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Mittwoch, 25. Februar 2009

7 Wochen OHNE...

seit heute ist Fastenzeit. Viele nutzen die ca. 7 Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern mit der Umsetzung eines guten Vorsatzes. Viele verzichten auf Dinge wie Alkohol, Kaffee oder Fleisch.
Ich finde dies eine interessante und lohnenswerte Herausforderung. Der Spiegel nennt dies in einem lesenswerten Artikel "Genusserziehung". Es geht meist um liebgewonnene Gewohnheiten, wie am Abend wird einfach der Fernseher eingeschaltet oder der Kaffee am Morgen ist das erste Ritual oder der gute Schluck Rotwein zum Ausklang des Tages.6

Die gleiche Richtung, aber etwas positiver ist der Ansatz: "7 Wochen MIT..."
Dabei wird versucht während der Zeit bis Ostern neue Dinge einzuüben. Zum Bespiel jeden Tag mit 15 Minuten Stiller Zeit zu beginnen oder jeden Tag mindestens 15 Minuten Sport zu treiben oder jeden Tag ein liebevolles und motivierendes Wort an einen Mitmenschen.

Es geht immer um Gewohnheiten, Gewohnheiten, die man verändern will oder Gewohnheiten, die man neu erlernen will. Aber die Frage ist, wie setzen wir diese neuen Gewohnheiten um ?

Ivan Blatter stellt in seinem Blog ein drei Phasen-Modell für die Veränderung von Gewohnheiten vor. Interessant dabei ist dass es so scheint, dass wenn wir 21 Tage lang eine neue Gewohnheit erfolgreich eingeübt habt oder einen alte Gewohnheit bleiben gelassen haben, dass es sich dann in uns dauerhaft verfestigt.
Jörg Weisner hat dazu ein spannendes Buch geschrieben. Ein einfacher Trick mit einem unscheinbaren Schmuckarmband kann helfen, dass man sich an seine Gewohnheiten immer wieder erinnert und dass man diese auch bewusst trainiert.
Ganz vereinfacht dargestellt geht die Methode dabei wie folgt:
Man legt sich ein Armband zu auf das man einzelne Ringe (Perlen) stecken kann.
Dann beschafft man sich 6 gleichartige (vielleicht aber farblich verschiedene) "Tages-Ringe", die einzelne Tage symbolisieren. Als weiteres braucht man 2 "Wochen-Ringe" und für jede Gewohnheit, die man verändern oder neue einführen will einen "erfolgreiche Gewohnheitsring" (darf vielleicht etwas edler sein). Und schon kann es losgehen...

  • Tag 1 - 5: Für jeden Tag, in dem man eine neue Gewohnheit erfolgreich durchgehalten hat, wir ein weiterer "Tages-Ring" auf das Armband gesteckt.
  • Tag 7: Schon einen Woche geschafft! Jetzt dürfen die 6 "Tages-Ringe" durch einen "Wochen-Ring" ersetzt werden.
  • Tag 8-13: Die "Tages-Ringe" kommen wieder zum Einsatz.
  • Tag 14: Der zweite "Wochen-Ring" kommt drauf und die "Tages-Ringe" dürfen wieder in die Schachtel.
  • Tag 15-20: Endspurt mit den einzelnen "Tages-Ringen"
  • Tag 21: Gratulation! Die erste neue Gewohnheit dürfte verfestigt sein und kaum noch Probleme machen. Man darf sich einen ersten "Gewohnheitsring" auffädeln und die anderen Ringe entfernen.

Jetzt ist Zeit für ein neues Ziel und man kann wieder entsprechend mit mit einem neuen Tag 1 beginnen.

Ach ja, was ich noch vergessen habe:
Die Gemeinheit an der Sache ist, dass alle "Tages-Ringe" und "Wochen-Ringe" einer begonnenen Trainingseinheit wieder abgenommen werden müssen, wenn man an einem Tag nicht durchgehalten hat. Die "Gewohnheitsringe" aus früheren Trainingseinheiten dürfen aber drauf bleiben, denn so gemein soll man dann auch wieder nicht sein.

Ich wünsch viel Spass beim Ausprobieren. Und freu mich auf die Kommentare.

Sonntag, 1. Februar 2009

Raus aus dem "Alltal"

Es ist schon faszinierend, wie Gott immer wieder das für mich bereit hält, was ich gerade brauche. Auch heute war es wieder so. Nach einigem Hin und Her haben wir es noch einigermaßen pünktlich in den Gottesdienst geschafft. Wir alle! Mattis war zum ersten Mal in der Kinderbetreuung und die zwei Großen im Kindergottesdienst.

Let's make a long story short!
Die Predigt ging über Matthäus 17, 1-9: Jesus stieg mit drei seiner Jünger auf einen Berg ("um zu Beten" wie es im Lukas heisst), der später als der Verklärung bekannt wird.... Dort haben Sie ein Erlebnis, das mit menschlicher Logik nicht erklärbar ist, sondern das einen Blick in Gottes Wirklichkeit lässt.
Mich hat diese Predigt wieder neu ermutigt:
  1. Geh auf den Berg
    Jesus tat es oft, viele andere Menschen der Bibel taten es oft: Sie sind rausgegangen aus dem "Alltal" den drüben Niederungen des Alltags und sind aufgebrochen auf einen Berg zur "stillen Einkehr" . Denn nur mit der Kraft Jesu können wir einen Gegenentwurf zum Alltagstrott leben. Und diese Kraft erhalten wir in der Stille. Für Jesus war es eine regelmäßige Gewohnheit, dass er die Stille, die Begegnung mit seinem Vater suchte. Wie kann hier meine Gewohnheit aussehen?
  2. Oben wird dir klar, was zählt
    Nur in der Gegenwart Gottes ist es möglich, dass wir über unsere alltägliche Vernunft hinwegblicken auf Gottes großes Ganzes. Nur in seiner Gegegenwart ist es möglich die Zusammenhänge seines Wirkens von Mose über Elia bis zu uns zu entdecken. über dem allem steht die Zusammenfassung: "Jesus allein" genügt.
  3. Geh wieder hinunter ins Tal
    Oben war es gut. So gut, dass Petrus am gernsten Hütten gebaut hätte. Religöse Heiligtümer und sich dann darum gemütlich einrichten.... Aber Jesus hat einen anderen Auftrag: Er möchte, dass wir wieder hinab gehen ist Tal unseres Alltages. Dass wir wieder dahin gehen, wo wir hingestellt sind. Und das Beste: Jesus will nicht in einem frommen (Gedanken)Gebäude leben, sondern er möchte in uns Wohnung nehmen.
Ich will mir neu zur Gewohnheit machen, daß ich feste Zeiten der Stille habe, um durchzustarten im "Alltal", dem Tal unseres Alltages