Ein Video über die Geschichte des Roten Kreuzes und seinen viels
eitigen Einsatz hat mich besonders beeindruckt. Es war der 25. Juni 1859. Ein gewisser Herny Dunants war geschäftlich in Oberitalien unterwegs und stieß besagten Samstag (ein Tag nach der Schlacht) auf das Dörfchen Solferino. Eine der schrecklichsten Schlachten war zu Ende gegangen . 40.000 Menschen tot oder verwundet.Dieses schreckliche Leiden rührte Dunants so sehr, dass er später schrieb:
- „[...] Die Sonne des 25. Juni beleuchtet eines der schrecklichsten Schauspiele, das sich erdenken läßt. Das Schlachtfeld ist allerorten bedeckt mit Leichen von Menschen und Pferden. In den Straßen, Gräben, Bächen, Gebüschen und Wiesen, überall liegen Tote, und die Umgebung von Solferino ist im wahren Sinne des Wortes mit Leichen übersät. Getreide und Mais sind niedergetreten, die Hecken zerstört, die Zäune niedergerissen, weithin trifft man überall auf Blutlachen. [...]“
- (Henry Dunant: Eine Erinnerung an Solferino.)
Jetzt könnte ich schnell zu den allgemeinen Jubiäumfeierlichkeiten zurrückkehren, wenn ich nicht wüsste, dass genau dieser Dunant nicht auch 1855 mit dabei war den weltweiten CVJM in Paris zu gründen.
Dunant war überzeugter Christ, der CVJM war für in Sinnbild für eine "weltweite geistliche Familie". Dabei hatte Dunant aber nicht nur den Blick auf das "Familienleben" innerhalb des CVJM in Genf oder weltweit, sondern sein Engagement für Menschen in Not (egal wie fromm) war Leitmotiv für sein Leben und Handeln als Christ.
Ich wünsche mir, dass wir als weltweite CVJM-Bewegung, aber auch ganz besonders wir CVJMs in Deutschland diese "Außensicht" auf die Nöte der Menschen neu lernen und einfach handeln!
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