Donnerstag, 22. Januar 2009

Was nützt bürgerschaftliches Engagement?

... so fragte das Marktforschungsunternehmen Prognos im Auftrag der Lebensversicherungsgesellschaft AMB Generali. Ein “Engagementatlas 2009” wurde aus 44.000 Telefonbefragungen erstellt. Daraus ergibt sich eine repräsentative flächendeckende Darstellung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland. Und irgendwie passt diese Studie ja auch zu meiner Frage bzgl. Ehrenamt.

Eine extrem spannende Studie mit oft recht erstaunlichen Erkenntnissen:

  • 34,3 % der Bevölkerung sind freiwillig engagiert
  • 30% werden sich (vielleicht) zukünftig engagieren
  • Baden-Württemberg liegt auf Rang 1 beim prozentualen Engagiertenanteil (40%)
  • Besonders engagiert zeigen sich die Alterklasse zwischen 30 und 55
  • Besonders untätig sind die „Mitzwanziger“ sowie Personen ab
  • 65 Jahren. Sie stellen mit 28,6% bzw. 26,1% den niedrigsten Anteil Engagierter.
  • Wichtigster Grund für Untätigkeit ist "Zeitmangel" (Was ich bei den Mitzwanzigern noch verstehe, aber warum engagieren sich die Redner so wenig)
  • Engagement hängt vom Einkommen ab: 50% der Personen mit einem Einkommen von über 4.000 € sind engagiert, dagegen nur 24% der Personen mit einer Einkommenshöhe unter1.000 €.
  • Auf dem Land engagieren sich deutlich mehr Leute freiwillig wie in der Stadt
Ganz besonders interessant fand ich dann auch die Aussage, dass je mehr Kirchensteuerzahler in einer Region sind, desto mehr Engagierte (nicht nur im Bereich Kirche) zu finden sind.

Für die christliche Jugendarbeit vielleicht noch interessant: In einem Ausblick von Experten wird prognostiziert, welche Engagmentsbereiche zukünftig an Bedeutung gewinnen. Dabei gehört der Bereich "Kirche & Religion" zu den klaren Verliereren und der Bereich "Kinder & Jugend" zu den zukünftigen Trendsettern.

Die ganze Studie kann man sich übrigens hier als pdf herunterladen.

(Quellenangabe: Die Darstellungen entstammen aus einer Präsentation zur Studie. Quelle siehe hier.)

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