Lobpreisnacht - meine Erste (Subkultur 1)
...und ich bin gerne hin gegangen, obwohl ich sack müde war (von der Montage des Haller-Systems). Und ich muss sagen, dass es mir echt gut getan hat. Viele bekannte Lieder zusammen mit vielen anderen Gleichgesinnten... Gott wirklich erleben!
Gott wirklich erleben?
Im ersten Teil ging es mir wie Toby: Es ist mir heute einfach bei vielen Texten viel zu schwer gefallen aus richtig tiefer innerer Überzeugung zu singen. Bei vielen Lieder fühlte ich mich viel zu weit weg von Gott, dass ich das jetzt so sagen konnte/könnte/durfte...
Ein zweiter ruhiger Teil schloss sich an: Hier wurde durch die einzelnen Lieder und Gebete zum Ausdruck gebracht, was Gott für mich getan hat, welche tiefe Liebe er für mich als Sünder empfindet und was für ein Fels der Hoffnung und der Zuversicht er für meinen chaotischen Alltag ist. Das hat mich angesprochen... Da wurde ich von Gott neu berührt....
Was ich hier gebraucht hätte, wären Momente der Stille (auch soundtechnisch), Möglichkeiten des persönlichen Gebets, vielleicht ein paar Kerzen, das Angebot einer Segnung,... (auf jeden Fall etwas das mich neben dem Singen auf einem anderen Kanal angesprochen hätte)
Der Abend ging rockig und fetzig seinem Ende entgegen: "Dancing generation" haben dann Alle mit gesungen (oder besser gegröhlt?)... Mit einem ruhigen Segenslied wurden wir in die "Wirklichkeit" entlassen.....
McDonald (Subkultur 2)
Weil es wohl so "Tradition" ist, und weil wir Hunger hatten sind wir noch in den "Mäc" gefahren. Was waren wir erstaunt über die vieeeeeeeeeeellllllllllllll Leute dort (nachts um 23:45 Uhr). Die waren viel jünger als dort beim Worship, die hatten ganz andere Klamotten (das knappe T-Shirt eines Mädchen trug vorne z.B. die Aufschrift "take that - never forget") an und die hatten ganz andere Themen und Ziele. ABER ich glaube die hatten ein gleiches Anliegen: Sie wollten wie wir einen geilen Abend verbringen. Abdancen, Auftanken, Spass haben und was erleben....
Mich bewegt auf der ganzen Fahrt dieser Subkultur-Gedanke: Sind wir "Frommen" nicht oft in unserer heilen Welt, die wir sicher manchmal brauen um Aufzutanken, gefangen?
Ist es nicht genauso komisch ca. 60 min zu einem Worship zu fahren, als dass man um 23:45 Uhr sich noch beim "Mäc" was reinzieht, um wieder fit für die Piste zu sein?
Fragen über Fragen, aber dunkel erinnere ich mich an das Zeitgeist Buch, dass da das Thema "Subkultur" auch behandelt wird. Ich such es bei Gelegenheit raus! (wollte eh noch darüber bloggen)
P.S: Liebe Freunde vom weissen Sharan:
Ich fahr mit euch gerne mal wieder zur Lobpreisnacht. Es war echt toll, auch wenn ich gerade nachdenklich bin.
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