gebe" für den Rücktritt. Warum muss er das? Warum darf er nicht einfach sagen, dass es Wichtiges und Wichtigeres gibt?

Es scheint so, dass man sich in Deutschland dafür entschuldigen muss, dass Menschlichkeit, Ehe, Familie und andere nicht beruflichen Wichtigkeiten eine höhere Priorität haben als der berufliche Erfolg.

Aber das kennen wir ja auch in anderen Bereichen: Wie viele Frauen (und Männer) müssen sich dafür rechtfertigen, wenn sie statt Karriere sich zuerst um die kleinen Kinder kümmern, und dabei sogar noch Spass und Erfüllung empfinden. Die Diskussion, angestossen von Eva Herman, hat dies ja eindrucksvoll gezeigt.
Wie viele Menschen haben sich für die Karriere entschieden und sehen ihre Kinder nur noch wenn diese Schlafen oder am Wochenende? Jeder muss diese Entscheidungen selber treffen, aber was wir dringend in unserere so scheinbar toleranten Gesellschaft brauchen ist eine neue Toleranz für Lebenmodelle die dem Leben entsprechen, wie Gott es sich ausgedacht hat.

Ich wünsche Frau Müntefering und Herrn Müntefering ganz viel Kraft und Gottes Segen. Ich wünsche mir, dass es noch mehr Menschen gibt die für solche Prioritätsverteilung offen sind. (Foto: www.bundestag.de)

Polen, Polen,...

Heute möchte ich mich kurz aus Krakau, Polen melden.
Ist ein total interessantes Land, leider haben wir kaum Zeit die Gegend anzuschauen.
Was mir besonders auffällt ist die Geschäftigkeit und der Trend zum Konsum. Alle Menschen (fasst alle) sind super modisch gekleidet und an allen Ecken und Enden ist Werbung in großen Tafeln zu sehen. Die Preise dieser Dinge liegen etwa so wie bei uns, aber das Problem ist, dass die Leute deutlich weniger verdienen wie wir. Wie funktioniert das?

Ich beobachte so ganz oberflächlich eine Mischung aus katholisch geprägter Sittsamkeit (Sauna im Hotel wird stundenweise an Männer und dann wieder an Frauen vergeben) und kirchlicher Tradition (Menschen gehen an einem Wochentag in die Kirche) auf der anderen Seite jede Menge Werbung, die nach dem Motto funktioniert "Sex sells" bis hin zu Restaurantketten, die auf dieser Ebene um Kunden werben.

Was ich mich frage ist, wo bleiben hier die Christen?
Ein Land mit riesiger christlicher Tradition (und einem eigenen Papst) entwickelt einen Kapitalismus,der viel extremer scheint, als bei uns. Ich sehe nicht, dass christliche Werte, wie sie die alte Kirche vertritt, auf Dauer noch Gehör finden.
Mit ist jetzt hier in den drei Tagen Kraukau wieder klar
geworden, dass es notwendig ist, dass Christen "in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt" ihren Glauben leben. Durch ihre Präsenz im Alltag die Hoffung von Jesus Christus in die Welt tragen. Tradition wird nichts bewirken, aber ein mitleben und ein sich kümmern um z.B. den Obdachlosen, der durch die Innenstadt von Krakau irrt und um Essen bettelt. Oder dass es Christen gibt, die faszinierende Restaurants eröffnen, in denen Kunden erleben, dass von Gott begeisterte Menschen begeistert auf die Gäste wirken.

Sonntag, 11. November 2007

14 Stimmen zu wenig!

Liebe Freunde,
die Wahlnacht der Kirchenwahl geht zu Ende. Die Entscheidung im Wahlkreis 24 liegt als erst in ganz Wüttemberg vor und nur 14 Stimmen haben gefehlt, dass auch weitere 6 Jahre in der Synode für eine Kirche gerungen wird, die für Aufbruch und Erneuerung steht.
7 Leute haben gefehlt, dass Markus Munzinger seine hervorragende Arbeit für eine Kirche nach biblischem Vorbild fortsetzen kann.
7 Leute haben gefehlt, dass auch der Bezirk Bad Urach seinen Beitrag leistet zu einem Aufbruch in unserer Württembergischen Landeskirche.
7 Leute haben sich für die Pflege von alten Traditionen und das uneingeschränkte festhalten an überkommenen Strukturen entschieden, anstatt einer generationsübergreifenden Gemeindeentwicklung Raum zu geben.

Für uns in Dettingen mag es aus eigenem Blickwinkel den Vorteil haben, dass Markus nicht auch noch Zeit und Energie für ein Kirchenparlament "verschwendet", in dem viele Synodale den Fragen und Themen der jetzt lebenden Menschen um Jahre hinterher hinken.
Wir können froh sein, dass 6 andere Synodale von "Kirche für Morgen" hier zitronenfrischen Wind reinbringen werden.

Herrn Schüz und Frau Zeifang kann man nur viel Weisheit und Gottes Segen für ihre Aufgabe wünschen.

Lieber Markus!
Schade, dass 14 von 42385 Stimmen fehlten. Der Herr weiss warum das so ist. Ich wünsch dir für die vielen Aufgaben weiterhin so viel Hingabe und Freude. Der Herr segne dich.

Samstag, 10. November 2007

Willow auf dem Weg zur Postmoderne?

Gerade ist der letzte Willow Creek Kongress in Wetzlar zu Ende gegangen.
Alle die dort waren berichten von einer sehr gesegneten und ermutigenden Veranstaltung.
Ich war leider nicht dort, aber ich freu mich mit den Geschwistern, dass sie ermutigt zurück kommmen und dass gerade auch die Frauen ganz neu für ihr Engagement in der Gemeinde ermutigt wurden.

Ich selber häng noch immer in meinen Überlegungen zum Stichwort "christliche Subkultur" herum. Ich hab ja neulich auch über meine Gedanken zum Worship berichtet.
Interessant finde ich, dass ich jetzt auf den Blog von Nancy Beach gestoßen. Auch sie macht sich ähnliche Gedanken zum Thema Worship als Subkultur. Sie schreibt über die Zukunft des Worship:

"... she (Sally Morgenthaler) believes the worship subculture is in a major decline, and that we need to have the guts to start over and re-invent together what our gatherings should be going forward. I share her concerns that much of the Christian worship music all sounds alike, and is easily distinguishable from where secular music has gone. I also believe that our gatherings have become far too predictable, dependent almost exclusively on music and teaching while abandoning many other art forms and communication tools. A worship subculture exists, and in most of our churches, we cannot point to huge gains in reaching those outside the church with our weekly worship gatherings. So what does all this mean?"
Dass ihr mich richtig versteht. Ich geniesse die Art von Lobpreismusik, wie sie Willow praktiziert, aber ich finde es wichtig, dass wir dabei den Blick nicht ausschliesslich auf uns selbst und unsere Befindlichkeit richten, sondern auch hier darauf achten, dass wir "in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt" unser Christsein leben.

Ich finde es klasse, dass Nancy (und Willow) den Mut hat, auch über ihre momentan gelebte Kultur nachzudenken. Manchmal meine ich zu erkennen, dass die Zeichen der Postmoderne bei Willow erkannt wurden und sie unter ihrem neuen Leiter Gene Appel sich auch auf machen zu einer Gemeinde, die auch nichtmodern empfindende Menschen erreichen will.

So schreibt Gene Appel in der WillowNews vom Juni 2007:

"Ohne Veränderung sterben unsere Gemeinden. Wir haben darum gar keine Wahl, wenn es um Veränderung geht! Wenn wir als Gemeinde Jesu bestehen wollen, dann müssen wir uns verändern - immer wieder! Dabei ist es nicht die Botschaft, die sich verändert! Das Evangelium ist ewig! Gottes gute Botschaft verändert sich nicht. Was sich ändert, sind die Formen, in denen wir das Evangelium zu den Menschen tragen. Die Strukturen, in denen Gemeindeleben geschieht. All das ist zeitlich und muss immer wieder angepaßt werden, um die Menschen zu jeder Zeit zu erreichen.
Wer Veränderungsprozesses anstößt, muss aber deutlich erklären, warum die Veränderung nötig ist! Häufig machen wir den Fehler, dass wir 10 Prozent unserer Kraft dafür aufwenden, das Problem zu benennen und 90 Prozent, um die Lösung zu erklären. Wenn aber die Menschen das Problem noch gar nicht verstanden haben, werden sie sich der Lösung verschließen und die Veränderung blockieren. Wer dauerhaft Veränderung gestalten will, muss dafür Sorge tragen, dass die Menschen die Notwendigkeit der Veränderung wirklich verstanden haben!"

Wenn ich hier Appel richtig verstehe, dann bereitet er Willow gerade auf eine Veränderung der Formen vor. Wie wird hier wohl der Worship ausschauen? Was wird im Zentrum stehen? Ist zukünftig noch der "Gottesdienst für Suchende" im Mittelpunkt?

Fragen über Fragen.
Die nicht weniger werden, wenn ich auf Revael stoße. Dies ist eine Zusammenfassung von Ergebnissen einer Studie zur Effektivität von Willow im Bereich Jüngerschaft, also geistlicher Reife und Wachstum. Darin erforschten sie die Effektivität der verschiedenen Programme bei Nichtchristen und Christen verschiedener Reifegrade. Die Ergebnisse könnt ihr unter Reveal und in einem Buch nachlesen. Bill Hybels kommenentierte die Ergebnisse in einem Video mit "“We’ve made a mistake!”
Hybels stellt darin fest, dass Willow scheinbar super darin ist, dass "entkirchlichte Menschen" errecht werden, aber recht uneffizent darin, dass Menschen zu "total hingegebenen Nachfolgern Jesu Christi" werden.

Für mich stellt sich die Situation bei Willow gerade so dar (ich würde gern mal mit Bill darüber diskutieren), dass der Fokus auf "Seeker Service" sehr stark ergänzt werden muss um einen Fokus auf geistliches Wachstum, dass nicht "vorgekaut" wird von der Gemeinde... "To become Self-feeder" im Bereich persönliches geistliches Wachstum. Christen müssen lernen selbst sich um die geistliche Nahrungszufuhr zu kümmern, anstatt nur zu konsumieren.

Was hat das mit Postmoderne zu tun?

Ich glaube, dass wir als deutsche Gemeinden, die so langsam die Ziele von Willow Creek kapiert haben, gut beraten sind, die Suche der Menschen nach Spiritualität nicht ausschliesslich mit "wohlgeformten" Gottesdiensten mit tollem Lobpreis zu begegnen. Wir müssen darüber hinaus unsere lutherische Tradition wieder entdecken und soli scriptura und solus Christus unserer Gemeinde stellen. Die Generationen der Postmoderne, wollen nicht nur perfekte Gottesdienste, sondern sie sind fasziniert vom Geheimnis der göttlichen Offenbarung in der Heiligen Schrift. Die Menschen des 21. Jahrhunderst brauchen neben wohlgeformten programm-orientierten Gottesdiensten wieder Räume in denen sie ganzheitlich Gott begegnen können.
Ich stimme mit Willow nicht (mehr) überein, dass es darum geht ein neues "Jüngerschaftprogramm" (Reveal) aufzulegen, sondern dass es wichtig ist, dass wir Menschen dazu befähigen, dass "Christus in Ihnen" (siehe besondes Ian Thomas) zur Entfaltung gelangt.




Sonntag, 4. November 2007

Kulturen - wo gehöre ich hin?

Lobpreisnacht - meine Erste (Subkultur 1)

...und ich bin gerne hin gegangen, obwohl ich sack müde war (von der Montage des Haller-Systems). Und ich muss sagen, dass es mir echt gut getan hat. Viele bekannte Lieder zusammen mit vielen anderen Gleichgesinnten... Gott wirklich erleben!

Gott wirklich erleben?
Im ersten Teil ging es mir wie Toby: Es ist mir heute einfach bei vielen Texten viel zu schwer gefallen aus richtig tiefer innerer Überzeugung zu singen. Bei vielen Lieder fühlte ich mich viel zu weit weg von Gott, dass ich das jetzt so sagen konnte/könnte/durfte...

Ein zweiter ruhiger Teil schloss sich an: Hier wurde durch die einzelnen Lieder und Gebete zum Ausdruck gebracht, was Gott für mich getan hat, welche tiefe Liebe er für mich als Sünder empfindet und was für ein Fels der Hoffnung und der Zuversicht er für meinen chaotischen Alltag ist. Das hat mich angesprochen... Da wurde ich von Gott neu berührt....

Was ich hier gebraucht hätte, wären Momente der Stille (auch soundtechnisch), Möglichkeiten des persönlichen Gebets, vielleicht ein paar Kerzen, das Angebot einer Segnung,... (auf jeden Fall etwas das mich neben dem Singen auf einem anderen Kanal angesprochen hätte)

Der Abend ging rockig und fetzig seinem Ende entgegen: "Dancing generation" haben dann Alle mit gesungen (oder besser gegröhlt?)... Mit einem ruhigen Segenslied wurden wir in die "Wirklichkeit" entlassen.....

McDonald (Subkultur 2)
Weil es wohl so "Tradition" ist, und weil wir Hunger hatten sind wir noch in den "Mäc" gefahren. Was waren wir erstaunt über die vieeeeeeeeeeellllllllllllll Leute dort (nachts um 23:45 Uhr). Die waren viel jünger als dort beim Worship, die hatten ganz andere Klamotten (das knappe T-Shirt eines Mädchen trug vorne z.B. die Aufschrift "take that - never forget") an und die hatten ganz andere Themen und Ziele. ABER ich glaube die hatten ein gleiches Anliegen: Sie wollten wie wir einen geilen Abend verbringen. Abdancen, Auftanken, Spass haben und was erleben....

Mich bewegt auf der ganzen Fahrt dieser Subkultur-Gedanke: Sind wir "Frommen" nicht oft in unserer heilen Welt, die wir sicher manchmal brauen um Aufzutanken, gefangen?
Ist es nicht genauso komisch ca. 60 min zu einem Worship zu fahren, als dass man um 23:45 Uhr sich noch beim "Mäc" was reinzieht, um wieder fit für die Piste zu sein?

Fragen über Fragen, aber dunkel erinnere ich mich an das Zeitgeist Buch, dass da das Thema "Subkultur" auch behandelt wird. Ich such es bei Gelegenheit raus! (wollte eh noch darüber bloggen)

P.S: Liebe Freunde vom weissen Sharan:
Ich fahr mit euch gerne mal wieder zur Lobpreisnacht. Es war echt toll, auch wenn ich gerade nachdenklich bin.

Samstag, 3. November 2007

Ich bin Papa...

... das wisst ihr ja schon, aber jetzt habe ich www.ichbinpapa.de entdeckt und einfach gedacht, dass ich hiervon euch berichten sollte. Das Ziel dieser Website ist es, dass auch Väter die Möglichkeit haben sich zu vernetzen und sich über ihre Vaterrolle auszutauschen. Es gibt verschiede Foren, Info-Ecken und eine Übersicht über Väterorte....

Donnerstag, 1. November 2007

Aldi - ich hab es getan!

Endlich schreibe ich mal wieder... leider ist im moment viel los und da bin ich ein Bischen ins Hintertreffen gekommen....

Aber gestern habe ich mir bei Aldi ein neues Notebook geholt.... Jetzt muss ich nicht immer im Büro verschwinden, wenn ich bloggen will, sondern kann das gemütlich bei den Anderen im Wohnzimmer machen - Vielleicht bringt es was, denn Gedanken habe ich immer noch viele im Kopf....