Ein Gedanke zum Text aus Johannes 1 war: Menschen zuerst als Menschen sehen.
Im weiteren Verlauf der Abschnitts wird über Krankheit (hier Blindheit) gesprochen. Dabei wurde mir noch nie so deutlich, welche Ausprägungen von Krankheit es haben kann:
- Krankheit durch Sünde
Jesus sagt hier klar: "bei diesem Fall ist dies nicht die Ursache", aber die Bibel stellt schon einen Zusammenhang her. Sündhafte Lebensgestaltung, man denke z.B. an unverantwortlicher Umgang mit Drogen, Alkohol oder auch andere negative Lebensumstände führen oft und unmittelbar zu Krankheit. Aber nicht nur im körperlichen, sondern gerade auch im seelischen Bereich hat eine von Gott losgelöste Lebensgestaltung manchmal direkte Auswirkungen auf unsere Gesundheit. - Krankheit zu Glaubenstärkung
Die Bibel kennt Beispiele (z.B. Hiob) in denen Gott Menschen ein Leiden oder eine Krankheit zumutet, um dadurch eine Bewährung ihres Glaubens zu bewirken. In der Situation selbst ist es für den Gläubigen dabei manchmal unverständlich, aber im Rückblick stellt er dann fest, dass gerade diese Zeit ihn im Glauben weitergebracht hat. Mir fällt da z.B. die Krankheit von Jani ein. Die Ärzte tippten auf "Hyper IGD-Syntrom". Wir erlebten damals, wie hilfreich und ermutigend das Gebet (vorallem der Freunde) sein kann. Wie wir neu der Gegenwart Gottes bewusst wurden. - Krankheit einfach so
Wir müssen manchmal einfach auch der Tatsache ins Auge sehen, dass wir in einer Welt ausserhalb des Paradieses leben. In dieser Umgebung gehört Krankheit einfach zum Menschsein. Es gibt keine Erklärung, warum jemand jetzt so schlimm erkrankt. Seine Lebensgestaltung ist vorbildlich, die Ärzte können keinen Grund für diese Erkrankung nennen. Wir werden krank, weil dies zum Menschsein einfach dazu gehört. - Krankheit für Gottes Wunder
Glauben wir in unserer heutigen Zeit noch an Wunder? Jesus hat oft Wunder getan. Seine Jünger haben oft Wunder getan. Jesus hat seinen Nachfolgern verheissen, dass sie Wunder tun können. Wir in unserer westlichen Welt mit den vielen wunderbaren Möglichkeiten der Medizin können diese Errungenschaften der Wissenschaft ganz ausschöpfen, aber darüber hinaus ist es Gott auch heute noch möglich Wunder zu tun. Wir sind aufgerufen um Heilung zu beten. Wir haben die Verheissung, das Glaubensgeschwister für Heilung über einem Kranken beten und wir können auch wieder alte Bräuche wie die Ölung von Kranken (siehe Jakobus 5) praktizieren.
- die Not von Krankheit wieder ernst genommen wird und eingebunden ist in das alltägliche Gemeindeleben.
- wir wieder sensibel werden für die eigne körperliche und seelische Gesundheit.
- wir an den Leiden unserer Mitchristen mitleiden, denn schliesslich sind wir als Gemeinde "ein Körper".
- wenn wir die Verheissungen, des Gebets, des Krankenbesuchs und des Wunders in unseren Umgang mit Krankheit einbeziehen.
Gebet für die Kranken
13 Leidet jemand unter euch? Dann soll er beten! Wem es aber gutgeht und wer Grund zur Freude hat, der soll Gott Loblieder singen. 14 Wenn jemand von euch krank ist, soll er die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen, damit sie für ihn beten, ihn im Namen des Herrn segnen und ihn mit Öl salben. 15 Wenn sie im festen Vertrauen beten, wird Gott den Kranken heilen. Er wird ihn aufrichten und ihm vergeben, wenn er gesündigt hat. 16 Darum sollt ihr einander eure Sünden bekennen und füreinander beten, damit ihr geheilt werdet. Denn das Gebet eines Menschen, der unbeirrt glaubt,4 hat große Kraft. 17 Elia war ein Mensch wie wir, und doch erreichte er durch sein Gebet, daß es drei Jahre und sechs Monate nicht regnete. 18 Dann betete er um Regen. Da regnete es, und alles Land wurde grün und brachte wieder seine Früchte.5 19 Liebe Brüder! Wenn einer von euch vom rechten Weg abkommt und Gottes Wahrheit nicht mehr erkennt, dann sollt ihr ihn wieder auf den rechten Weg zurückbringen. 20 Ihr müßt nämlich wissen: Wer einen Sünder von seinem falschen Weg abbringt, der hat diesen Menschen vor dem sicheren Verderben gerettet, denn Gott hat ihm seine Sünden vergeben.
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