Montag, 24. Dezember 2007

Traditionelle Weihnacht

Heute ist es nun wieder soweit. Überfüllte Kirchen, 5 Gottesdienste allein in unserer Gemeinde. Und alle sind bestens gefüllt. Heute gehen Alle in die Kirche! Es gehört einfach zur Traditon, dass man an Heiligabend zum Christvesper geht, oder mit den Kindern ein Krippenspiel besucht.... wenn das geschafft wurde, dann, ja dann kann es Weihnachten werden....

Aber sind wir doch mal ehrlich - was ist mit den Besuchern im restlichen Jahr?
Nur ein Bruchteil davon verirrt sich dann noch in unsere Gottesdienste! Veränderung - Weiterentwicklung tut Not.
Neulich lass ich von einem Gemeindeberater, der beauftragt wurde Rückgang der Gottesdienstbesucher zu analsysieren. Nach einigenen Beobachtungen und Gesprächen kam er zu folgendem Rat:
“Bauen Sie sich einen Zaun um ihr Kirche, verlangen Sie Eintrittsgeld von den Besuchern und lassen sie die Menschen sehen, wie Gottesdienste vor hundert Jahren gestaltet worden sind.”

Eine ähnliche Beobachtung machte neulich ein guter Freund von mir in einer Gemeinde in Norddeutschland. Er schreibt:
"An der Eingangstüre zur Kirche hängt ein Plakat auf dem zu lesen ist: Die
Weihnachtrunde (Konzert von Kantorei und Posaunenchor) heute Abend ist leider schon ausverkauft. Interessant, denke ich, und begebe mich ins Innere der Kirche.
Der Gottesdienst beginnt. Doch irgendwie bin ich immer noch mit meinen Gedanken
draußen bei dem Plakat an der Tür. Hier drinnen sitzen höchstens 60 Personen. Dabei würde die Kirche 700 Personen fassen.....
Frustration, Bitterkeit und Wut machen sich in mir breit! Ich würde am liebsten heulen. Warum ist das Konzert heute Abend ausverkauft und heute Morgen ist die Kirche zu nicht einmal 10% besetzt? Heute Abend bezahlen die Leute dafür und morgens könnten sie umsonst zur Kirche kommen.....
Am liebsten würde ich heute Abend folgendes mit Kreide vor die Kircheneingänge
schreiben: Warum kommen sie heute Abend zur Kirche, wo sie doch sonst nie zur Kirche gehen? Sie sollten sich irgendwann einmal entscheiden: für Gott und seine Gemeinde oder dagegen, denn in ihrem Leben treffen sie doch auch sonst klare und zielgerichtete Entscheidungen, oder nicht?

Soviel aus Christoph's Rundbrief.
Weihnachten hat die Welt verändert. Das Wunder von Weihnachten will bis heute die Welt verändern. Lassen wir und unsere Gemeinden auch verändern, dass das Licht der Welt hineinstrahlt in die Dunkelheit des 21. Jahrhunderts.

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